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Hör auf deinen Kopf gegen die Wand zu schlagen! Du machst noch alles blutig!

Wieso? Muss... meinen Kopf frei... bekommen...

So geht das aber nicht! Du machst ja noch alles kaputt.

Schon lange... alles kaputt...

Ein verhaltenes Seufzen.

In der Tat, viel fehlt nicht mehr... So bist du aber nicht zu gebrauchen! Jetzt setz dich hin und hör mir zu.

Wie... du meinst.

Nur stockend kommen die Sätze, wenn sie überhaupt einmal komplett hervor treten. Sie haben wirklich ganze Arbeit geleistet. Mit mir. In den kürzer werdenden, klaren Moment, in denen ich nicht sabbere und geistlos in der Gegend umher starre, wenn ich sehe was ich geschaffen habe.

Wo hast du deinen Bleistift? Ja, nimm ihn! Sitze gerade!

Aber... nicht gut... für meinen Rücken...!

Sei still! Langsame Kreise! So wie wir es geübt haben! Genau, enger werden! Bist ein braver Junge.

Ich stelle mir eine weite Blumenwiese vor. Mitten im Sommer. Am Besten kurz vor einem Gewitter. Ich liebe das, wenn die Luft sich auflädt und es nach Regen riecht. Die Vögel zwitschern erregt und die Bienen summen munter umher. So schön, auf meiner Wiese sitzen und zeichnen.

Genau da soll es sein! Jetzt dreh ihn! Langsam, ja nicht zu schnell, es soll ja dauern, nicht wahr?!

Komisches... Gefühl...

Sei still jetzt!

In der Ferne donnert es bereits. Ich bin froh wenn es hier ist, dann spüre ich wieder den warmen Sommerregen auf der Haut. Sie stellt sich schon auf, spürt die nahende Gewalt der Blitze. Erste Tropfen fallen, warm und schwer...

Warum... rote Farbe...?

Das muss so sein! Ja dreh weiter! Gut, mein Kleiner. Das machst du sehr gut! Ich bin stolz auf dich. Jetzt kommt der schwierige Teil...

Mag... das Gefühl... nicht....

Scht, scht. Es ist bald vorrüber.

Aber... rot... meine Arme...

Der Wind zerzaust mir mein Haar. Ein lautes Lachen entspringt meiner Kehle, kündet von Freude und Übermut. Ich tanze im Regen, trete das Gras platt und freue mich des Lebens. Mein Blick geht gen Himmel und ich kann sehen wie sich eine schmale Lücke zwischen den Wolken auftut. Es sieht fast aus, als würde sich eine Spitze nach unten formen, die direkt auf mich zielt.

Weiter, weiter, Kleiner. Bald ist´s geschafft! Ich bin so stolz auf dich!

Aua... wenn drehen... dann aua!

Ja...! Ich weiß, bald ist es vorbei, dann fühlst du dich viel besser, das verspreche ich dir!

Ich weiß, dass ich dieses Bild malen werde! Wenn ich aufwache, nehme ich meinen Bleistift und zeichne diese beeindruckende Wolkenformation. So wie ich sie sehe! In all der genialen Schönheit von Mutter Natur!

Du musst fester drehen! Dreh weiter! Das Loch ist noch nicht groß genug!

Viel... Aua! Überall... alles voll Rot!

Halt die Klappe und dreh weiter, bald hast du es!

Ein Meer von Rot ergießt sich aus der Spitze der Wolken und leuchtet auf mich herunter. Weit habe ich die Arme ausgebreitet und begrüße die wohlige Wärme die mich umfängt. Ich schließe die Augen und genieße das Gefühl.

Jetzt hast du es mein Kleiner! Noch einmal drücken und perf...

Aua...

Kennst du das unbestimmte Gefühl, wenn du dir etwas auf den Punkt zwischen den Augen hältst? Etwas Spitzes? Wie einen Bleistift?

Ich habe das nie gemocht...

Ravnene

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