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Mein Name ist Jesse, ich möchte euch heute eine Geschichte erzählen, eine Geschichte in der ich alles verloren habe weil ich den Geschichten nicht geglaubt habe.

Heute ist der 12.07.2014 es ist jetzt fast 3 Jahre her seit es passierte und ich sehe es noch vor mir als wäre es gestern gewesen, als meine Freunde und ich diese Kleinstadt in den Wäldern aufsuchten.

Jelona heißt sie, dieser Ort ist die Hölle.

„Sind wir endlich da“ fragte Lorie ungeduldig

„NEIN !“ antwortete ich genervt

Boah was kann die kleine Nerven, aber eigentlich ist sie ganz nett lange Autofahrten sind nicht ihr Ding.

Meine Freundin Sarah saß neben mir auf dem Beifahrersitz und schlief, sie schläft bei langen fahrten immer ein, ich könnte das nicht aber ich wünschte mir Lorie könnte es.

Bill saß auf der Rückbank neben Lorie mit seinem MP3 Player auf voller Lautstärke, so musste er ihr Gequengel nicht mit anhören, das nächste mal fährt er und ich hab meine Ruhe.

Als wir endlich in Jelona angekommen waren, hielten wir mitten auf der Straße. Wieso auch nicht, hier lebt schon seit gut 60 Jahren niemand mehr. Jelona ist eine Geisterstadt.

Bill war verrückt nach diesen Orten, ich glaub er kannte jeden von ihnen, und er schleppte uns zu jedem den wir erreichen konnten, aber etwas gruseliges ist noch nie passiert. Klar fühlt man sich unbehaglich an solchen Orten vor allem bei Nacht aber das war bisher auch schon alles.

Wir stiegen aus dem Wagen und schauten uns um. Das hier niemand mehr lebte merkte man sofort, das Gras wuchs schon aus dem Asphalt und rechts von uns stand ein Haus welches schon komplett mit Efeu bewachsen war, wenn darunter überhaupt noch ein Haus war.

„Also Bill dann lass mal hören wo wir hier sind und was hier passiert ist“ sagte ich

Bill rückte sich seine Brille auf der Nase zurecht und fing an zu erzählen.

„Ok Leute, diese Stadt heißt Jelona und exestiert schon seit fast 300 Jahren, zu Anfang als winziges Dorf mit wenigen Einwohner. Es gab ein paar Bauernhöfe, ein Gasthaus und so weiter. Nichts besonderes halt bis einer der Dorfbewohner ein Goldnugget im Fluss hier ganz in der nähe fand“ erzählte er aufgeregt.

„Von diesem Tag an geriet die Stadt in einen Goldrausch es heißt man fand jede Menge davon und die Stadt kam zu Wohlstand. Mit dem Geld kam aber auch das Verderben in die Stadt, Mord, Prostitution, Vergewaltigungen und andere schlimme Dinge waren an der Tagesordnung“ fuhr er fort.

„Trotz all dieser Dinge waren einige Einwohner von Jelona  streng Gläubig und versuchten dem Treiben ein Ende zu setzen. Besonders abstoßend waren für sie wohl die Kinder die aus der Prostitution und den Vergewaltigungen hervorgingen. Es heißt die meisten von ihnen wurden direkt nach der Geburt in den Wald gebracht,  ermordet und irgendwo vergraben damit sie niemand findet“ sagte er in einem ernsten Tonfall.

Wir drei sahen ihn mit weit geöffneten Augen an keiner brachte einen Ton hervor es herrschte für einige Sekunden Totenstille bis Lorie etwas sagte.

„Das ist ziemlich kranker Scheiß den du da erzählst Bill, es erklärt aber noch nicht wieso heute niemand mehr hier lebt“ fuhr sie ihn an.

„Man sagt die Seelen der toten Kinder würden in diesem Wald und der Stadt umher spuken, nachts soll man das lachen und manchmal auch das weinen von Neugeborenen hören können. Ich denke dass die Einwohner aus Angst die Stadt schließlich verlassen haben“ erklärte Bill

Ich schaute mich erneut um und sah dass die Sonne bald untergehen würde und wir mussten noch die Zelte aufstellen da wir beschlossen haben über Nacht zu bleiben und im Wald zu campen.

„Leute es wird bald dunkel und ich hab keine Lust die Zelte in der Dunkelheit auf zu stellen, das hat mir beim letzten mal schon gereicht“ ging ich dazwischen.

Plötzlich sagte Sarah „Wieso im Zelt schlafen wenn wir hier eine ganze Stadt haben“

Bill und Lorie sahen sie kurz an und nickten.

„Wir sollen echt in diesen Bruchbuden schlafen ?“ fragte ich ?

„Wieso eigentlich nicht, ich glaube kaum das es jemanden stören wird“ erwiderte Bill

Ich war also überstimmt und wir fingen mit der Suche nach einem Schlafplatz an. Wir fuhren mit dem Wagen langsam die Straße hinunter. Nach nicht einmal 2 Minuten sagte Sarah „ Wie wäre es den mit diesem Haus es sieht recht gut erhalten aus“. Ich hielt den Wagen vor dem Haus an und wir gingen mit unseren Klamotten hinein.

„Ach du scheiße“ rief Lorie plötzlich.  „Hier sind ja sogar noch die Möbel drin“.

„Volltreffer“ entgegnete Sarah.

„Findet ihr es nicht komisch das die Leute hier alles zurück gelassen haben“ fragte ich ?

„Findet ihr es nicht komisch das die Leute hier alles zurück gelassen haben“ äffte Lorie mich nach.

„Ach leck mich doch“ winkte ich sie abfällig ab.

Wir haben uns das Haus genauer angesehen und stellten fest das es wirklich komplett eingerichtet war. Egal ob Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer oder das Kinderzimmer, in diesem Haus gab es alles natürlich mit ordentlich Staub bedeckt  aber praktisch wie neu.

Sarah und ich nahmen das Schlafzimmer mit dem großen Doppelbett, tja Stein schlägt halt Schere so mussten Bill und Lorie das Wohnzimmer nehmen.

Es wurde schon recht bald dunkel, also beschlossen wir schlafen zu gehen. Da es hier sowieso keinen Strom gab würden wir eh nichts sehen und die Taschenlampen würden wir bestimmt Morgen noch brauchen wenn wir die restliche Stadt und den Wald erkunden. Außerdem waren wir alle von der langen Anreise ziemlich müde. So kam es auch das wir recht schnell einschliefen.

Ich wurde mitten in der Nacht wach weil ich Durst hatte ich griff nach der Wasserflasche die ich auf den Nachttisch gestellt hatte und trank einen Schluck davon.

Plötzlich hörte ich Schritte vor der Tür des Schlafzimmers es waren jedoch nicht die Schritte eines Erwachsenen es klang wie das getippel von Kinderschritten. „So eine Scheiße“ dachte ich mir. Bill mit seinen blöden Geschichten will er uns jetzt auf so billige Art und Weise Angst machen.

Ich schlich mich zur Schlafzimmertür und öffnete sie langsam ein Stück. Sie knarrte ein wenig. „Verdammt ist das dunkel hier“ murmelte ich. Ich nahm meine Taschenlampe aus dem Rucksack und schaltete sie ein. Soviel zum Batterien sparen. Ich ging langsam auf den Flur hinaus in der Hoffnung Bill noch zu erwischen. Ich leuchtete gründlich nach links und rechts aber keine Spur von Bill. Ich drehte mich um als ich plötzlich das lachen einen Babys hören konnte es kam aus dem Kinderzimmer nebenan.

„Lass den Scheiß, Bill“ sagte ich wütend aber dennoch leise da  ich Sarah nicht wecken wollte.

Ich ging langsam in Richtung Kinderzimmer mein Herz pochte in meiner Brust. Die Tür des Kinderzimmers war offen, ich ging bis an den Türrahmen heran holte tief Luft und drehte mich Richtung Tür. Ich leuchtete mit der Taschenlampe direkt in das Zimmer in der Erwartung Bill dort zu sehen doch er war nicht da.

„Lorie ? Lorie, was machst du da“ ? fragte ich erstaunt. Sie stand mit dem Rücken zu mir und blickte in das Kinderbettchen das dort stand.  Sie antwortete nicht….. „Lorie“ ? flüsterte ich.

Sie drehte langsam den Kopf zu mir und sagte „Es ist alles wahr“

„Was meinst du ?“ fragte ich sie

„Die Kinder, die Kinder Jesse, es ist alles wahr“ Tränen rannen ihr Gesicht hinab.

„Ich höre sie Jesse, sie sind hier. Ich konnte sie se…. Ahhhhhh aahhhhhhhh………………..“

Mit schmerzverzertem Gesicht sackte sie auf die Knie mit einer Hand hielt sie sich am Kinderbett fest mit der anderen hielt sie sich den Bauch.

„Was ist los ? „ rief ich und rannte zu ihr. „Hilf mir Jesse, hil…. Ahhhh aaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhh….

Ich hob ihr T-Shirt hoch um zu sehen was los war und erschrak als ich ihren Bauch sah. Er bewegte sich unkontrolliert  auf und ab als würde von innen etwas nach außen drücken. Es sah aus als würden kleine Hände versuchen sich aus ihr raus zu graben. Plötzlich riss ihre Bauch auf und Blut spritzte mir ins Gesicht, auf mein Shirt einfach überall hin. Ich sah eine kleine Hand aus ihrem Bauch heraus schauen und ich hörte das Geschrei eines Neugeborenen das eben auf die Welt gekommen ist.

Ich sprang entsetzt zurück lies die Taschenlampe fallen  und sah wie eine zweite Hand aus ihrem Bauchraum kam, dann der Kopf und zum Schluss viel ein Baby aus ihr heraus.  Es lag vor ihr auf dem Boden. Lorie hielt sich immer noch verkrampft an dem Kinderbett fest der Rest ihres Körpers hing schlaff daneben ihre Eingeweide lagen auf dem Boden und der Teppich des Zimmer war mit ihrem Blut getränkt. Sie war tot……….

Ich griff schnell nach der Taschenlampe auf dem Boden vor mir und leuchtete auf dieses Ding das gerade Lorie getötet hatte.

Es war ein grotesker Anblick, dieses Ding hatte den Körper eines Babys aber sonst nicht wirklich etwas von einem. Seine Haut war Blass zumindest soweit man es unter dem Ganzen Blut erkennen konnte. Es blickte mich an während es sich scheinbar versuchte aufzurichten seinen Augen waren Schneeweiß. Es waren keine Pupillen zu erkennen sein ganzer Körper war mit dicken dunklen Adern überzogen und diese Hände, diese kleinen Hände. An seinen Fingerspitzen waren dunkle Zentimeter lange Klauen statt Fingernägel, mit diesen hatte es gerade Lorie aufgeschlitzt, Blut tropfte von ihnen hinab. Ich wusste nicht wie mir geschah, plötzlich stand es da und starrte mich an. Es öffnete seinen Mund und kleine spitze verrottete Zähne blitzten mir entgegen und es gab dieses Knurren von sich ich werde dieses Knurren nie vergessen.

Plötzlich stürmte es auf mich zu in einer unnatürlichen Geschwindigkeit, ich schlug es mit der Taschenlampe zurück rannte aus dem Zimmer und schlug die Tür hinter mir zu. Ich hörte wie es wütend an der Tür kratzte um zu mir zu kommen.  Ich hielt die Tür mit aller Kraft die ich hatte zu.

Ich schrie  „SARAH !!!! SSSAAAAAAARRRRAAAAHHHHH !!!! schnell wir müssen sofort abhauen."

Sarah antwortete mir nicht, ich geriet in Panik mein Herz schlug mir bis zum Hals. Plötzlich verstummte das Kratzen und ich hörte kleine Trippelschritte durch das Zimmer rasen und Glass zerbrechen. Ich lies die Tür los und rannte ins Schlafzimmer doch es war schon lange zu spät.

Sarah lag tot auf dem Bett ihre Kehle war aufgerissen deswegen antwortete sie nicht, zwei dieser Dinger hockten über hier und sie lachten fröhlich während sie ihr Fleisch zerrissen.

Bill musste noch im Wohnzimmer sein also rannte ich zu ihm. Drei dieser Dinger hatten ihn umzingelt. Er sah mich an und sagte mit zitteriger Stimme „Es ist wahr Jesse, sie hassen uns weil wir Leben was sie nie durften“ . Dann rissen sie ihn zu Boden eines dieser Ungeheuer rammte seine Klauen in seinen Körper und riss ihn scheinbar mühelos auseinander. Ich hörte nur noch ein röcheln und sah wie das Blut aus ihm heraus quoll. Ich griff die Autoschlüssel auf dem Wohnzimmertisch und rannte auf die Straße sprang in den Wagen und fuhr los. Ohne mich nochmal umzusehen raste ich die Straße hinab, nur weg von hier. Nach einigen Meilen sah ich Scheinwerfer auf mich zukommen ich erkannte das es ein Polizeiwagen war der mir entgegen kam. Ich stoppte mein Auto und  rannte dem Polizeiwagen entgegen. Der Polizist bremste abrupt seinen Wagen ab und stieg aus.

Er zog seine Pistole und richtete die Waffe auf mich. „Stehen bleiben, Polizei“ brüllte er.

Ich blieb erschrocken stehen. „Officer bitte helfen…“ „Maul halten, hinknien und die Hände über den Kopf“ schrie er mich an. Ich tat was er wollte. Er trat hinter mich und legte mir Handschellen an.

„So Freundchen jetzt geht‘s erstmal ab aufs Revier“.

„Aber Officer hören sie meine Freunde sie sind tot sie müssen mir zuhören da waren diese Dinger die aussahen wie Babys die haben meine Freunde umgebracht“.

Er hörte mir nicht zu und langsam dämmerte mir auch wieso, wer glaubt schon einem blutverschmierten Typen der in Unterwäsche und T- Shirt auf einen Polizisten zu rennt.

Richtig, keiner! Als die Polizei nach Jelona fuhr, fanden sie die drei Leichen meiner Freunde, aber natürlich keine Spur von diesen Dingern.

Man hängte mir alles an sie sagten ich sei verrückt und hätte alles erfunden. Und mal ganz im ernst es klingt auch schon ziemlich verrückt. Ihr werdet mir bestimmt auch nicht glauben aber das spielt keine Rolle mehr. Ich hab schon alles verloren, meinen Job, meine Freunde, mein ganzes Leben.

Ich sitz hier in der Anstalt fest die lassen mich hier nie wieder raus. Aber ich habe doch noch einen Weg gefunden. Ich werde mich heute Nacht umbringen, ich habe es endlich geschafft ein Messer aus der Küche zu stehlen und in meine Zelle zu schmuggeln. Fragt lieber nicht wie ich es gemacht habe es ist war nicht besonders scharf aber mit dem nötigen Kraftaufwand sollte es klappen.

Ich kann sie vor mir sehen wenn ich meine Augen schließe und ich kann dieses lachen und das knurren dieser Dinger hören wenn es ganz still ist. Ich ertrage es nicht mehr...

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