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Vollmond

Und jetzt erzähle ich die Geschichte von Tom. Mein neues Atelier liegt im alten Verwaltungstrakt der Zeche. Ich hatte bis spät nachts an meinem neuen Bild gearbeitet, war nun müde geworden und wollte nach Hause. Also wusch ich meine Pinsel aus, löschte das Licht und trat auf den Flur um das Atelier abzuschließen. Die anderen Räume auf dem Gang waren schon alle verlassen und ich war ganz allein im Gebäude. Ich verlies das Zechengebäude und trat hinaus in die warme Sommerluft. Als ich gerade zu meinem Auto gehen wollte, nahm ich am alten Förderturm eine Gestalt war, die eine Zigarette rauchte, denn man konnte die Glut erkennen. Da ich ein ziemlich offener Mensch bin, wie ihr wisst, beschloss ich, rüber zu gehen und die Gestalt anzusprechen. Als ich näher kam, stellte ich fest, das es sich bei der Gestalt um einen durchtrainierten gutaussehenden Mann um die 50 handelte. Er trug ein weißes kurzärmeliges T-Shirt unter dem sich sein Bizeps abzeichnete. Dazu trug er eine Bergmannshose und dunkle Arbeitsschuhe. In der linken Hand hatte er einen Bergmannshelm, dessen Lampe aber ausgeschaltet war. Ich wunderte mich über seinen Kleidungsstil, da die Zeche vor ca. 5 Jahren ihren Betrieb eingestellt hatte. "Hallo, mein Name ist Rolf Wundermann, ich habe dort drüben mein Atelier, wollte grad nach Hause, als ich Sie hier stehen sah und dachte, das ich Ihnen beim Rauchen Gesellschaft leiste"

"Ich kenn dich schon, und zwar seit du hier dein Atelier hast!", antwortete mein Gegenüber mit dunkler, sympatischer Stimme. "Ich bin übrigens Tom, Tom Kutschinek und klar kannst du mir Gesellschaft leisten, und du kannst mich ruhig dutzen, das ist hier auf dem Pütt so!" Ich fragte Tom: "Und bist du hier der Hausmeister?" "Mm, ja, so ähnlich, ich geh halt Nachts übers Gelände und passe auf, das hier kein Gesocks herumläuft!", entgegnete Tom. Mittlerweile hatten wir unsere Glimmstengel zu Ende geraucht und verabschiedeten uns voneinander. Am anderen Tag beschloss ich, länger zu Arbeiten um Tom bei seiner Nachtschicht zu treffen, jedoch war er nicht da. Die darauf folgenden Tage war Tom ebenfalls nicht da und ich beschloss, den Pförtner, der Tagsüber im alten Verwaltungsgebäude Dienst tat, nach Tom zu fragen. "Entschuldigen Sie, kennen Sie einen Tom?" Der Pförtner entgegnete mürrisch: "Was denn für einen Tom?" "Ich habe schon vorne im Pförtnerhäuschen gearbeitet, als die Zeche noch in Betrieb war, jedoch....Moment, meinen Sie Tom Kutschinek?", wollte der Mann von mir wissen. "Ja genau, ich traf ihn vor ca. einer Woche am alten Förderturm und habe mit ihm zusammen eine Zigarette geraucht" Dabei erzählte er mir, das er hier Nachts auf dem Gelände nach dem Rechten sehen würde, ich hoffte ihm noch einmal auf seiner Schicht zu begegnen, aber leider habe ich ihn nicht mehr gesehen!" Daraufhin schaute der Wachmann mich erschrocken an und meinte etwas freundlicher zu mir: "Mmm, hören Sie, das mit dem Tom war eine ganz tragische Sache! Tom war Ingenieur unter Tage, hatte einen Freund und hat sich ein Zechhaus hier in der Nähe gekauft. Vor 6 Jahren, als schon Feststand, das die Zeche geschlossen werden sollte, gab es diesen Unfall! Tom sollte mit zwei Kollegen eine Maschine warten, jedoch ging die Maschine plötzlich an, als die Männer auf der ihr waren. Alle Männer kamen dabei um, auch Tom! Sie können Tom also nicht gesehen, noch mit ihm gesprochen haben!"

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