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Kennt ihr das Spiel Far Cry 3? Habt ihr euch auf den Wahnsinn eingelassen? Ich tat es. Die Story des Spiels, wäre ausbaufähig. Man erfährt einfach zu wenig über die Charaktere. Als ich anfing es zu spielen, fürchtete ich Vaas. Er ist der "Psycho" der alle tötet oder verkauft. Als das Spiel anfing, war er da und textete mich zu. Ja. Er machte mir Angst. Auch als er mich das zweite Mal bekam. Da wollte er mich und meine Freundin verbrennen. Aber im Spiel überlebt man. Die dritte Begegnung öffnete mir die Augen. Ob er mir schon mal gesagt habe, was Wahnsinn sei, will Vaas wissen. Er sitzt gemütlich auf einer Holzkiste vor dem gähnenden Abgrund eines Cenote, ein mit Süßwasser gefülltes Kalksteinloch, wie es die Majas benutzten, um Kriegsgefangene zu ertränken. Ich liege vor ihm, nicht ganz so gemütlich, die Hände gefesselt, die Knöchel an einen Zementblock gebunden. "Wahnsinn ist", erklärt Vaas mit leiser, hypnotischer Stimme, "wenn man dieselbe Scheiße wieder und wieder und wieder macht – und erwartet, dass sich was ändert. Das ist irre. Aber das erste Mal, als ich das hörte... echt ich dachte der verarscht mich. Also Boom. Abgeknallt. Das Ding ist, er hatte recht." Er erzählte weiter. Er erzählte, wie er die Leute sah, wie sie wieder und wieder und wieder dieselbe Scheiße machten und was anderes erwarteten. Dann rastete Vaas völlig aus. Nur weil ich, oder Jason, ihn ansah.

"Die Sache ist", fährt Vaas fort, "getötet habe ich dich schon mal. Und ich bin sicher nicht verrückt". Dann fällt ihm noch etwas ein. "Hab ich dir eigentlich schon mal gesagt, was Wahnsinn ist?", fragt er. Und tritt meinen Zementblock in den Abgrund.

Ich falle und befreie mich, muss Piraten töten. Ich spielte das Spiel jedes Wochenende, war ein vorsichtiger Spieler. Ich wollte jeder Schießerei aus dem Weg gehen, weshalb ich lieber quer durch den Dschungel lief, als ein Auto zu nehmen. Missionen musste ich mindestens 10 Mal neu anfangen, weil ich immer starb. Am nächsten Wochenende, war es anders. Ich musste mir Vaas's Definition von Wahnsinn wieder anhören, weil ich letztes Wochenende wieder starb. Und ja ... Er hatte so verdammt recht. Ich versuchte die Mission immer auf dieselbe Weise. An den Sniper schleichen mit Takedown von unten, auf das Dach klettern, sein Gewehr nehmen und alle anderen töten. Nur kam es nie so weit, weil ich gesehen wurde. Aber jedes mal dachte ich, "dieses mal wird es klappen." An dem Wochenende, wo es anders wurde, schlich ich einfach um den Außenposten rum, erstach den ersten, den ich einfach in den Fluss fallen ließ, stach die scheiß Hunde ab, knallte einen Sniper ab und dann alle andern. Ich gelangte relativ sicher zum Helikopter, der dann abstürzte. Und Vaas erwartete mich. Und wieder fragte er mich, "Hab ich dir schon mal gesagt, was Wahnsinn ist?" Ab da ging alles ganz schnell. Man wurde erschossen und sollte zu Vaas's Insel. Ich starb diesmal nicht, bei der Mission. Vorsicht war mir fremd. Ich stürmte rein und tötete, ließ die Tiger frei, damit sie die Piraten fraßen. Als alle tot waren, galt es, Vaas zu töten.

Das war eigentlich nicht schwer. Man musste seine 'Klone' erschießen. Mit 3 Treffern waren sie tot. Aber ich WOLLTE ihn nicht töten. Ich hatte angefangen Vaas zu mögen. Er hatte da was begriffen. Nein. Viel eher wollte ich ... das Jason stirbt.

Sieben Mal scheiterte mein Mordversuch an Vaas, weil ich es nicht versuchen wollte. Aber dann tötete ich ihn doch und brach in Tränen aus. Ich fühlte mich, als hätte ich einen Freund umgebracht.

Das Spiel ging weiter. Und ich veränderte mich. Ich suchte nun den Kampf, tötete einfach alles, was sich töten ließ, lachte dabei und jagte sogar die unschuldigen Zivilisten. Als es darum ging meinen Bruder im Spiel zu quälen, tat ich das nur zu gern. Das Spiel hatte ich durchgespielt und ging immer mal wieder auf die Insel von Vaas um die Rakyat zu töten. Das Volk, dem ich eigentlich angehöre. Unter Piraten waren es nur, "die scheiß Rebellen." und nun sah ich sie als Feinde. Aber es war ja nur ein Spiel.

Naja ... Zumindest dachte ich das. Die Veränderung nahm auch in der Realität ihren Lauf. Ich wurde aggressiv, wenn ich lange dasselbe tat. Also kündigte ich meinen Job. "Jeden Tag dieselbe Scheiße machen ist Wahnsinn! Verpisst euch doch mit eurem geregelten Leben!", schrie ich meinen Chef an. Doch meine Aggressionen ließen nicht nach. Etwas komisches passierte. Ich dachte darüber nach, zu töten ... einfach weil mir langweilig war. Ich sah im Internet nach Waffen. Ich bestellte mir eine Desert Eagle. Eine 44.

Ich freute mich, als sie ankam und übte gleich mal das Schießen im Garten. Ich werde dieses Gefühl nie vergessen, die Macht des Tötens in meinen Händen zu halten. Ich brauchte das Spiel nun nicht mehr. Nein ... Es war doch hier. Es war real. ICH war Vaas! Ich lag eines Abends im Bett und konnte nicht schlafen, weil es draußen zu laut war. Ich öffnete mein Fenster und schrie diese Pisser an. "Hey! Haltet eure verfickte Fresse! Mich juckt es nicht, was für Schlampen ihr in der Bar knallen wolltet! Fresse oder ich knall EUCH mal!" Die Kerle waren besoffen und pfiffen mir nach. (Ich bin Weiblich. Sollte man vielleicht erwähnen) Ich lachte abwertend und nahm meine Desert, entsicherte sie und erschoss sie. Gott! War das ein geiles Gefühl!

Es vergingen einige Wochen. Meine Wohnung verlor ich. Ohne Arbeit kein Geld. Ohne Geld keine Wohnung. Aber egal. Ich kam auch so gut durch. Wer brauchte schon eine Wohnung? Ich hatte einen anderen Ort gefunden. In einem Wald, baute ich mir so eine Hütte, wie es sie in Far Cry 3 gab. Wer mir auf die Nerven ging, den schleppte ich dort hin. Ich tötete nicht. Nein. Ich spielte nur. Schnitt ihnen Finger ab, zog ihnen die Haut stellenweise ab, behandelte sie mit Schlafentzug. Nur wenn sie langweilig wurden, knallte ich sie ab. Aber das war nicht genug. Ich wollte mehr. Ich wollte ... Vaas kennenlernen. Den echten Vaas. Den Kerl, der Vaas sein Aussehen gab.




Ich flog nach Kanada, wo er wohnte, lauerte ihm auf und lernte ihn kennen. Ich gab mich süß und zuvorkommend. Wir freundeten uns an. "Mike. Ich würde so gern mal auf eine verlassene Insel. Davon träum' ich, seit ich denken kann.", erzählte ich ihm. Er lachte und sagte nichts weiter dazu. 2 Wochen später, hatte er zwei Flugtickets nach Hawaii. Von dort aus schipperten wir mir einem Schiff, bis wir eine Insel fanden. Dort angekommen, bauten wir eine Hütte. Eine Schöne. Mike war Schauspieler. Er war gewisse Standards gewohnt. Heimlich baute ich noch einen Käfig. Als er fertig war, zeigte ich ihm den Käfig, stieß ihn rein und schloss ab. Ich hockte mich vor ihn und sah ihn. "Hab ich dir ... schon mal gesagt, was Wahnsinn ist?", fragte ich ihn und er sah mich mit großen Augen an. "Vaas...", flüsterte er.

Nein. Er war Vaas.

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Mike

Und ich würde ihn dazu machen. Ich schnitt ihm einen Iro, wie Vaas ihn trug, gab ihm die Klamotten, die Vaas trug. Und ich verpasste ihm die Narbe, die Vaas hatte. Mit einem rostigen Messer. Ich ließ ihn Teil haben an seinem Wahnsinn ... Und als er, nach Wochen, endlich wieder Vaas war, ließ ich ihn frei. Wir verweilten auf der Insel. Sie war unser Far Cry 3. Und wenn sich jemand dort hin verirrte, töteten wir denjenigen. Wir lebten das perfekte Leben. Fern ab von Wahnsinn. Wir hatten es begriffen. Wir waren ... geheilt.



Benutzer:vaas-sane

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