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Kennt ihr diese angenehme Stille, wenn man zum Beispiel alleine durch den Wald spaziert? Der idyllische Moment, wenn man einem Pfad folgt, der bedeckt ist mit Herbstblättern? Es ist ein wunderbares Gefühl, doch leider wissen nur wenige Menschen, es zu schätzen. Die meisten bevorzugen das Laute, das Aufdringliche. Sie versuchen, der Stille zu entkommen. So als ob sie ein böses Monster wäre. Ich war nie so. Schon als Kind wollte ich lieber alleine sein und gab mich ihr hin.

Sie zeigte mir viele Wege, ob im Wald, nachts unter den Straßenlaternen oder einfach nur in meinen eigenen vier Wänden. Ich konnte sie überall genießen und ich lauschte ihren Worten ohne Klang. Sie zauberte immer ein Lächeln auf mein Gesicht, doch irgendwann änderte sich das alles. Aus der Stille wurde eine dunkle Wolke, die jeden Tag immer dichter zu werden schien. Sie umhüllte meinen Körper, meinen Geist und ich wurde blind. Ich hörte nicht mehr die Stille, sondern ein leises Flüstern.

Zuerst war es kaum zu hören, doch mit der Zeit wurde es immer lauter. Sie führte mich an andere Orte, wie Brücken, Dächer oder Klippen. Ich war alleine mit ihr und die Worte der anderen durchbrachen die Stille nicht und prallten einfach an der schwarzen Wolke ab. Eines Nachts folgte ich wieder dem Flüstern, bis zu einem Tunnel. Es war ruhig und kein einziger Laut durchbrach die Luft. Ich ging weiter, bis zu dem Punkt, an dem etwas die Dunkelheit durchdrang, das erste Mal nach langer Zeit. Es war Licht.

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