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Ich schreibe das hier nicht als Pasta, sondern als eine Art Blog. Ich muss das hier einfach schreiben, ich glaube, ich werde verrückt und habe zudem Angst, diese Nacht nicht zu überleben.


Ich habe seit Tagen nicht geschlafen, vor meinem Fenster sind feiernde Hilfsarbeiter, vom Fliesenservice in der Straße. Sie feiern jeden Tag von 8-1, dann ist plötzlich Ruhe, aber bisher war mir das immer egal, ich konnte es ausblenden. Seit einigen Tagen habe ich das Gefühl, in meinem Zimmer beobachtet zu werden, und immer, wenn ich aus dem Fenster schaue, ist da dieser Mann, der in meine Richtung schaut. Heute Nacht ist er nicht da. Ich habe es mir in meinem Bett gemütlich gemacht, wollte im Prinzip nur ein paar Pastas lesen, Rosopovitsch an, fröhliche Frühlingsmelodien. Nach einer Weile wechselte ich in den Chat. Eule und ich probierten die Smileys im Chat aus, als ich plötzlich neben meinen Tippgeräuschen und den leichten Melodien des Frühlingskonzertes noch ein anderes Geräusch vernahm. Er klang ein wenig wie Schritte im Treppenhaus. Ein unruhiges Gefühl überkam mich, doch ich redete mir ein, es läge daran, dass ich in einem Mehrfamilienhaus wohne, also sollte das doch normal sein, oder? Aber über mir wohnen nur WGs und Familien, deren Mitglieder schon längst da sein müssten! Doch... Es kann ja auch eine Ausnahme sein, kommt ja immer mal vor! Ich drehte die Musik etwas lauter und redete mir ein, es wäre alles in Ordnung. Nach einer Weile, das Thema im Chat war zu Waffen und Nazis übergegangen, knarzten die Dielen vor meiner Zimmertür. Jetzt kann man sagen, dass es wohl meine Eltern waren, aber die schlafen schon früh, oder einfach, dass ein altes Haus eben knarzt, was ich auch versuchte, mir klar zu machen, aber ich wusste doch: Das Haus knarzt sonst nicht so laut und präzise und wir sind die einzigen im Haus, die noch die ursprünglichen Dielen hat.

Die feiernden Portugiesen gehen langsam. Der Mann war nicht da, wo ist er? Meine Zimmertür öffnet sich einen Spalt breit. Ich schalte die Musik aus, doch nichts passiert, sanftes Licht schimmert durch den Flur. Die Deckenlampe im Flur ist aus! Das Licht kommt aus dem Treppenhaus, aber das Licht dort ist per Bewegungsmelder gesteuert, es ist nur auf dem Stockwerk an, in dem sich etwas bewegt. Aber das hätte ich doch gehört, nicht? Man hört doch sonst auch immer alles!

Ein leichter Windstoß von meinem Fenster her schließt die Tür wieder. Moment, seit wann ist das Fenster auf? Es ist so dunkel draußen, ist das da eine Person im Schatten des Baumes? Werde ich beobachtet? Das war doch ganz bestimmt eine Bewegung da unten, oder?

Nein! Ich kann den Fuß des Baumes doch nicht sehen, ich wohne im zweiten Stock! Hilfe! Wieso ist mir das nicht schon vor Tagen aufgefallen? Ich kann den Mann, der mich anstarrt, nicht sehen, er ist zu niedrig, dort müsste eine Wand sein!

Müssten nicht eigentlich von der nahegelegenen Hauptstraße Geräusche kommen? Warum ist es so still?

Die Stille wird von einem undeutlichen Murmeln durchbrochen, was ist das? Täuscht mich mein Gehör oder kommt das von der Tür?

Ich höre die Stimme meiner Quartettleiterin: „Hören ist ganz wichtig“ Wieder und wieder wiederholt sie die Phrase, ein Mantra, in verschiedenen Tonhöhen, Ausdrucksweisen.

In der Ecke meines Zimmers regt sich was, was ist das?

Viele Stimmen, immer lauter, lauter, lauter, hoch, tief, sie schreien!

Der Mann schaut direkt in mein Fenster

In der Ecke ist eine Hand! Sie wird mich mitnehmen!

Ich werde nicht gehen, nein ich werde nicht

Crepka

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