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Der Mond scheint hell und strahlt auf eine Person, die um ihr Leben rennt. Er wirkt wie ein natürlicher Scheinwerfer, der den Pfad für diesen Mann beleuchtet, damit er schnell seinen Weg findet. Das Herz schlägt schnell, seine Augen rasen von links nach rechts, immer auf der Suche. Die Geschichte, wie es nur so weit kommen konnte, ist zu lang, als dass er sie jetzt nochmal durchgehen könnte. Es ist seine eigene verdammte Schuld. War es das wert? Er kann nicht mehr rennen, seine Lunge brennt schon, als er stehen bleibt. Er sollte ihn jetzt abgehängt haben. Obwohl der Mond hell scheint, erblickt er nur die Dunkelheit. Sein Sichtfeld ist leicht verschwommen, und der Kopf dröhnt wegen dem Blut, welches durch den Körper strömt.

Der Mann lehnt sich mit seinem Rücken an einem dicken Baum, um sich kurz zu erholen. Weiterhin schaut er sich um, er will diesen Vertrag nicht erfüllen. “Du musst ihn erfüllen“, kommt eine tiefe Stimme aus der Dunkelheit. Er schreckt auf und blickt geschockt umher. Wo ist er? Wohin kann ich fliehen? Er drückt sich mit dem Rücken an den kühlen Baum. Wieder ertönt die Stimme: “Fliehen ist zwecklos!“ Er kommt näher, und das will der Mann mit dem ungepflegten Äußeren verhindern. Er wischt seine braunen Haare aus der schweißgebadeten Stirn und versucht ihn immer noch zu erspähen. “Wie lange willst du noch weglaufen?“, fragt die düstere Stimme. Die Stimme scheint von überall her zu kommen, oder ist sie in seinem Kopf? Sein Körper zittert und sein Herzmuskel schlägt so schnell, wie es nur bei der ersten Begegnung mit ihm der Fall war. Er ist noch nicht bereit! “Ich laufe solange, bis ich dir entkommen bin!“, schreit er in die Leere hinein. Wieder spricht die raue Stimme: “Es gab nie die Möglichkeit, dass du entkommen könntest.“ Mit diesen Worten schreitet eine Gestalt aus der Finsternis.

Der Mann erstarrt, als er ihn sieht. Es ist dieselbe Kreatur, auch wenn sie jetzt etwas anders aussieht. Sein makellos weißer Totenschädel ist das Erste, das sichtbar wird. Das linke Auge ist ebenfalls weiß und scheint das Einzige zu sein, was der Kreatur erlaubt zu sehen. Das rechte Auge besteht aus purer Finsternis, und nur die Iris leuchtet rot auf und scheint den Mann und seine gesamte Lebenspanne zu erfassen. Er scheint einen Borsalino Hut zu tragen, der Hut und seine Kleidung sowie seine langen Haare scheinen aus Dunkelheit selbst zu sein. Ein unheilvolles Lachen erfüllt die Luft. Der Mann, der seine braunen Augen weit aufgerissen hat, will nur noch eines: Fliehen. Er kommt immer näher und es wirkt, als ob er schweben würde. Dennoch sind laute Schritte zu hören und der Körper wippt kaum sichtbar. Wieso? Wieso kann sich der Mann nicht mehr bewegen? Sein Körper gehorcht ihm nicht mehr, dabei würde er alles geben, um hier weg zu kommen.

Er steht nur noch eine halbe Armlänge von ihm entfernt. “Du hast mir bereits alles gegeben“, donnert die Stimme los, ohne dass der Kieferknochen sich bewegt. Seine Hand erhebt sich langsam und unheilvoll. “Keine Sorge, es ist schnell vorbei“, sagt er mit einem Hauch der Belustigung in seiner Stimme. Er packt mit seiner knochigen Hand die Stirn des vor Angst gelähmten Mannes. Tränen pressen sich aus den Augen, als dieser realisiert, was nun folgen wird. Die Gestalt zieht den Kopf leicht zu sich. “Jetzt gehört deine Seele ihm“, gibt er von sich und rammt den Kopf mit roher Gewalt gegen den Baum. Sofort ist ein lautes Knacken zu hören, ein Geräusch, welches nur brechende Knochen von sich geben, die zerschmettert werden. Blut, das Gehirn und Hirnflüssigkeit verbreiten sich auf den Baum. Er zieht den leblosen Körper wieder zu sich und rammt ihn noch zwei weitere Male gegen den inzwischen rot gefärbten Baum. Blut spritzt gegen sein skelettiertes Gesicht, als sich die Knochen des Kopfes in den Baum bohren. Er lässt vorsichtig die Hand vom Kopf gleiten. Die Leiche des Mannes steht nun vor ihm. Entgegen allen Naturgesetzen verziehen sich die Knochen der Kreatur zu einem Lächeln. Einige Wolken schieben sich langsam vor den Mond. “Der Vertrag wurde erfüllt“, spricht die Stimme ein letztes Mal, bevor er von den Schatten der Wolken verschluckt wird und verschwindet.


--CiFer2089 (Diskussion) 16:25, 13. Mai 2016 (UTC)

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