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Thorn (Prolog)

Bevor ich zu dem wurde, was ich heute bin, war mein Name Daniel. Daniel Elliots um genau zu sein. Gemeinsam mit meiner Mutter lebte ich in einer kleinen, in die Jahre gekommenen Hütte. Eben diese lag tief verborgen inmitten eines dichten Waldes, der wiederum an eine recht ansehnliche Kleinstadt grenzte. Wie diese hieß ist unwichtig. Auch wenn sie mit dieser Geschichte in tiefer Verbundenheit steht. Jedoch kann man das, was ich von ihr übrig ließ, wohl kaum als Stadt bezeichnen.

Jedenfalls waren meine Mutter und ich stets allein, hatten keine weitere Gesellschaft außer unseren eigenen Charakteren. Zudem versorgten wir uns größtenteils selbst. Mein Vater war schon vor vielen Jahren von uns gegangen. Bei einem Jagdunfall gestorben. Damals war ich gerade einmal sieben Jahre alt. Seit seinem unerwarteten Ableben musste ich nun für das Fleisch sorgen, das jeden Abend auf die Tafel kam. Denn Geld hatten wir bedauerlicherweise nicht im Überfluss. So konnten wir es uns nicht alltäglich leisten welches zu kaufen. Und so jagte ich Rehe, Hirsche und andere Tiere des Waldes. Schlitzte sie mit meinem Messer auf, nur damit einen weiteren Tag unser Überleben gesichert war.                                                             

Die Menschen in der Stadt sollten uns dankbar dafür sein, dass das Wild nicht mehr frei umher lief und in ihre „heiligen“ Stadtmauern eindringen konnte. Da Diese durch meine eigene Hand noch vorher erlegt wurden. Doch stattdessen verspotteten sie uns, verachteten uns als Menschen und ließen meine Mutter für immer weniger Lohn immer erbarmungsloser Schuften. Und das ohne ersichtlichen Grund. 

Wir konnten uns, durch die grundlose Grausamkeit der Menschen, mit Müh und Not Kleidung, Nahrung, Wasser und Strom leisten.  Doch für mehr als das Nötigste reichte das Geld nicht aus. Doch dies war in Ordnung. Zumindest für mich.  Denn in der kleinen Hütte, die wir unser Eigen nennen durften, waren die Wände dünn und ich konnte deutlich Geräusche von der anderen Seite der Wand vernehmen, wenn sich der Himmel schwarz färbte und Nacht im Wald herrschte. Stets hörte ich wie meine Mutter sich in den Schlaf weinte und unbeantwortete Gebete für ein besseres Leben zum Allmächtigen empor schickte. Sie schlief unruhig und manches Mal überhaupt nicht. Aus diesem ungesunden Schlafmangel resultierte die auch am Tage vorhandene Müdigkeit. In ihren, von tiefen Ringen unterlegten, Augen wurde auch im Licht des Tages die Resignation sichtbar. Doch um ihre Qualen erkennen zu können, durfte man gewiss nicht vollkommen von Ignoranz und Torheit geblendet sein. Doch tragischer Weise schienen eben diese erblindeten Augen den Stadtmenschen zu gehören. Denn sie schienen die abgrundtiefen Depressionen meiner Mutter einfach zu ignorieren. Sie wirkten allesamt, als würden sie nicht begreifen, wie der Glanz aus ihren Augen entschwand. Wie das Leben in ihr immer weiter dem eisigen Tode wich. Ich war vermutlich der Einzige, der begriff was mit ihr geschah. Auch wenn sie versuchte die Anzeichen ihrer Leiden in meiner Anwesenheit geschickt zu verschleiern.


Und mit ihren Depressionen wuchs meine Sorge um sie. Ich liebte meine Mutter, denn nach dem Tod meines Vaters, war sie alles was mit an Geborgenheit und Wärme im Leben geblieben war. Und ich konnte es kaum ertragen sie in diesem grauenvollen Zustand der Schwäche zu sehen. Es zerstörte mich von Tag zu Tag mehr und von einem bestimmten Moment an begann ich die Verantwortlichen für dieses Elend zu hassen. Die Menschen in der Stadt, die an meine Heimat- den Wald- angrenzte. Jedoch …  Wer kann mir schon sagen, dass nur die Leute in dieser Stadt solch grausame und rücksichtslose Wesen sind? Sind nicht alle Menschen in dieser Hinsicht gleich? Auch wenn sie es bis zum Ende hin versuchen würden, es leugnen.

Um unnötige Kosten zu sparen verzichtete ich nach freiem Willen darauf, weiterhin die Schule zu besuchen. Diese Entscheidung ist nun zwei Jahre gefallen. Ich habe schon immer dieses Drecksloch von verdammter Hölle aus tiefster Seele verabscheut. Meine Mitschüler verspotteten mich, Freunde habe ich mein ganzes Leben lang missen müssen und jeden einzelnen Tag aufs Neue zogen sie über mein Aussehen her. Sogar wenn sie sich meiner Anwesenheit bewusst waren und ich jedes Wort, das über ihre falschen Zungen schnellte, mit anhören konnte. Sie alle fanden es abartig, dass ich daheim nicht allzu große Auswahl an Kleidung hatte und somit auch mehr oder weniger dasselbe wieder und wieder trug. Meine Kleidung war in schlichtem Grau, Weiß, Schwarz oder Braun gehalten, meine Schuhe waren alt und verunreinigt durch getrocknete Erde und meine Haare meist ungekämmt in alle Himmelsrichtungen abstanden.  Anfangs wollte ich ihnen noch gefallen. Wollte einfach dazu gehören. Doch nach einiger Zeit gab ich meine schlecht gespielte Rolle auf und distanzierte mich soweit es mir nur möglich war von den Anderen. Wurde zum vollkommenen Außenseiter der gesamten Schule. Noch lange  vor meinem Abbruch, hatten sowohl Lehrer als auch Schüler resigniert. Hatten es aufgegeben mich dazu zu bringen mich meinen Mitmenschen zu öffnen. Hassten mich wie die Pest. Und meine Wenigkeit hasste sie alle noch ein großes Stück mehr.

Nun arbeitete ich bei solchen schlecht bezahlten Tagesjobs, Die kaum genug einbrachten, um eine Maus mit Nahrung zu versorgen. Geschweige denn von einem menschlichen Wesen. Doch ich musste unbedingt etwas dazu verdienen, um meine Mutter zu unterstützen. Jedoch reichte es gerade aus um die anfallenden Rechnungen zu begleichen. Ich ahnte, dass meine Mutter bald schon keine Kraft mehr haben würde, um ihre erniedrigende Arbeit wie bisher fortzuführen. So suchte ich verzweifelt nach einer gut bezahlten Stelle, damit sie endlich bei ihrem kündigen konnte. Doch niemand, der noch im Besitz eines letzten Restes von gesundem Menschenverstand war,  schien einen minderjährigen Jungen einstellen zu wollen, der dazu noch im Alter von gerade einmal fünfzehn Jahren die Schule abgebrochen hatte. Also musste ich weiterhin diese lästigen, minderwertigen Arbeiten verrichten, die mich mehr Kraft kosteten, als es meine Entlohnung vermuten ließ. Doch ich musste mich damit zufrieden geben was ich hatte.

Ab einem gewissen Punkt verließ mich meine Standhaftigkeit, die ich über all die Jahre hinweg habe aufrecht erhalten können. Und so glitt ich langsam und schleichend in die Verzweiflung und Resignation ab. Jedoch verließ mich nie mein Wille. Denn ich wollte weiter machen, für meine Mutter. Denn niemals würde ich den Sinn dieses erbarmungslosen Kampfes aus den Augen verlieren. Nicht einmal in den schwersten Zeiten würde ich die Bedeutung dieses destruktiven Krieges vergessen. Ich kämpfte für meine Mutter, die Frau, die mich großgezogen hatte. Ebenso die Frau, die alles für mein Wohlergehen geopfert hatte, selbst ihre eigene Gesundheit. War es da nicht an mir, ihr etwas für ihre zahlreichen Entbehrungen zurückzugeben? Warum sollte ich nicht auch ein paar Opfer für sie bringen? Jedoch … Kann man dies überhaupt so nennen, was ich tat? Denn letztendlich hatte ich nur Dinge in meinem Leben aufgegeben, die ich zutiefst verabscheut hatte. Also musste ich eine andere Möglichkeit finden, ihr zu beweisen wie sehr ich mich um ihr Wohlbefinden sorgte. Und nach langer Zeit des stillen Denkens, fand ich die einzige Lösung dieses enormen Problems.

Nachts stand ich auf, zog ich mich an und schlich mit lautlosen und fast schwebenden Schritten, möglichst unbemerkt, aus dem Haus. Ein paar Schritte vor der Türe entfernt hielt ich dann inne und ließ meinen angehaltenen Atem entweichen. In Folge der finsteren Gedanken, die durch meinen Kopf schwirrten, war jeglicher Muskel, der seinen Platz in meinem Körper fand, fast bis zum Zerreißen angespannt. Eine leise, flüsternde Stimme in meinem Kopf riet mir, keinen Schritt mehr zu wagen, umzukehren und mich einfach wieder schlafen zu legen. Auf ihre Worte hin, folgte eine tiefere, um ein Vielfaches lautere Stimme, die mich durch gellendes Brüllen zu verstehen gab, dass ich mich nicht beirren lassen sollte, und nichts mich von meinem jetzigen Vorhaben abbringen konnte. Meine Ohren klingelten in unangenehmen Ausmaße, selbst als das infernalische Kreischen schon längst verstummt war.

Für ein paar Sekunden war ich tief zerrissen, welcher der Stimmen ich Folge leisten sollte. Nach ewig scheinenden Momenten fasste ich einen Entschluss. Ein letztes Mal tat ich einen tiefen Atemzug. Eiskalt erfüllte die Nachtluft meine Brust. Sie stach in mir wie Klingen, doch der Schmerz belebte mich auf seltsame Art wieder. Mit entschlossenem Blick starrte ich dann auf die dunklen Schemen der Bäume vor mir. Knackende Geräusche ertönten. Wie von fremder Hand gesteuert, bewegten sich meine Füße über den, durch nächtliche Schwärze gefärbten, Waldboden. Ich würde diesen elenden Krieg, von dessen Kämpfern nur der eine einen Namen trug, enden lassen. Keine Opfer würde ich scheuen. Ohne bloße Gedanken an Reue, Angst oder Schmerz würde ich voran schreiten.

Fast tonlos rannte ich nun, geblendet von meinem Vorhaben, durch die Finsternis des, mir schon seit Kindertagen vertrauten, Waldes. Nach gefühlten Stunden des Laufens und der vollkommenen Dunkelheit, konnte ich die grellen Lichter der Stadt in der Ferne ausmachen. Allein ihr Anblick schmerzte in meinen, an Schwärze gewöhnten, Augen. Musste trotzallem breit grinsen. So nah war ich meinem Ziel. Mit vor Kälte zittrigen Fingern griff ich nach dem schwarzen Stoff meiner Kapuze. Zog sie hinunter, bis hin zu meinen Augen. Diese Menschen, so einfältig sie nun einmal waren, würden glauben, ich wollte unerkannt durch ihre Straßen wandeln. Doch dies stimmte nun wirklich nicht. Sie sollten wissen wer es tat. Alle sollten sie den Namen des Unheils kennen, welches über ihre Stadt hereinbrach. Fürchten sollten sie mich. Meine Taten verabscheuen und zugleich in Gedanken an sie vor Angst erzittern. Für die ihren, würde ich sie strafen. Denn sie waren nicht minder grausam als ich, wenn sie gedankenlos die Leben anderer zerstörten. Brennendem Feuer gleich erfüllte Wut meinen Körper und wärmte mein Innerstes in kühler Nacht.


Zu Fäusten ballten sich meine Hände und einen Augenblick lang, ertrug ich den Anblick der in weißliches Licht gehüllten Fassaden nicht länger. Meine Augen strichen an der Grenze zum Schatten entlang. Durch eine einzelne dunkle Linie wurde dieser vom Lichte getrennt. Noch umfing mich der Schutz der Dunkelheit. Jedoch musste ich diesen nun verlassen. Denn mein Ziel umgab sich mit dem fälschlichen Schein der Straßenlaternen. Grelles Licht traf auf schwarzen Stoff und bildete helle Linien, die sich entlang der Schatten bewegten. Wieder hielt ich inne. Doch dieses Mal diente mein Stehenbleiben der Orientierung. Dann schlich ich, das Licht der Laternen möglichst meidend, durch die leeren Straßen. Nach ewig scheinender Suche kam endlich mein Ziel in Sicht. Ein hübsches, weißes Haus. Glich fast einer kleinen Villa. So weit weg von der Wildnis des Waldes wie nur möglich. Fast tat es mir leid, die wohlverdiente Nachtruhe der Inhaber stören zu müssen. Ein kurzes Auflachen entwich mir bei meinem eigenen Witz. Natürlich hatten sie es verdient. Alles was ich ihnen antun würde, hatten sie verdient. Um mir Zutritt zu der Behausung zu verschaffen, suchte ich nun nach einem niedrigen Fenster oder ähnlichem wie einer Leiter. Wieder dieses infernalische Kreischen in meinem Kopf, welches mich aufforderte, meine Suche zu beenden und den wohl unkompliziertesten aller Wege zu gebrauchen. Die Tür. Ein leichtes Nicken meinerseits ins dunkle Nichts hinein. Schleichend näherte ich mich, mit immer noch klingelnden Ohren, der vorderen Hauswand. Eine kurze Treppe trennte mich von dem Inneren des Hauses. Die hölzernen Stufen gaben knarzende Töne von sich, als ich meine Schritte auf sie setzte. Dieses Geräusch kam mir in der unendlichen Stille laut wie ein Pistolenschuss vor. Erschrocken zuckte ich zusammen, als der Knall nahe meinen Ohren ertönte. Wieder und wieder.

Angst stieg für wenige Momente in mir auf. Hatte ich jemanden durch die Laute auf der Treppe aus dem Schlaf gerissen? Doch auch wenn ich jetzt jemanden geweckt hatte, würde ich weitergehen. Verzweifelt redete ich mir ein, dass meine Ohren mir einen Streich spielten und schritt voran. Denn mein Verlangen nach Rache wuchs von Sekunde zu Sekunde, und um jeden Preis würde ich dieses befriedigen. Und es gab kein Zurück. Mit eisernem Griff umschloss meine Hand das eisig kalte Metall der Türklinke.

Ohne einen Funken Hoffnung, dass sich die Tür öffnen würde, zu hegen, ließ ich die Kälte des Metalls durch meine Haut hindurch in meinen Körper fließen. Wirklich trauen tat ich der Stimme in meinem Kopf nicht. Jedoch würde ich es versuchen. Denn, was hatte ich schon für eine andere Wahl? Nach diesen Überlegungen bewegte ich die Türklinke langsam nach unten und begann innerlich darüber zu lachen, was für ein naiver Idiot ich doch schlussendlich war. Ein leises, metallenes Klicken ließ mich mit jedem einzelnen Muskel zusammenzucken. Mit einem kaum hörbaren Knarzen sprang die Tür auf und fast erschrocken ließ ich die Türklinke los. Die Stimme hatte also recht? Ha ha, wie dämlich waren diese Leute eigentlich? Hatten die keine Angst vor Einbrechern? Die würden sich noch wünschen, sie hätten die verdammte Tür abgeschlossen, das konnte ich garantieren.

Mit fast schwebenden Schritten schlich ich durch das riesig wirkende Haus. Jeder Schritt erzeugte leise Laute auf hölzernem Boden. Von Abscheu erfüllt betrachtete ich die Familienfotos an den Wänden. Drei Menschen grinsten mir breit entgegen. Nur zwei erkannte ich. Eine recht hübsche, blonde Frau und ein bierbäuchiger, etwas älterer Mann mit schütterem, dunklen Haar. Beide widerten sie mich zutiefst an. Wartet nur. Bald werde ich euch das elende Lächeln aus dem Gesicht wischen. Für immer.

Noch eine Treppe hinauf. Jede Bewegung meines Körpers schien ein viel zu lautes Geräusch zu verursachen. Vor Anstrengung und  Zorn knirschte ich mit den Zähnen. Bis ich endlich die Tür am Ende des Ganges erreicht hatte. Die weiße Farbe strahlte mich in der Schwärze der Nacht förmlich an. Wie eine stumme Einladung zum Eintreten. Mit einem Tritt stieß ich sie auf. Auch nicht abgeschlossen. Natürlich. Schleichend und leise wie ein Schatten trat ich in das dunkle Zimmer. Schnell stellte ich fest, dass das Geräusch meines gewaltsamen Eindringens jemanden geweckt hatte. Sie hatte sich im Bett aufgesetzt, hielt sich die Decke vor die Brust und starrte mich ohne jegliches Anzeichen von Müdigkeit an. Die Frau von dem Bild an der Wand.

Starrte, während ein breites Grinsen meine Lippen umspielte, unverwandt zurück. Da meine Augen- durch die Kapuze- in ihrem Blickwinkel im Schatten lagen, war mein boshaftes Lächeln das wohl Einzige, was sie von meinem Gesicht sah. Mein recht unerwartet scheinender Anblick schien sie zu erschrecken. Denn ich konnte amüsiert beobachten wie ihr gesamter Körper zusammenzuckte. Ihre blauen Augen weiteten sich voller Angst. Dieser Ausdruck faszinierte mich auf seltsame Art und für einen kurzen Moment, konnte ich mich nicht rühren. Jedoch fing ich mich nach diesem kleinen Kontrollverlust wieder, löste die Starre und umschloss langsam den Griff meines Jagdmessers. Ein mächtiges Gefühl durchströmte mein Innerstes. Das künstliche Licht von draußen ließ das Metall der Klinge fast schon spöttisch glitzern. Immer fester umschlang den kalten Griff des Messers. Fühlte mich bereit es endlich zu tun.

Die Frau erblickte meine Waffe. Tränen erfüllten plötzlich ihre Augen. Ihr von Angst wässriger Blick richtete sich wieder auf mein Gesicht. Ich konnte deutlich das Flehen um Gnade in ihren Augen sehen. Es kam mir fast vor, als würde sie sowohl mir als auch Gott stumme Gebete entgegenbringen. Doch in einem Punkt waren der Typ da oben und ich uns einig. Wir würden ihr Betteln nicht erhören. Mein Grinsen wandelte sich allmählich in eine  boshafte Grimasse um. Näherte mich mit einem einzigen großen Schritt dem Bett in der Mitte des Raumes. Kurz schweifte mein Blick hinüber zu der Silhouette des schlafenden Mannes, mein eigentliches Opfer. Dann wandte ich mich wieder der Dame zu. Schlich zum Bettrand. Die Angst ließ ihren Körper erstarren.

Als ich den Arm hinauf hob und mein Messer in der Nähe ihrer Schulter senken wollte, schrie sie schrill und angsterfüllt auf. Ich unterdrückte angestrengt ein Lachen. Wie wundervoll dieser Schrei klang! Die Angst in ihrer Stimme und ihren Augen war unbeschreiblich. Aber das wohl Befriedigendste daran war das Wissen, dass ich der Grund ihres Grauens war. Ihre Furcht galt mir. Mir und dem Messer in meiner Hand. Und niemand, wirklich niemand, der auf dieser von menschlicher Dummheit und Finsternis getrübter Erde wandelte, konnte mir diese beispiellose Wärme nehmen, die ich in diesem Moment in meinem Innern fühlte. Noch nie hatte ich etwas Vergleichliches gespürt. Zuvor war alles kalt und taub in mir, doch das Grauen in den Augen eines anderen Menschen belebte mich wieder. Diesmal konnte ich mir ein kurzes Auflachen nicht verkneifen. Weiterhin starrte die Frau mich mit Entsetzen und Bestürzung im, von Tränen durchweichten, Blick an.   

Aus dem Augenwinkel nahm ich eine leichte Bewegung wahr. Ein leises, tiefes Stöhnen drang durch die währende Stimme an meine Ohren. Die eigentliche Hauptperson des Spektakels  schien langsam zu erwachen. Wurde ja auch Zeit. Fast hätte er die schöne Show verschlafen. Kurz wandte ich meine Aufmerksamkeit dem Typen zu, der erst mich, dann seine Gattin schlaftrunken musterte. „Gut, dass sie wach sind, Mister Goodman. Hätten sie das Folgende verschlafen, wäre ich ziemlich beleidigt gewesen.“ Selbst in meiner Stimme war das Grinsen zu hören. Sein Name, er ist so ironisch. All seine vergangenen Taten drangen als wider-wertige Bilder in meine Gedanken. Ließen Ekel und Abscheu in mir aufsteigen. Diese Person hatte nichts mit einem guten Menschen zu tun. Absolut gar nichts.

Die Augen des Mannes wurden groß und die gleiche Angst, wie bei der Frau, ließ seinen Blick leicht wässrig werden. Wieder dieses mächtige Gefühl in meinem Inneren. Doch gleichzeitig erfasste mich eine eisige Kälte. Eisig kalte Wut durchströmte mich. Die Wärme der Befriedigung entschwand in Gänze und ließ nun wieder vollendete Leere in meinem Leib zurück. Und wieder ballten meine Hände zu Fäusten, was sich mit dem Messer in meiner Rechten als recht schwierig erwies. Nur noch einen Moment. Nur noch einen Moment lang musste ich mich beherrschen, den Zorn und Hass unterdrücken, nur noch einen Moment … Wie ein Mantra schossen diese Worte durch meinen Kopf. Meine Fingernägel gruben sich tief in mein eigenes Fleisch. Beide Hände bluteten, doch ich fühlte keinen Schmerz. Nur Taubheit.

Nun wandte sich meine Aufmerksamkeit wieder der Frau, mir gegenüber, zu. Mein Blick wurde wieder eiskalt, nur der Druck des Hasses in meiner Brust blieb bestehen und lastete schwer auf meiner Seele. Und schon im nächsten Augenblick, ehe ich mich wieder unter Kontrolle hatte, konnte ich ein befriedigendes Knacken vernehmen. Die scharfe Klinge prallte mit kraftvollem Schlage auf ihren Schulterknochen. Das Gebein zerbarst in glasige Splitter. Im ganzen Raum ertönte der Laut des Zerbrechens und sie schrie laut auf vor Schmerz. Wieder ein Lachen meinerseits. Es klang fast noch lauter als der Schmerzensschrei. Die Wärme kam zurück, stärker diesmal. Wie ein Feuer, das glühend heiß in mir brannte. Ihre Hand tastete nach der gebrochenen Schulter. Umfasste die Quelle ihres Schmerzes. Ich reagierte, immer noch vor mich hin lachend und glucksend, durch einen schnellen Hieb mit dem Messer.

Eigentlich wollte ich ihr die Klinge in die Hand rammen, doch zu meinem Bedauern (oder doch eher Freude) bewegte sie sich, ich verfehlte und Blut besprenkelte dunkelrot meine Kleidung. Sowohl Zeige- als auch Mittelfinger wurden sauber abgetrennt und befleckten nun durch die zertrennten Blutgefäße die weiße, jetzt von dunklerer Farbe durchzogene Bettdecke. Der Geruch ihres süßen, metallischen Blutes erfüllte mich und ein fast animalischer Laut, einem Knurren gleich, entrann meiner Kehle. Wieder schrie sie auf, ebenso wie ihr Ehemann. Musik in meinen Ohren. Ich nenne sie die Symphonie des Schmerzes. Wundervolle Klänge durchströmen die Räumlichkeiten. Genieße sie in Gänze.

Ich schätzte die Größe der Frau ab und stach voller Vergnügen mit meinem blutbefleckten Messer blind durch den verschmutzten Stoff der Bettdecke. Ihr Schmerzensschrei verriet mir, dass ich, unerschütterlich wie ich nun einmal war, ins Schwarze getroffen hatte. Ein tiefer Schnitt klaffte nun quer über ihren Bauch und das nun austretende Blut gab der vorher blütenreinen, jetzt aufgeschlitzten Decke, endgültig den Rest. Die zerfetzte Menschenhülle gab mir einen Blick auf das „Innenleben“ ihres Körpers frei. Durch den Riss im Stoff hindurch griff ich nun, und schnitt mit der Klinge in sämtliche Innereien, die ich zu fassen bekam. Ich wollte sie verbluten sehen. Es war mir gleich wie lange sie brauchen würde um zu sterben, Hauptsache sie schied endlich dahin. Sie hatte es nicht verdient zu leben, genauso wenig wie der Herr neben ihr auf dem Bett.

Das Weib schrie nun ununterbrochen, stöhnte und keuchte auf vor Schmerz. Erbrach sich letztendlich sogar unerwartet vor meinen Füßen auf dem Boden. Konnte gerade noch einen Satz zurück machen um zu verhindern, dass das widerlich stinkende Zeug auf meinen Klamotten landete. Habe schon immer dieses Gemisch aus Magensaft und halbverdauter Nahrung kaum ertragen können. Weder den Anblick, noch den penetranten, ätzenden Geruch. Angewidert, jedoch mit einer eigenartigen Befriedigung im Innern, musterte ich die Massen an dunklem Blut in dem Erbrochenen. Ihr Atem wurde allmählich flacher und ihr Keuchen schien immer rasselnder und angestrengter zu klingen. Auch wenn es mich freute, sie langsam verbluten zu sehen, ich wollte mich endlich meinem wahren Opfer zuwenden. Also musste ich mich ihrer entledigen.


Mein Blick wendete sich gleichgültig von der Sterbenden ab und mit aufsteigendem Hass und eisigem Blick starrte ich in die blaugrauen Augen dieses widerlichen Drecksacks. Sie waren erfüllt von Schmerz, Angst und Ekel. Ich lachte laut auf, als ich direkt in seine wässrigen Augen blickte und die Furcht überaus deutlich in ihnen erkennen konnte. Hielt ihm mein Messer direkt unter die Nase. Er schien meine kleine „Geste“ zu verstehen und ich vernahm sein leises, jämmerliches Wimmern. Seine Augen füllten sich langsam mit Tränen und ich beobachtete erfüllt von unbändiger Freude, und doch mit aufsteigender Verachtung, wie sie heiß seine Wangen hinunterliefen. Ein erwachsener Mann, der bei solch einem wunderbaren Anblick weint? Wie verweichlicht doch die Menschheit ist! Diese Tat sollte keine Tränen in menschlichen Geistern hervorrufen. Nein, ganz und gar nicht. Denn ich habe sie befreit. Befreit von all ihren Sünden. Bald wird sie aus dem Leben gewichen sein. Selbst sie kann ihre Erlösung finden. Und allein ich habe sie, von Blut ummantelt und durch Schmerzen gepeinigt, auf diesen Pfad geführt. Was für ein erheiternder und amüsanter Gedanke das doch war.

Da der Typ nicht viel Unterhaltung zu bieten hatte, wandte ich mich wieder der im Sterben liegenden Frau zu. Das Blut zog sich nun, einem dunkelroten, eleganten Fluss gleich, über das ganze Bett und tropfte schnell hinunter auf den vorher rein weißen Teppich. Wieder starrte ich in ihre angsterfüllten, jedoch glasig werdenden Augen und mein grausames Grinsen, das für einige Momente in der Kälte verschwunden war, breitete sich wieder auf meinem Gesicht aus. Erfüllte nun breit und finster meine Miene. Hier würde es enden, hier würden sich unsere Wege scheiden. Doch erst noch ein wenig mein schönes Spiel weiterführen. Doch da die Frau dem Tod schon so nah war, ihm eigentlich schon die Hand zum Führen reichte, wieso sollte ich sie dann noch lange leiden lassen? Ha ha, der war gut. Natürlich würde ich sie leiden lassen. Und erst der Tod könnte sie erlösen. Ich könnte es schnell beenden. Doch ich tue es nicht. Sie sollten beide für ihre Taten bezahlen. Konnte ihnen einfach nicht vergeben, was sie mir und meiner Familie angetan hatten. Sie würden büßen. Und ich hatte auch einen überaus genauen Plan wie ich das anstellen würde. Noch einmal hob ich das von Blut beschmutzte Messer. Setzte es unterhalb ihres Wangenknochens an.


Ein sauberer Schnitt aus dem nach ein paar Augenblicken das Blut quoll. Doch zu diesem Zeitpunkt gruben sich meine Finger schon unter die aufgeschlitzte Haut, packten fest zu und rissen die Hülle, samt Fleisch in Fetzen vom Gesicht. Ihre Schreie, aus reinem Schmerz geboren, waren nur noch schwach, leise und gurgelnd. Sehr gut, wir näherten uns dem Finale. Achtlos ließ ich die Hautfetzen, mit einer einzigen Bewegung meiner Hand, hinter mir landen. Hörte wie das blutige Zeug gegen die Wand hinter mir klatschte und die weiße Wand blutrot färbte. Hatte keine Verwendung für derlei Dinge. Dann ließ ich die Klinge beinahe sanft und liebkosend über das frei liegende Fleisch gleiten. Ihr dunkles Blut floss in Strömen über ihr Kinn und ihren Hals hinunter. Langsam beugte ich meinen Oberkörper zu der Sterbenden hinunter. Meine Lippen berührten ihre langsam erkaltende Haut. Leckte den Lebenssaft von ihrem Hals. Der warme, herrliche Geschmack des fremden Blutes erfüllte meinen Mund in Gänze. Genoss ihn zutiefst. Und doch war ich angewidert von mir selbst, zumindest in diesem Augenblick. Doch das erdrückende, niederschmetternde Gefühl verflog schnell wieder.


Nun folgte der finale Schlag. Doch es würde nicht schnell vorbei sein, so gnädig war ich nicht. Mein Messer legte sich sanft an ihren Hals. Umschmeichelte ihre Haut. Ihr starr werdender Blick richtete sich im Angesicht des Todes geradeaus. Sie konnte ihren Mörder einfach nicht ansehen während er sich an ihrem Leid ergötzte. Ich verstand es. Doch ich war mir egal. So presste ich meine freie, blutüberströmte Hand gegen ihre unverletzte Wange und drehte ihr Gesicht gewaltsam in meine Richtung. Nun musste sie mich ansehen. Konnte meinen Anblick nicht mehr meiden. Ich erhöhte den Druck auf das Messer, das langsam in die weiche, papierne Haut eindrang. Ein stummer Schmerzensschrei entwich ihrem Mund. Erneut spritzte Blut auf meine Hände. Floss in feinen Rinnsalen über meine Handgelenke, in die Ärmel meines Kapuzenpullovers. Das tiefe Schwarz wurde von blutigem Rot durchzogen und wieder stieg diese angenehme Hitze in mir auf. Mit einem kräftigen Hieb zog ich mein Messer zurück und ließ es von ihrem Hals verschwinden.


Ich hatte die Halsschlagader durchtrennt und hörte nun auf ihren Kopf mit meiner Hand zu stabilisieren. Kraftlos sank sie zusammen. Der letzte Rest Blut, der sich noch in ihrem entstellten Körper befand, floss nun in einem kräftigen Dunkelrot aus der tiefen Schnittwunde in ihrem Hals und färbte alles um mich herum in dieser wunderbaren, lieblichen Farbe. Ihr Körper erschlaffte langsam, aus ihren Augen wich das Leben, nur die Angst und der Schmerz blieben in ihnen bestehen. Meine Hände zitterten heftig vor Spannung. Fast ließ ich das Messer auf den blutbefleckten Boden fallen, so sehr bebten meine Hände. Meine Augen wurden immer größer und ich war wie in Ektase. „Stirb! Stirb endlich! Komm schon, Schlampe, hör auf gegen dein Schicksal anzukämpfen!“ flüsterte ich mit bebender, von Befriedigung heiserer Stimme. Ihr Mund öffnete sich, wahrscheinlich um ein paar letzte Worte zu sprechen, doch stattdessen flüchtete nur ein letzter Atemzug aus ihrem Körper. Ihr Leben erlosch. Das ging aber schnell … Ich hätte erwartet, dass sie länger durchhält. Na ja, wie dem auch sei.    

Endlich konnte ich mich voll und ganz dem Star des heutigen Abends zuwenden. Er weinte immer noch, seine Augen wirkten, als drohten sie jeden Moment zu zerfließen. Angst, Trauer und Schmerz mischten sich mit grausamer Härte in dem Blaugrau. Er zitterte am ganzen Leib. Wimmerte in seiner Furcht vor dem Angesicht des Todes. Wie erbärmlich! Er hatte gesehen, was mit seiner Frau geschehen war und schien zu erahnen, dass sein Schicksal noch grausamer sein würde als das Ihre. Bei diesem amüsierenden Gedanken, schien mein bösartiges Grinsen die Grenzen meines Gesichtes zu überwinden, so weit reichte es. Ein abscheulicher, penetranter Gestank auf seiner Seite des Teppichs offenbarte mir, dass er sich bei meiner kleinen Show eben übergeben hatte. Und das nicht nur einmal.

Es schien, als wollte er Etwas sagen, wahrscheinlich um sein elendes Leben flehen, doch ich konnte nur fast tonloses, armselig klingendes Jammern erfassen. Ich lachte bei diesem Tönen laut auf. Brach sogar vor Freude in Tränen aus. „Sein sie doch nicht traurig, Mister Flynn. Das war doch erst der erste Akt der Vorstellung. Jetzt folgt Akt zwei, der Hauptteil.“ spottete ich lauthals lachend. Er starrte mich mit seinem ängstlichen Blick direkt an und plötzlich sah ich etwas in Ihm aufblitzen. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen. Es wirkte als wäre er … wütend? Wirklich? Ist das sein Ernst? Wegen dem dämlichen Ausdruck in seinem Gesicht verlor ich meine Beherrschung. Warf mich vor Lachen auf den blutigen Boden und wälzte mich von einer Seite zur Anderen. Aber schon nach kurzer Zeit beruhigte ich mich und stand, nun vollends in Blut getränkt, wieder auf. Von dem ganzen Gelache fehlte mir der Atem und ich brauchte ein paar Sekunden um mich wieder zu fangen.

Ich konnte sehen, dass mein Opfer die ganze Zeit meiner scheinbaren Wehrlosigkeit nur stillschweigend auf dasaß und nicht eine einzige Bewegung tat. Er hätte mich töten können. Jetzt und hier. Und doch hat er es nicht getan. Ein großer Fehler. Und es würde ihm leidtun, dass er nicht die Hand gegen mich erhoben hatte. So zog ich wieder mein Messer und ging mit langsamen Schritten und drohendem Blick auf mein nächstes Opfer zu. Sah den Kopf des Mannes zucken. In Richtung Tür. Es war nur ein winziger Augenblick, trotzallem entging mir diese hektische Bewegung nicht. Und sofort wusste ich genau was er vorhatte. Vorherseh-bar, so vorhersehbar. Still und bewegungslos, meine Wut im Zaume haltend, stand ich vor seinem Bett und wartete eine gefühlte Ewigkeit, bis er sich endlich aus seiner Angststarre löste und vom Bett aufsprang. Mit steif und überstürzt wirkenden Bewegungen stürmte er direkt an mir vorbei, stieß die, eigentlich schon längst geöffnete, Tür auf und verschwand aus dem blutbespritzten Schlafzimmer. Ein leises Kichern entfuhr mir. „Lauf nur, du kannst mir sowieso nicht entkommen.“ flüsterte ich fast tonlos und schritt gemächlich durch das Zimmer, in Richtung der aus dem Angeln hängenden Tür.                                               

Dort angekommen, drehte ich mich noch einmal um und betrachtete stolz mein Werk. Das Blut bildete kunstvolle Muster auf dem Teppich und noch immer fielen einzelne Blutstropfen zu Boden. Das einst schneeweiße Ehebett hatte sich nun komplett rot verfärbt. Und mitten in dem blutroten Meer, ruhte der geschundene Leichnam der Frau. Ihr Name ist mir entfallen. Doch er wird wohl kaum mehr von Bedeutung sein.

Der Kopf leicht zur Seite geneigt, der rechte Arm leicht abgespreizt, jeder Muskel leblos und erschlafft und die Haut zu einem hellen, milchigen Weiß verblichen. Ein neues, zufriedenes und düsteres Grinsen huschte über mein Gesicht. Dann fiel mein Blick auf das Messer in meiner Hand. Wieder funkelte der kalte Stahl der Klinge leicht silbrig und tiefrotes Blut trocknete langsam an dem Metall. Leichter Hohn lag in dem reflektierten Licht. Meine Hände zitterten wieder, als ich an die Dinge dachte, die ich mit diesem verdammten Mistkerl machen würde. Welche grausamen Schmerzen er erleiden und wie er bis zuletzt schreien würde. Dieser befriedigende Klang hallte schon durch meinen Kopf und nur in ein paar Momenten würde ich es durch das ganze Haus gellen hören. Erneut durchdrang ein kaum hörbares Lachen die Stille im Raum. Das erste Spiel habe ich gewonnen. Zeit für Runde zwei.

Nächster Teil: Thorn II Da waren's nur noch zwei

Fallen GenesisBearbeiten

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