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6:30

Mein verdammter Vater weckte mich für die Schule. Lass mich lieber noch ein wenig schlafen. Ich will noch nicht in diese unfaire Welt hinaus. "STEH AUF", schrie er noch wutentbrannter, als er es schon ist. Er ist jeden Morgen so, wenn ich seine Worte nicht befolge. Nun, ich hab keine andere Wahl, wenn ich mich gegen ihn hetze, dann gibt er mir wieder eine lächerliche Bestrafung. Er lässt gerne seine Herrschaft in der Familie spielen. Er soll froh sein , dass ich mich immer zurückgezogen habe, um ihn nicht zu attackieren. Nein, ich bin ja immer die kleine brave Tochter. Wenn er wüsste, was ich jeden Tag so denke....

7:00

Nachdem ich mich doch aus meinem sicheren Zimmer raus in die morgentliche Dunkelheit Deutschlands begehe, schlägt mir sofort die eisig, kalte Wind ins Gesicht. Endlich, kann ich mal tief einatmen. Nur die Kälte ist berauschend, Wärme jedoch nicht. Wie mein Herz.

7:09

Mit schnellen Schritten machte ich mich auf zur Bushaltestelle, wo sich schon einige Exemplare der Gattung "Mensch" tumelten. Wenn ich könnte, würde ich jetzt einen von ihnen umbringen. Nur so aus Spaß, damit es einen Mensch weniger auf diesen Planeten gibt. Am liebsten würde ich die ganze Gattung ausrotten lassen. Solch ein undankbares Volk an lächerlichen, selbsüchtig, lästernden Wesen. So etwas brauchte die Erde nicht. Leider waren zu viele Menschen dort, die mich als Täter identifizieren könnten.

7:11

Der Bus kommt, um mich in die Menschenanstalt "Schule" zu bringen. Lustlos stieg ich ganz hinten ein. Ich hatte gerne einen Blick auf die Masse vorne. Dort konnte ich jede ihrer dämlichen Gesten sehen.

7:30

Ich bin angekommen. Noch ein gutes Stück zur Schule. Auf dem Weg sehe ich einige Schüler an der Ampel stehen. Einen Schubser und Menscheninnereien würde die Schüler bedecken. Ich lachte in mich hinein, ehe ich zu meinem Klassenzimmer schlenderte.

10:00

Nach 2 todlangweiligen Stunden Wirtschaft, musste ich jetzt in Deutsch eine Kurzgeschichte über einen Typ und eine Ente weiterschreiben. Da ich mein Ende später vor der ganzen Klassen vorlesen musste, schrieb ich ein Happy-End, anstatt einer blutrünstigen Horrorstory mit einem detaillierten Splatterteil. Die anderen würden sonst noch was von mir denken. Dieses Mal durfte ich es mir nämlich nicht verbauen, ich musste "nett" sein.

12:05

Die Mittagspause fing an und ich ging mit den anderen mit. Lieber würde ich mich alleine irgendwo hinsetzten. Zu sehr liebte ich die Einsamkeit und war diese gewöhnt. Wie gesagt, durfte ich aber nicht auffallen. In meiner letzten Klasse hatte ich es mit Einsamkeit zu stark übertrieben, sodass jeder mich seltsam fand. Allerdings wussten sie auch nicht, dass ich kleine hübsche Geschichte über jeden einzelnen geschrieben habe und sie irgendwo im WorldWideWeb hochgeladen habe. Vielleicht irgendwann, werde ich es ihnen zeigen, damit sie sehen, was für Biester sie waren und wie sehr ich unter ihrere täglicher Anwesenheit gelitten hatte. Mit meiner jetzigen Klasse hatte ich es noch nicht vor, da sie ganz okay zu scheinen ist. Noch.

14:35

Ein weiterer Tag unter Menschen habe ich mit Bravour geschafft. Nur noch den einen Bus und ich muss niemanden für heute mehr sehen. Jeder Mensch an dieser Bushaltestelle kotzte mich an. Als ich meinen Blick schweifen ließ, stand dort ein Pärchen, das sich küsste. Oh bitte nicht, hört mit dem kranken Mist auf. Wenn ich etwas hasste, dann ist es Liebe. Dieses ganze "Ich liebe dich", geht mir so auf die Nerven, dass ich mich auf der Stelle übergeben könnte. Wie kann jemand so etwas wie Liebe nur so schätzen? Es ist doch alles nur eine Schwäche der Menschheit, die einen doch sowieso auf die Fresse fallen lässt. Ich sehe Liebe nicht als Geschenk oder als Reichtum. Pah, ich sehe sie als etwas, auf das man nicht reinfallen sollte. Jedes Gefühl der Liebe ist ein falsches, missglücktes Gefühl. Ein sengender Riss durch einen stählernden Panzer aus Ignoranz und Hass. Zu unreif? Ich weiß genau, von was ich jeden Tag rede. Ich werde die Meinung auch in paar Jahren vertreten. Wie idiotisch zu denken, dass es einen Leid tut, wenn man einsam stirbt. Ich brauche Nichts und Niemanden.

15:00

Endlich zuhause. Erstmal zeichnen und dabei Metalcore anhören. Die Screamoparts verleiteten mir noch mehr Brutalität in meinen Blättern, die mit krallenbesetzter Monster mit blutigen Mäulern voll sind. Dabei stelle ich mir vor, wie jeder Mensch aus meiner Vergangenheit von ihnen zerfleischt wird. "DIE", schrieb ich in jede kleinste Ecke rein.

19:00

Zeit für meine Freunde, die ich nur im Internet treffen kann. Ich weiß nicht, wieso ich meine Zeit mit so etwas wie "Freunde" verbringe. Vielleicht, weil ich mich dann zu einsam fühle. Auch ich, der jahrelang den Status als "seltsamer Außenseiter" trug. Irgendwas in mir, wollte mit den Leuten nichts zu tun haben, auch wenn ich mir manchmal vorstellte, wie es wäre sie mal im reelen Leben zu sehen. Manche von ihnen verstanden jedoch meinen Aspekt von sich abkapseln nicht. Sie wollten es nicht akzeptieren. Da musste ich wohl nachhelfen. Ich hatte es oft hinbekommen, dass sie böse auf mich wurden und an mir zweifelten. Sollten sie ruhig, denn am Ende werde ich sie alle abstoßen.

22:30

Ich muss ins Bett gehen, um morgen wieder in die Schule zu gehen. Während ich so im Bett liege, kamen mir wieder mehrere Flashbacks entgegen, von Situationen, die ich zu gern killen möchte. Leider geht das nicht. Um die Gedanken zu unterdrücken, stellte ich mir vor, wie ich die verlogenen Menschen aus meiner Vergangenheit langsam und schmerzhaft umbringe. Dabei musste ich etwas grinsen.

Wieso ich die Menschheit und die Liebe verabscheue?

Weil ich mal ein guter Mensch war.

-KnifeNight

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