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Ich tat es nicht aus Spaß. Ich tat es auch nicht aus Befriedigung.Bearbeiten

Ich tat es, weil er es mir aufgetragen hat. Er sagte, wenn ich es nicht mache, stirbt meine Tochter.

Also tat ich es. So einfach ist das.

Das Blut der Frau fühlte sich warm an. Die scharfe Klinge meines Messers schnitt  wie durch Butter durch ihr Fleisch.  Noch lebte sie. Ich schaute ihr in die Augen. „Ich soll Ihnen etwas ausrichten.“ Während ich das sagte, schnitt ich weiter. In ihren Augen war der Schmerz und das Leid zu erkennen. Ihre Hand mit dem Diamantring,  der sehr teuer zu sein schien,  griff fest um mein Handgelenk.  Doch ich durfte nicht schwach werden. Lediglich einen Namen sollte ich ihr nennen und die Sache dann beenden. Nicht mehr und nicht weniger. „Thomas Benson.“ Pures Entsetzen zeichnete sich in ihren Augen ab.  In der gleichen Sekunde tat sie ihren letzten Atemzug  und aus ihrem Körper entschwand das Leben. 

Ich sah die Frau zum ersten Mal in dem kleinen Café am Bahnhof.  Sie saß ganz hinten rechts an einem kleinen runden Tisch mit zwei  Stühlen direkt am Fenster und schlürfte genüsslich ihren Tee. Sie hielt nichts von Kaffee.  Dadurch würde sie immer so aufgedreht sein. Das hatte sie mir erzählt, nachdem ich mich zu ihr gesetzt hatte und so tat, als würde ich mit ihr flirten. Nach einer Weile hatte ich ihr Vertrauen und unser Gespräch wurde inniger bis sie schließlich auf die Idee kam, unser Gespräch bei ihr zu Hause ein wenig mehr zu vertiefen. Was sie damit gemeint hatte, war mir durchaus klar.  Doch soweit würde es nicht kommen.

Es war spät Abends, kurz vor halb Zwölf um genau zu sein. Meine Tochter hatte ich schon vor Stunden wieder  zu meine Exfrau gebracht.  Ohne irgendwelche großen Worte zu wechseln hatte sie die Tür geöffnet, ließ unsere Tochter hinein  und schloss sie wieder. Seitdem war ich in meiner Stammkneipe und trank  ein paar Bier.  Ein Mann kam herein.  Die Türglocke, die sonst bei jedem Gast,  der herein kam, ihren markanten Ton  von sich gab, läutete diesmal nicht. Ich hatte nicht darauf geachtet,  ob sie bei meiner Ankunft in die Kneipe geläutet hatte.  Sie schien wohl kaputt zu sein. Der Mann setzte sich direkt neben mich an die Bar. Ohne ein Wort zu sagen griff dieser in seine Jackentasche,  holte eine Zeitung heraus, blätterte sie auf  und legte sie vor mich auf den Tresen.  Er zeigte mit seinem Zeigefinger auf einen Bericht. „Raubmord – Millionär Thomas Benson (46)  tot in seiner Villa aufgefunden“, stand in der Überschrift.  Laut des Berichtes war der Täter  mit der Millionenbeute noch auf der Flucht. Auch ein Schmuckset, bestehend aus einem Collier,  einem Armreif, Ohrringen und einem Diamantring, im Wert von mehreren hunderttausend Euro wurde entwendet. Ich fragte den Mann, was das mit mir zu tun hatte. Er erklärte mir, er wisse, wer der Täter sei und nur ich sei in der Lage, Rache für Thomas Benson auszuüben. Ich sollte den Täter umbringen. 

Nachdem ich mein Werk verrichtet hatte, verließ ich die  Wohnung der Frau und machte mich auf den Weg zum alten Güterbahnhof.  Dort sollte ich hinkommen, nachdem ich sie getötet hatte.

Es war sehr dunkel. Nur das kleine Licht am  Güterbahnhofsgebäude erhellte die Stelle, wo ich stand,  wenigstens ein kleines bisschen. Ich war alleine. Niemand war zu sehen. Plötzlich hörte ich eine Stimme hinter mir. „Hallo Stephen.“ Ich drehte mich um.  Der Mann aus der Kneipe stand direkt vor mir. Wie zum Teufel hatte er sich so leise an mich herangeschlichen?  „Du hast deine Aufgabe erfüllt. Dafür bin ich dir sehr dankbar.“  Er griff wieder in seine Jackentasche, holte diesmal  eine Karte heraus und ließ sie vor mir auf den Boden fallen.  „Heb sie auf und lies!“, sagte der Mann.  Ich bückte mich hinunter, griff nach der Karte und kam aus der Hocke wieder hoch.  Seltsamerweise war der Mann verschwunden.  Ich schaute auf die Karte und war schockiert. Die Karte stellte sich als Ausweis heraus und  dieser Ausweis gehörte Thomas Benson.

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