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Ich fragte mich wieso Laura heute nicht in der Schule war. Normalerweise ist sie immer da. Aber gut, es erwischt nun mal jeden irgendwann.

Der Lehrer fragte wer ihr die Hausaufgaben vorbeibringen könnte. Niemand wollte es machen, denn niemand mochte Laura besonders. Einige Jungs aus unserer Klasse mobbten sie manchmal so schlimm, dass ich und meine zwei besten Freundinnen dazwischen gehen mussten.

Marie und ich versuchten schon öfters uns mit Laura anzufreunden, wobei Kati immer sagte: „Lasst den Freak doch alleine sein wenn sie unbedingt will.“ Es stimmte, Laura selbst hielt immer Abstand. Es schien als wolle sie allein gelassen werden. Doch durch das Mobbing verschlimmerte sich ihr Zustand. Früher hatte sie noch ein paar Worte mit uns gewechselt, doch Heute hör ich sie am Tag nicht mehr als ein zwei Worte sprechen.

Schließlich hob ich meine Hand und sagte das ich ihr die Hausaufgaben bringen werde.

Der Lehrer bedankte sich und legte mir die Aufgabenblätter auf den Tisch.

Nach der Schule lief ich also zu Lauras Haus. Meine Freundinnen Marie und Katie mussten allerdings in eine andere Richtung, so verabschiedeten wir uns und ich ging meinen Weg.

Am Haus angekommen klingelte ich. Ich hätte ihr zwar die Aufgaben einfach in den Briefkasten legen können - und bei Gott ich wünschte ich hätte es getan - doch ich wollte mich erkundigen wie es Laura ging. Ihre Mutter machte die Tür auf und ich durfte reinkommen.

Ich lief hoch zu Lauras Zimmer, ihre Mutter folgte mir, sie sagte: „Laura hat sich schon seit heute Morgen in ihrem Zimmer eingeschlossen, sie will einfach nicht heraus kommen. Ich bin froh, dass du da bist, vielleicht kannst du mal mit ihr reden?“

Ich machte mir ehrlich sorgen um Laura. Ich klopfte an ihre Tür und sagte ,,Laura, was ist denn los?

Keine Antwort...

„Ist alles in Ordnung? Wir machen uns doch Sorgen um dich!“

Keine Antwort...

Ihr Bruder kam um die Eckte und sagte „Mir reicht`s!“

Er holte den Ersatzschlüssel, doch da Laura den Schlüssel auf der anderen Seite der Tür noch stecken hatte konnten wir nicht aufschließen.

Schließlich holte ihr Bruder aus, rief vorher noch „Laura ich komm jetzt rein!“

Dann rannte er mit der Schulter voraus auf die Tür zu. Es war nur eine Holztür, weswegen sie mit einem lauten Knall aufflog. Ich konnte erst nichts sehen, da ihr Bruder mir die Sicht versperrte. Doch dann ging er zur Seite. Mit kreidebleichem Gesicht sackte er zu Boden.

Dann sah ich es erst. Sie lag auf ihrem Bett und hatte sich mit einer Schere die Pulsadern aufgeschnitten. Das Bett war so von Blut vollgesogen, dass das Blut schon auf das Parkett tropfte.

Ich musste mir den Mund zuhalten um einen Schrei zu unterdrücken.

Ihre Mutter fing lautstark an zu weinen und konnte sich ebenfalls nicht mehr auf den Beinen halten.

Dann geschah alles sehr schnell. Ein Krankenwagen wurde gerufen, obwohl wohl allen bewusst war das es bereits zu spät war. Ich versuchte mich zu sammeln während sie die Leiche hinaus transportierten. Schließlich rief ich meine Mutter an, dass sie mich abholen solle. Meine Mutter war ebenfalls geschockt und fragte ob ich Morgen nicht Daheim bleiben wolle, doch ich verneinte.

Es hört sich vielleicht komisch an, aber nachdem der erste Schock verarbeitet war, spürte ich keine Trauer oder der gleichen. Es war alles in Ordnung.

Am nächsten Tag in der Schule waren, wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, alle ziemlich geschockt und sahen betroffen zu Boden. In unserer sonst so lauten Klasse war Totenstille. Der Lehrer fing an darüber zu reden und seine Betroffenheit auszudrücken.

Schließlich sagte er noch „Ich möchte dass ihr nach der Schule alle noch hier bleibt damit wir darüber reden und einige Dinge klarstellen können. Außerdem wird der Schulpsychologe anwesend sein.“

Ein Schnauben ging durch die Klasse. Klar waren alle geschockt und doch hatte niemand besonders Lust sich von einem Seelenklempner analysieren zu lassen und über seine – bei den meisten, mich eingeschlossen – nicht vorhandene Trauer zu sprechen.

Aber gut, aus Respekt vor den Toten und so weiter, blieben also alle nach dem Unterricht noch da.

Wir gingen davon aus, dass alles nach einer halben Stunde gegessen wäre. Doch da täuschten wir uns gewaltig. Der Psychologe redete und redete. Als wir schließlich die Hoffnung hatten endlich gehen zu dürfen fing jemand an zu heulen oder stellte Fragen wie er mit der Sache nun umgehen solle.

Pah! Diese Heuchler. Zu Lauras Lebzeiten beachteten sie, sie nicht einmal. Schauten nur zu wenn sie gehänselt wurde, oder machten sogar noch mit und jetzt tun sie so als ob sie ihre Freundin gewesen war. Naja was soll man machen.

Nach gefühlten 10 Stunden durften wir endlich gehen. Zu unserer Überraschung waren nur noch wir im Schulhaus, also unser Klassenlehrer, der Schulpsychologe und die sechsundzwanzig Schüler. Wir liefen zur Vordertür, doch sie war verschlossen. Hatte denn niemand dem Hausmeister Bescheid gegeben? Manchmal ärgerte ich mich über die Dummheit unserer Lehrkräfte. Alle waren genervt und wollten nur noch nach Hause, also liefen wir zum Hinterausgang. Keine Chance, auch verschlossen. Ich hörte Gemurmel, so was wie „Jetzt müssen wir hier die Nacht verbringen oder was?“

Unser Lehrer packte sein Handy aus und sagte ,,Keine Sorge. Ich hab die Nummer des Hausmeisters eingespeichert. Ich rufe ihn an, dann schließt er uns auf.

Er schaute er auf sein Handy.

„Kein Empfang?“, murmelte er.

Langsam wurden manche echt wütend, andere waren den Tränen nahe da der Tag schon ,,ergreifend genug war.

Manche holten ebenfalls ihre Handys raus. Bei allen war kein Empfang. Wieder hörte ich Sätze wie „Ich muss nach Hause meine Mutter macht sich doch Sorgen.“ oder „Wenn wir jetzt die Nacht über hier bleiben müssen, kriegen wir dann Morgen frei?“

Unser Lehrer sah jetzt sichtlich gestresst aus, dann sagte er „Wir teilen uns jetzt auf. Wir suchen in Siebernergruppen die Stockwerke nach einer Ausgangsmöglichkeit ab.“

Unsere Schule hatte 4 Stockwerke einschließlich den Keller in dem, neben der Technikwerkstadt ,auch das Musikzimmer und die Küchen waren.

Also los. Ich, Marie, Katie unser Lehrer und drei der Jungs die immer Unruhe stiften gingen in das oberste Stockwerk. Wir testeten jedes Fenster, jeden Notausgang, jeden noch so kleinen Schacht der als Fluchtmöglichkeit dienen könnte aus, doch nichts. Alle waren fest verschlossen.

Lediglich die Klassenräume waren offen.

Dann hörte ich Trommeln???

Ich sagte „Leute seit mal kurz ganz ruhig.“

Ja jetzt hörten es die Anderen auch. Da waren wirklich Trommeln zu hören. Es schien aus dem Musikraum im Keller zu kommen.

Ich konnte mir schon denken, dass ein paar Spaßvögel auf den Trommeln rumspielten,

doch weit gefehlt.

Im Keller trafen wir auf die Anderen. Nun waren wie alle wieder beisammen. Wir erkundigten uns erst mal untereinander, ob jemand einen Ausweg gefunden hätte.

Nein, niemand hatte etwas gefunden.

Dann wieder das Trommeln. Es war lauter als vorher. Wir liefen auf das Musikzimmer zu. Mir war flau im Magen. So als würde hinter dieser Tür etwas schreckliches lauern.

Wie richtig ich doch lag.

Unser Lehrer öffnete die Tür und deutete uns erst mal draußen zu bleiben.

Ohne das Licht einzuschalten schlich er in das Zimmer und ließ einen Schrei ab, dann röchelte er als würde er ersticken. Einige der Jungs rannten in das Zimmer, schalteten das Licht ein und ich hörte wie sie sagten

„Ach du Scheiße!!“

Ich wollte nicht hineinschauen, aber ich musste, doch als ich sah wie unser Lehrer mit aufgeschnittener Kehle am Boden lag und das Blut die Wände bespritzt hatte, musste ich meinen Drang mich zu übergeben, wirklich ernsthaft zurückhalten.

Einige der Mädchen fingen an zu weinen, andere ließen einen grellen Schrei ab.

Dann hörten wir eine leise Stimme ,die mir sehr vertraut war, gemischt mit einem schweren Atmen

„Er war wie alle anderen auch. Er hat es ignoriert. Hat es nicht sein Problem genannt. Obwohl ich so offensichtlich gelitten hatte.“

Die Stimme kam von hinter uns. Manche drehte sich sofort um andere schlossen fest die Augen. Ich zögerte, dann drehte ich mich auch um. Dort stand sie.



Cp la


Laura.

Doch ihre Haut war weiß, ihre sonst glänzenden gewellten Haare hingen schlaff und farblos herunter.

In der Hand hielt sie eine Schere fest umklammert, wobei ich sah das sie lange Schnitte an den Armen trug.Sie schaute traurig drein.

Von einem meiner Mitschüler der direkt vor ihr stand hörte ich nur noch „Unmöglich du... du bist... doch tot...wie kann das sein?“

Dann holte sie erneut aus und schnitt dem Jungen die Kehle durch. Das Blut spritzte an die Wände ein paar Tropfen flogen auf mein Gesicht.

Nach ein paar Sekunden fingen ein paar Mädels an hysterisch zu kreischen und wir rannten weg. Doch wohin konnten wir schon? Das Gebäude war verriegelt, niemand konnte rein oder raus. Trotzdem liefen wir um unser Leben. Einige stolperten und ich meine sogar das Knacken eines Knochens gehört zu haben.

Doch wir rannten weiter. Eine Stimme drang an unser Ohr.Wir konnten sie nirgends entdecken,

trotzdem hörte jeder die Stimmer glasklar.

„Nur 4 von euch werden Heute hier überleben. Es sind die diejenigen, zu denen ich aufgesehen habe. Die, die immer nett waren.“ Dann ein leises Schluchzen.

In mir keimte die Hoffnung. Ich war immer nett zu Laura gewesen, hab sie immer vor den Mobbern beschützt, hat sie vielleicht mich damit gemeint??

Gut möglich doch darauf verlassen konnte ich mich nicht. Ich habe genug Fernsehen geschaut um zu wissen, dass wir es hier mit einem rachsüchtigen Geist zu tun hatten und das eben diese unberechenbar waren.

Ich hörte Schreie und rannte noch schneller.Ich wusste selbst nicht wo ich war oder wo alle anderen waren, es war mir aber auch egal um ehrlich zu sein ging es mir in dem Moment nur um mein eigenes Überleben. Alle anderen waren mir egal.

Dann traf ich auf 2 der Jungs, die Laura am heftigsten gemobbt hatten. Der eine kauerte auf dem

Boden, der andere redete auf ihn ein „Komm, wir müssen uns verstecken!“

„Verstecken?“, fragte der auf dem Boden „Wo bitte? Diese kranke Schlampe findet uns überall, sie wird uns finden und uns die Kehle aufschneiden!“

„Die Kehle aufschneiden?“, hörte ich eine leise Stimme hinter mir. Ich wusste wer es war.



„Euch die Kehle aufzuschneiden wäre noch viel zu gnädig!!“ Sie wurde lauter.

„Ich werde euch langsam töten. Schmerzvoll. Ich werde euch alles heimzahlen.“ Dann lachte sie, ein krankes lautes Lachen.

Sie lief an mir vorbei. Sie ignorierte mich, würdigte mich keines Blickes und obwohl ich zusehen musste, wie sie den 2 Jungs die Schere in den Bauch rammte und die beiden unter Tränen Schmerzensschreie losließen, war ich froh.

Sie hatte es wohl nicht auf mich abgesehen. Ich wollte wegsehen, doch ich konnte nicht, ich musste einfach hinsehen.

Wie sie auf sie einstach wie die Jungs versuchten sich zu wehren und wie Laura schließlich zum Todesstoß ausholte und einem der beiden die Schere in das rechte Auge rammte.

Ich hörte ein Schmatzen als sie es wieder herauszog. Der Andere war bereits verblutet.

Dann sah sie mich an.Sie sah mir direkt in die Augen und ihr Gesicht wurde auf einmal so.... friedlich.(?)

„Danke.“



Sie lächelte mich an und verschwand so schnell wie sie aufgetaucht war.

Ich starrte auf die verstümmelten Leichen der beiden Jungs.Ich hörte um mich herum Todesschreie und Getrampel. Ich konnte das alles kaum glauben. Nur 4 von uns würden diese Nacht überleben. Ich war mir inzwischen sicher das ich eine dieser Personen war. Wer die anderen waren, darüber konnte ich nur spekulieren.

Als ich aus meinem tranceähnlichen Zustand erwachte fing ich an nach Marie und Katie zu suchen. Als ich durch das Schulhaus streifte sah ich viele meiner Mitschüler meistens blutüberströmt in einer Ecke kauernd oder tot.

Ich fand Marie schließlich.

Sie hatte sich in einem Schrank eingeschlossen.

Ich überredete sie herauszukommen und sie erzählte mit zittriger Stimme, dass der Geist sich bei ihr bedankt hatte. Sie konnte damit erst nichts anfangen doch dann half ich ihr auf die Sprünge und erinnerte sie daran das der Geist vorhatte 4 von uns am Leben zu lassen.

Ich erkannte wie sich Hoffnung in ihr ausbreitete, dann liefen wir los um Katie zu suchen.

Sie stand im zweiten Stockwerk. Sie stand einfach da und starrte eine der Leichen an.

Wer es war kann ich nicht sagen, dazu war die Leiche zu verstümmelt gewesen. Vielleicht waren es auch zwei Leichen die dort lagen, ich kann es wirklich nicht sagen.

Ich wollte Katie von diesem Anblick befreien und versuchte sie an der Hand wegzuziehen. Dann fing sie an etwas zu sagen „Ich weiß nicht wie es euch geht Leute, aber ich wusste, dass das passieren würde.“

Sie drehte sich um. Ich erschrak. Ein riesen Schnitt zierte ihren Bauch. Er war so tief das ich glaubte den Darm sehen zu können.

Sie fiel vor mir auf die Knie und schließlich auf den Boden. Sie war tot.

Dann kam wieder die Stimme des Geistes „Sie hat es ebenfalls verdient. Wie verachtend sie mich immer angestarrt hat. Als wäre sie etwas besseres gewesen! Damit waren es wohl alle. Ihr könnt nun gehen, meine Rache wurde soeben gestillt.“

Sie verschwand, nun spürte ich diese Präsenz, die von ihr ausging auch nicht mehr. Marie brach in Tränen aus und hielt meinen Arm fest umklammert.

Ich war ebenfalls kurz vor einem Heulkrampf.

Ich lief mit Marie am Arm zur Vordertür. Sie war offen. Die Sonne ging schon auf. Ich schaute auf mein Handy. ich hatte vollen Empfang, es war 5 Uhr morgens.



Ich sah wie der Schulpsychologe aus dem Gebäude rannte mit ihm ein Mädchen das erst dieses Schuljahr in unsere Klasse kam. Mir wurde so langsam bewusst, wieso gerade wir leben durften.

Ich und Marie, weil wir - wie schon gesagt - mehr als nur einmal versucht hatten, uns mit Laura anzufreunden.

Die neue weil sie noch nicht so lange in unserer Klasse war und - wie ich beobachten konnte - sie ebenfalls einige nette Gespräche mit Laura führte und der Psychologe, weil er regelmäßig mit Laura redete und auch öfter mal versuchte die Mobbingattacken zu unterbinden.

Wir sahen uns an. Schließlich schaffte es der Psychologe den Notruf zu rufen.

Epilog:

Die Schule wurde zu einem offiziellen Tatort erklärt.

Eine Nachtwache betritt das Gebäude.

„Hey Kleine, was machst du hier?! Das ist ein Tatort außerdem ist es mitten in der Nacht.“ Bestimmt wieder so ein Satanisten-Teenie, der hier irgendwelche Zaubersprüche ausprobieren will. Denkt er sich.

Das Mädchen dreht sich um „Ich dachte ich könnte hier weg, wenn ich meine Rache bekommen habe!

Doch es geht nicht......es geht einfach nicht!“

Sie fängt an zu weinen. Dem Polizisten wird es langsam mulmig.

„Ich hab dich doch irgendwo schon einmal gesehen oder?“

Es dämmerte ihm langsam. Sie sieht aus wie das Mädchen, das sich vor kurzem umgebracht hatte.

Er hatte ein Bild von ihr in der Todesanzeige gesehen.

„Un... unmöglich!“

Er rennt zur Tür, doch sie ist verschlossen.

Ein hysterisches Lachen dringt an sein Ohr.......



Xohoo1234 (Diskussion) 18:38, 11. Mär. 2014 (UTC)Xohoo1234

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