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Es war ein schöner Tag.

Die Sonne hing am strahlend blauen Himmel und schickte ihre Wärme auf mich herab. Wolken schienen sich heute nicht zeigen zu wollen, denn ich konnte keine erblicken. Es war schon Mittag, doch schon seit den frühen Morgenstunden lief ich einsam durch die Straßen der Stadt.
Die Brise, die nun durch mein Haar wehte, verwandelte diesen Frühlingstag in einen vorahnenden Sommer der bald kommen würde. Doch suchte ich vergeblich nach meiner Familie und Freunden die ich hier kennengelernt hatte, niemand war mehr hier. Ich war ganz alleine.

So sehr ich jede Wohnung oder umliegenden Gebäude inspizierte, fand ich keine lebende Seele an diesem Ort. Nach Stunden vergeblicher Suche passierte ich mit schweren Beinen das Riesenrad das über mir thronte, auch der Autoscooter gegenüber wirkte ebenfalls so deplatziert wie die Prostituierte in der Kirche. Wie konnte es sein das ich niemanden fand, wo gestern noch die Stadt vor Leben blühte.
Langsam bekam ich es mit der Angst zu tun, darüber konnte auch die Hoffnung in mir nicht hinwegtäuschen doch noch jemanden zu finden, sie verbreitete sich in meiner Brust und legte sich drückend in meiner Kehle. Langsam schwand die Zuversicht während ich das letzte Gebäude erreichte, das hoch über mir aufragte. Ich wusste das ich in diesem Wohnkomplex niemanden kannte, doch wäre ich beruhigt dort doch eine menschliche Seele aufzufinden.

Inzwischen war der Abend angebrochen und die Sonne hing tief über dem Horizont, jedenfalls glaubte ich dies, denn das Zimmer das ich betrat, gab den Blick direkt durch das Fenster frei. Doch dieser Sonnenuntergang den ich dort erblickte wirkte irgendwie nicht real, die Farben flimmerten entfernt in unwirklichen Kolorit das mich dennoch verzauberte. Glühendes strahlen pulsierte in der Ferne und zog mich in seinen Bann, nichtsdestoweniger schlich sich ungute Faszination in meine Seele.

Ich konnte mich nicht dagegen wehren und musste diesem Schauspiel wohl schon Minuten beigewohnt haben, bis in meiner Magengegend Übelkeit rumorte. Schlagartig wurde mein Mageninhalt durch meinen Rachen gepresst, der in die Ecke des Raumes landete. Die Luft in meinen Lungen wurde gewaltsam und klebrig zurückgedrängt, so fiel ich röchelnd zu Boden. Hinzu kam der lähmende Schmerz in meinem plötzlich geschwächten Körper, die meine Muskeln erschlaffen ließ. Der metallische Geruch ragte in den Mund und ich schmeckte das Blut tief in meinem Gaumen, sammelte sich bis es heraussprudelte. Widerwillig gab ich mich der Erschöpfung hin und meine Atemzüge stetig flacher wurden. Jedoch erreichten die Schmerzen in meinem gebrochenen Körper ungeahnte Ausmaße an, sodass Tränen brennend über die Wangen liefen, verätzten meine Haut ins unermessliche. Das Herz in meiner Brust übersprang peinigend diesen Zyklus des ewigen Schlagens und hämmerte dennoch seinem Ende entgegen. Ich spürte es. Dröhnend übertrug sich es auf meine Ohren und ich vernahm dieses unangenehme Rauschen. Die Lungen in meiner Brust waren nun vollends mit diesem roten Lebenssaft gefüllt und langsam wich das Leben, meine Seele hauchte aus mir. Die letzten Atemzüge keuchte ich unter höchster Anstrengung. Das letzte was ich erblickte war das schöne Glühen am Fenster das aber schnell in der Dunkelheit meiner Augen verschwand.

Autor: Bloody Tears 666

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