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Mein Name? Lilly. Wie alt ich bin? Tja, 12.

Aber für 12 habe ich schon viel erlebt. Mord, Blut, verweste Leichen. Diese Dinge sind nichts Neues für mich. Alles Dinge, mit denen ich jeden Tag zutun habe. Wer hat Lust, meiner Geschichte zu lauschen?

 

Mein Erzeuger misshandelte mich und meine Mutter wollte ihn nicht verlassen.Jeden Abend kam er in mein Zimmer und schlug mich mit seinem Gürtel. Er sagte mir, ich sei unbrauchbar und würde nur nerven. Es war ein kalter Herbstabend, als ich vor sieben Monaten dann endlich abgehauen und von meinen Großeltern aufgenommen wurde.

 

Ich konnte es „zu Hause“ einfach nicht mehr aushalten, auch wenn meine Mutter nun alleine leiden musste.

Sie kam mich in meinem neuen Heim manchmal besuchen und jedes Mal erkannte man ihren humpelnden Gang und auch ihre Wunden konnte sie nicht verbergen.

 

Ständig hatte sie ein blaues Auge oder Striemen im Gesicht.

Ich hasste meinen Erzeuger dafür, dass er sie immer so zurichtete, doch ich konnte nicht viel Mitleid für sie empfinden. Sie hat mich im Stich gelassen. Meine Mutter ist wirklich so dumm und glaubt, dass er sie noch lieben würde, aber es war ganz anders.

 

Ich sah ihn fast jede Nacht mit einer anderen Frau vor der Tür.

Das alles veränderte mich.

Ich zog mich immer mehr zurück, hielt mich von meinen alten Freunden fern und lachte auch nicht mehr.

 

An meinem Geburtstag vor vier Monaten hatte ich das letzte Mal aufrichtig gelächelt. Meine Großmutter hatte mir ein tolles Lilaschwarzes Kleid mit Rüschen genäht, das ich von da an jeden Tag trug.

Aber sonst war ich lieber alleine, anstatt jemanden um mich herum zu haben.

Bei meinen Großeltern war das Leben viel besser. Sie hatten einen kleinen Bauernhof mit Pferden und Kühen. Auch die Nachbarn waren wirklich freundlich. Sie kümmerten sich mit um die Tiere und versuchten, mich mit kleinen Geschenken glücklich zu machen.

 

Meistens zog ich mich in die Stallungen zurück und kümmerte mich um die kleinen Katzen, die sich dort vor dem schlechten Wetter versteckten. Sie waren meine einzigen Freunde, die ich wollte…

 

 Eines Nachts wurde ich von einem Rumpeln geweckt. Irgendjemand oder Irgendetwas hatte eine Vase heruntergeworfen. Darauf folgte ein lauter Schrei meiner Oma und ein Gebrüll seitens meines Opas. Dann wurde es plötzlich still.

 

Leise schlich ich mich, gegen jede Vernunft, aus meinem Zimmer uns setzte mich vor die Treppe. Vorsichtig linste ich hinunter und sah die Körper meiner Großeltern dort unten liegen. Unter ihnen bildete sich eine dunkle Lache und sie machten keinen Mucks mehr.

 

Ich erkannte unten drei Schatten umherstreifen. Diese räumten viele Gegenstände von den Regalen und stopften diese in ihre Taschen. Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner Schulter und hörte eine männliche stimme hinter mir.

 

„Hey Jungs. Hier ist noch jemand.“ Dieser Mann packte mich an meinen langen, roten Haaren und zog mich die Treppe runter. Vor den Leichen meiner Großeltern warf er mich auf den Boden. Mit meinen Händen landete ich in der Lache.

 

Geschockt hob ich meine Hände vor mein Gesicht und sah, wie das Blut langsam meine Arme herunter lief. Ich schrie auf, doch da spürte ich schon eine Faust in meinem Gesicht.

 

 „Halt dein Maul du Drecksgör!“ Der Mann vor mir packte mich am Kinn und hob mein Gesicht nach oben. Ich konnte sein Gesicht erkennen. Er hatte kurze Haare und eine dicke Narbe unter seinem linken Auge.

 

„Was wollen wir mit der kleinen machen?“ Ein anderer Kerl stand nun hinter ihm und kreuzte die Arme vor der Brust.

„Hmm. Lass mich doch ein bisschen Spaß mit ihr haben, Boss.“ Der Kerl, der mich die Treppe runter gezogen hatte, stand noch hinter mir.

 

Ich konnte hören, wie er sich genüsslich über die Lippen leckte. Genau in dem Moment wurde mir bewusst, was er von mir wollte.

Ich bin zwar erst 12 aber war nicht gerade das best behütete Kind.

 

Der Boss von ihnen schubste grob mein Gesicht zurück und stand auf. „Von mir aus. Aber mach schnell, bevor die Bullen noch kommen.“ Der Boss und seine zwei anderen Lakaien verschwanden in der Küche.

 

„Nun, da wir alleine sind, können wir uns tolleren Dingen zu wenden mein Engel.“ Der Mann trat nun vor mich, hob mein Kinn an und gab mir einen Kuss auf den Mund. Mein ganzer Körper verkrampfte sich.

/Ich will das alles nicht…..Warum muss mir so etwas passieren?..... Hab ich nicht… Schon genug durchgemacht?/

 

Ich versuchte mich zusammen zu reißen und holte zum Schlag aus.

Er wehrte diesen Mühelos ab und schlug mir stattdessen ins Gesicht. Mein Körper wurde nach hinten geworfen und er stürzte sich auf mich. Seine ekeligen Hände wanderten zum Saum meines Kleides.

 

Diesen schob er mir bis zur Hüfte hoch, zerschnitt meine Strumpfhose und riss mir mein Höschen vom Leib. Verzweifelt wand ich mein Gesicht ab und schloss die Augen. Mir stiegen Tränen in die Augen, aber ich versuchte das Weinen zu unterdrücken.

 

Diesen Gefallen wollte ich diesem Dreckskerl nicht tun. Auf einmal hörte ich das Geräusch seines Gürtels und mein ganzer Körper fing an zu zittern. Ich wurde unfähig, meinen Körper irgendwie zu bewegen.

Es fühlte sich an, als wäre die Zeit stehen geblieben. Verzweifelt versuchte ich mir vorzustellen, ich sei an einem anderen Ort, dich sein Gekeuche und die Schmerzen holten mich immer wieder in die Realität zurück. Als er endlich fertig war, richtete er sich auf und war kurz abgelenkt.

 

Ich versuchte die Chance zu nutzen und wollte aufstehen, dich meine Beine fühlten sich betäubt an. Auf einmal bemerkte er meinen Fluchtversuch und trat mir von der Seite in den Bauch. Ich landete auf den Rücken und krümmte mich vor Schmerzen.

 

„Bleib doch bei mir mein Engel.“ Da stürzte er sich mit einem Messer in der Hand auf mich. Er holte aus und schlitzte mir quer durch das Gesicht. Ich schrie auf und fasste mir ins Gesicht, da hörte ich das dumpfe Geräusch von Sirenen.

 

„Alter. Jay beeil dich! Die Bullen sind gleich da.“ Ich hörte, wie der Boss durch die Tür kam. „Aber sie ist noch nicht…“ „Scheiß auf die Kleine. Was will sie machen?“

Ich bekam nur noch mit, wie die beiden den Raum verließen. Danach wurde ich durch den Blutverlust und die Schmerzen Ohnmächtig.  

 

Als ich mein Bewusstsein wieder erlangte, lag ich in einem weichen Bett. Als mir die letzte Nacht wieder in Erinnerung kam, fasste ich mir sofort ins Gesicht und tastete es ab. Ich hatte einen Verband über die Hälfte meines Gesichtes gewickelt.

 

Plötzlich erregte das offene Fenster auf der rechten Seite des Zimmers meine Aufmerksamkeit. Das Fenster war weit geöffnet und die Vorhänge wehten durch den Wind. Das seichte Licht des Vollmondes schien in das Zimmer und ich erkannte einen dunklen Schatten zwischen den Vorhängen.

 

„Wer ist das? Komm raus oder ich hole die Schwester!“

In einem kurzen Moment blinzelte ich und der Schatten war verschwunden. /Hab ich mir das nur eingebildet? Liegt wohl an den ganzen Medikamenten./

 

Beruhigt drehte ich mich auf die andere Seite und wollte schlafen, doch da erkannte ich die dunkle Gestalt von vorher an der Zimmertür. Seine Hand lag am Türknauf und schloss ab. Ohne nachzudenken griff ich den Wecker von meinem Nachttisch und warf sie der Gestalt entgegen.

 

Diese fing ihn mühelos auf und kam mir immer näher.  „Na du. Diese Kerle haben dich aber ganz schön fertig gemacht.“

Mir stockte der Atem. „Woher weißt du davon“ Wer bist du?“

Als die Gestalt neben mir stand, erkannte ich einen Mann.

 

Er trug eine Kapuze und sah mich mit rot glühenden Augen an. „Ich weiß alles, du dummes Mädchen. Sag, willst du dich nicht an ihnen rächen? Ich meine, sie haben dir alles genommen, das du jemals wirklich geliebt hast.“
Der Mann setzte sich direkt neben mich auf das Bett und stellte den Wecker zurück. Die gesamte Zeit ließ er mich nicht einen Moment aus den Augen so, als könne er in mir lesen.

 

Vorsichtig strich ich mit meiner Hand über den Verband. Mit hasserfülltem Blick sah ich zu ihm auf. „Ich will sie leiden lassen, egal, was es mich kosten würde!“

 

Keineswegs verwundert fing der Mann vor mir an zu lachen. Es war ein Lachen, das mir einen Schauer über den Rücken jagte.

„Dann geh mit mir einen Packt ein und ich garantiere dir deine Rache.“

 

Der Mann vor mir streckte mir seine Hand entgegen, auf der ein umgekehrtes Pentagramm tätowiert war. Mit meiner Hand ergriff ich seine. Darauf hin spürte ich ein komisches Gefühl durch meinen Körper zucken, das sich in meinem Gesicht staute. Aus Panik ließ ich seine Hand los und griff mir ins Gesicht.

 

„Was hast du getan?“ Er sah mich mit einem breiten Grinsen an. „Geh vor den Spiegel und nimm den Verband ab.“ Ich sprang aus dem Bett und tat, was er sagte. Als ich in den Spiegel sah, konnte ich meinen Augen nicht trauen.

 

Von der rechten Seite meiner Stirn bis zur linken Seite meines Kinns verlief eine Narbe. Außerdem war mein rechtes Auge nicht mehr Blau sondern strahlte nun in einem fürchterlichen Rot.

„Ich habe deine Wunde schneller heilen lasse. Unter anderem besitzt du nun die Fähigkeit, einen kleinen neuen Freund zu rufen.“

 

Mein Blick wanderte zuerst zu dem Mann und dann zurück in den Spiegel. „Aber das rote Auge fällt doch sofort auf!“

Der Mann stand auf, stellte sich hinter mich und legte seine Hände auf meine Schultern. „Das ist nur Nachts so, wenn du umherziehst und Seelen für deinen Freund sammelst. Ich habe hier noch etwas für dich.“
Plötzlich erschien auf dem Bett ein Stapel Kleidung. „Du solltest dich schnell umziehen und raus gehen. Er wartet auf dich.“ Kurz bevor der Mann verschwand, wandte er sich noch einmal zu mir um. „Übrigens. Er frisst am liebsten junge Kinderseelen.“
Ich hatte noch nicht einmal die Möglichkeit, meine ungeklärten Fragen zu stellen, da verschwand er im Nichts. Völlig überfordert setzte ich mich auf das Bett und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. /ich bin 12 Jahre alt und habe gerade meine Seele an einen Dämon verkauft./

 

Nach einem kurzen Moment wandte ich mich der Kleidung zu. Es war das Kleid meine Oma, ein paar Schuhe, Strumpfhosen und Höschen. Schnell zog ich mich an und schlich mich leise aus dem Krankenhaus.

 

Draußen angekommen sah ich mich genau um. /Er meinte doch, hier würde jemand warten. Aber wo?/ Ich schaute mich weiter um, als ich plötzlich zwei rote Augen im Gebüsch gegenüber entdeckte. Etwas kam näher... Und es war groß.

 

Als es in den Schein des Mondes trat, erkante ich eine 2,80m große Vogelscheuche. Sie trug einen langen grauen Mantel mit diversen Flicken darauf. Außerdem hatte sie ein rot schwarz gestreiftes Oberteil und eine braune Hose an.

 

Ihr Gesicht bestand aus einer hellbraunen Leinenmaske, die an einigen Stellen, wie dem Mund, zugenäht war. Auf dem Kopf trug die Vogelscheuche einen schwarzen Hut. Dieser besaß ein loch, aus dem Stroh heraus ragte. Auch aus seinen Ärmeln kam Stroh.

 

Erst auf den zweiten blick erkannte ich, dass seine Hände aus knochigen Holzkrallen bestanden, wobei sie in der Rechten Hand eine riesige Sense hielt. An dieser Sense baumelte ein menschlicher Totenschädel.  Bei dem Anblick der Schädel überlief mir ein Schauer.

 

„Sag, bist du mein Freund, von dem der Mann gesprochen hatte?“ Meine Beine zitterten leicht und ich bekam eine Gänsehaut, doch ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen.

 

Ich wartete gespannt auf eine Antwort, doch anstatt etwas zu hören bekam ich nur ein stummes Nicken. Mit zögerlichen Schritten lief ich auf die Vogelscheuche zu, bis ich direkt vor ihr stand. Die ganze Zeit sah sie von oben auf mich herab.

 

„Komm. Ich muss noch etwas erledigen.“ Ohne ein Wort griff die Vogelscheuche nach meiner Hand und hielt sie den gesamten Weg fest. Als wir an den Läden der Stadt vorbei kamen, waren sie alle noch geschlossen. Kein Licht brannte, nur das Licht der aufgehenden Sonne erhellte unseren Weg.

 

Die Erde vor uns wurde mehr und mehr in ein gleißend gelbes Licht getaucht, als ich mit meinem neuen Freund die Straße entlang der Felder lief.

 

Es war uns beiden nur möglich, Nachts zu reisen, da die Vogelscheuche am Tag zu sehr auffallen würde. Deshalb ließ sie, als wir an dem Haus meiner Großeltern ankamen, meine Hand los und lief stumm zum Kreuz einer Vogelscheuche, das dort mitten auf dem Feld stand.

 

Ohne zu zögern stieg ich in das Haus ein. Ich lief an den Blutspuren und den Beweismarkierungen vorbei. Immer wieder tauchten die Bilder der letzten Nacht auf und mein Magen verkrampfte sich. Schnell verdrängte ich diese und riss mich zusammen.

 

In meinem Zimmer angekommen nahm ich mir einen Rucksack und stopfte meinen Lieblingsplüschbären hinein. Danach ging ich in die Küche und suchte nach etwas zu Essen, als mir eine schwere Keksdose auffiel. Ich kramte sie hervor und traute meinen Augen kaum. Alles in allem waren in der Dose 3000-, € drin.

 

Mit fiel ein, dass mir meine Oma schon davon erzählt hatte. Sie sagte mir, dass das Geld für den Notfall wäre und dass sie den Banken nicht traue. Ich nahm meinen Bären aus dem Rucksack und öffnete den Klettverschluss an seinem Rücken.

 

In seinem Inneren hatte er einen Lautsprecher, den ich mit einer Schere heraus schnitt. Dort stopfte ich das Geld hinein und machte den Verschluss wieder zu. Schnell steckte ich mir noch ein Küchenmesser und ein Bild meiner Großeltern ein, bevor ich das Haus durch den Hintereingang verließ.

 

Draußen angekommen drehte ich mich ein letztes Mal um und verabschiedete mich im Stillen von meinem einzigen Zuhause.

 

Ich lief auf direktem Wege an den Pferdeboxen vorbei und versteckte mich in der hintersten Ecke des Heubodens. Nach einer Weile konnte ich endlich schlafen, doch es war nicht gerade beruhigend.

 

Ständig kamen die Bilder der Männer in meinem Traum vor und ich schreckte jedes Mal hoch. Mir liefen die Tränen über die Wange und ich raufte mir die Haare, weil ich mit allen Mitteln diese Bilder loswerden wollte. Irgendwann konnte ich dann doch durchschlafen, da ich mich in den Schlaf geweint hatte,

 

Mitten in der Nacht wurde ich plötzlich wach, so als wäre mein Körper auf diese Zeit programmiert. Ich nahm meinen Bären und meinen Rucksack und lief zum Feld. Die Vogelscheuche stand immer noch dort auf ihrem Kreuz und bewegte sich keinen Millimeter, bis ich direkt vor ihr stand.

„Komm schon. Wir müssen so schnell es geht die Stadt verlassen.“ Sofort regte die Vogelscheuche sich. Sie stieg von ihrem Kreuz und hielt ihre Sense in der Hand.

 

Wir machten uns auf den Weg und liefen wieder Richtung Krankenhaus. Auf unserem Weg kamen wir wieder an einigen Läden und Kneipen vorbei, als ich plötzlich jemanden hörte.

 

„Hey Jay. Du hast heute schon genug getrunken. Geh nach Hause und schlaf dich richtig aus. Kannst ja morgen wieder kommen.“ Ich sah, wie etwas weiter entfernt vor uns ein Mann aus einer Kneipentür geschoben wurde. „Ja, ja. Ihr wollt mich doch bloß loswerden!“

 

Mir lief ein kalter Schauer über den Rücken. Auch wenn der Mann stark lallte, konnte ich seine Stimme erkennen. Es war der Mann, der mir diese Narbe zugefügt und mich vergewaltigt hatte. In mir stieg pure Wut auf. „Das ist einer der Typen, die mein leben zerstört haben.“

 

Ohne zu zögern verfolgte ich diesen Mann mit meiner Vogelscheuche. In einer dunklen Seitenstraße machte ich ihn auf mich aufmerksam. „Hey Jay. Du siehst gar nicht gut aus. Was ist denn los? Hast du es nicht verkraftet, das du mich vergewaltigt hast?“

 

Als er sich umdrehte, sah ich, wie sich ein Grinsen auf seinen Lippen bildete. „Na mein Engel. Kommst du mich besuchen, weil du noch nicht genug von mir hast?“ Sein lallen wurde stärker. Er kam einige Schritte auf mich zu, doch das machte mir keine Angst.

 

„Ich bin hier, um mit dir abzurechnen. Aber vorher will ich wissen, wo ich die anderen finden kann.“ Er fing laut an zu lachen und legte seine Hand auf seine Stirn. „Und du meinst wirklich, ich würde es dir einfach so sagen? Du bist echt niedlich mein Engel.“

 

Mir stiegen die Bilder in den Kopf und ich bekam eine Gänsehaut. „Du solltest dir gut überlegen, was du zu mir sagst, sonst wirst du es bitter bereuen.“ Ich gab ein süßes kichern von mir und zwinkerte ihm zu, als sich zwei knochige Hände seine Schultern packten und ihn auf den Boden warfen.

 

Er lag nun rücklings vor meinen Füßen während meine Vogelscheuche langsam näher kam. „Was zur Hölle ist das?“ Sein lallen war fast verschwunden und auf seinem Gesicht bildete sich ein verzweifelter Ausdruck.

 

„Meinst du echt, du kannst hier weg, ohne mir etwas zu sagen?“ Mit seinen Händen versuchte er über den Boden zu kriechen, als er plötzlich aufschrie. Mein Küchenmesser steckte mitten in seiner Handfläche und durchbohrte diese.

 

„Ich will wissen, wie die anderen heißen und wo ich sie finden kann, du dreckiges Arschloch.“ Ich kicherte, hockte mich zu ihm runter und lächelte ihn süß an. Ohne eine Reaktion in seinem Gesicht zu sehen, spuckte er mich an und Fluchte herum.

 

Ich packte mit beiden Händen das Messer und drehte es einmal herum. Jay schrie auf und Tränen stiegen in seine Augen. „Ich weiß nicht, wo die anderen sind. Wirklich!“ Seine Stimme klang weinerlich.

„Dann sag mir wenigstens ihre Namen.“ Er gab mir keine Antwort, also winkte ich die Vogelscheuche zu mir rüber.

 

„Quäl ihn solange, bis er mir antwortet.“ Sofort holte sie aus und schlitzte Jay mit einem Hieb den Rücken auf. Er schrie laut auf und bettelte um sein Leben. „Bitte…Ich sage dir alles, was du willst…nur…lass mich  Leben.“

 

Ich hockte mich wieder zu ihm runter und hob sein Kinn an. „Also. Wenn du mir alles sagst, was du weißt, dann tu ich dir auch nichts. Versprochen.“ Sein jämmerliches Gesicht füllte sich mit Hoffnung und er fing an, mir einiges zu erzählen.

 

„Zuerst ist da Jace. Er ist derjenige, der alles bei uns plant. Skyler ist der Brutale. Wenn nichts anderes mehr geht, löst er alles mit Gewalt. Lion ist eher der stille und unscheinbare Typ, doch er hat eine extrem sadistische Seite an sich. Als letztes gibt es da noch Dean. Er ist unser Boss und hat uns zusammengebracht. Aber mehr weiß ich auch nicht also lass mich bitte gehen.“

 

Ich lachte und zog mein Messer aus seiner Hand. Nach einigen Minuten rappelte sich Jay unter schmerzen auf und wollte weglaufen, doch ich rief meiner Vogelscheuche zu, sie solle sich drum kümmern. Sie holte mit ihrer Sense aus und zerteilte Jay in zwei Hälften.

 

„Ich hab ja gesagt, dass ich ihm nichts tun werde.“ Ich kicherte und griff nach der freien Hand meiner Vogelscheuche. „Komm. Wir gehen weiter.“ Zusammen mit ihr verließ ich die Gasse und lief in Richtung Stadtrand.

Die anderen vier konnten sich auf etwas gefasst machen.

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