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Es gibt sehr viele Spekulationen über das Ende der Welt. Der Kalender der Mayas, die Offenbarung des Johannes, die Prophezeiungen des Nostradamus und unzählige andere. Selbst Charles Manson hatte sich einst an einer Vorhersage des Weltenendes gewagt - und ist kläglich gescheitert. Optimisten werden nicht müde, zu erklären, dass das Wort Apokalypse im eigentlichen Sinne nur bedeutet, dass es auf eine Änderung (wörtlich: eine "Entschleierung") der aktuellen Verhältnisse hinweist.

Wenn ich euch einen Rat geben darf: vertraut eher den Prophezeiungen derer, die das Ende der Welt als eine Vision voller Schmerz, Katastrophen, Kriege und allen Übeln, die man sich nur vorstellen kann, darstellen. Pandoras Büchse öffnet sich nicht zu Beginn der Zeiten, sondern an ihrem Ende. In christlichen Worten: das Biest wandelt auf der Erde und bringt Übel über alle, die so unglücklich sind, die ersten Katastrophen zu überleben.

Wie wird es also passieren? Was wird denn nun letzten Endes der Auslöser sein, der die Menschheit vom Angesicht der Erde hinwegfegt (oh und seid beruhigt, Flora und Fauna des Planeten werden das gleiche Schicksal ereilen, für manch einen mag das ein schwacher Trost sein)? Lasst mich zuerst erzählen, wer ich bin:

Mir wurde - von gewissen Mächten - die Gnade gewährt, an einen beliebigen Punkt in der Zeit der Menschen aufzutauchen, um meine Warnung loszuwerden. Ich habe mich für dieses Jahr entschieden, weil ich aus mehreren Gründen glaube, dass dies der Augenblick war, an dem die Menschheit ihren Untergang heraufbeschwor. Mein Ansinnen ist es, euch wachzurütteln, damit ihr nicht vergesst.

Denn Vergessen ist es, welches unser Ende sein wird. Ich war dabei, ich habe es erlebt. Meine Familie, meine Freunde, alle und alles was ich je gekannt habe, starb vor meinen Augen dahin und es war kein leichter Tod. Es war ein Ende voller Qual, welches den Tod herbeisehnte als einen Erlöser. Doch auch den Toten wurde keine Ruhe gewährt.

Es hat keinen Sinn, davon zu berichten, wie es ist in einer Welt zu leben, in der man sich keiner einzigen Sache mehr sicher sein kann. Die, die sich des nachts (oder zumindest einiger dunklen Stunden, denn Tag und Nacht existieren nicht mehr in dem altbekannten Rhythmus) an einem scheinbar sicheren Ort niederlegten, erwachten oftmals davon, dass ganz langsam Pflanzen mit rasiermesserscharfen Blättern durch ihre Körper... wuchsen.

Könnt ihr euch Bäume vorstellen, die umher gehen und Menschenköpfe pflücken, wie wir einst Blumen? Könnt ihr euch die Qual derer denken, die mit ansehen mussten, wie ihre Liebsten sich in Pfützen schleimigen Grauens verwandelten, um als eine Art Riesenamöbe sich mit anderen zu Gebäuden aufzutürmen? Gebäude, in denen kein Mensch länger als eine Viertelstunde überleben kann ohne entweder völlig wahnsinnig zu werden oder zu sterben.

Ich bin gekommen, um euch zu warnen. Vergesst nicht die Zeichen. Vergesst nicht die Tage, an denen ihr Wache halten müsst. Vergesst nicht jene gefangen zu halten, die nur darauf warten, dass ihr vergesst.

Erinnert euch an die Zeiten, in denen es für Menschen ganz natürlich war, dass ihre Götter unter ihnen wandelten. Erinnert euch an Zeus, erinnert euch an Neptun, erinnert euch an Bastet. Erinnert euch an Shiva, an Gaia und an Cthkekel, die Alles-Verknüpfende.

Erinnert euch, meine Brüder und Schwestern, dass WIR diese Götter waren und sind! Das Ende ist nahe, das Grauen greift nach meinem Geist. Heute ist es soweit: ich werde gerufen, den Sprung vom Babelsturm zu tun, um meinen Körper und meine Seele denen zu opfern, die unsrer Spezies ihr Ende gebracht haben.



Erinnert euch.

Rlyehborn

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