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„Hey Nico.“ Ich hob die Hand.

„Hey!“ Du kamst langsam auf mich zu. „Und, geht es mit heute Abend?“ fragtest du lächelnd.

„Klar! Heute Abend im Wald“

„Im Wald?“ fragtest du unsicher.

„Klar. Mein Vater hat dort ein Grundstück auf einer Lichtung.“, hatte ich geantwortet, und du hattest eingewilligt, damit du mich nicht verletzt.

„Wir können da nicht durch, das verkratzt mein Auto!“, hattest du gesagt, nachdem du mich abgeholt hattest.

Ich aber hatte nicht zugehört.

„Nun links!“, hatte ich geantwortet.

Also bist du abgebogen. Vor uns lag ein mit Brombeerbüschen gesäumter Weg.

„Dort lang? Bist du dir sicher?“, hattest du unsicher gefragt.

Ich bin einfach aus dem Auto gestiegen, und du bist mir widerwillig gefolgt. Dann hielt ich an einer alten, verfallen Holzhütte. Langsam strich ich über die Bretter und lächelte, als mich tausend Erinnerungen durchströmten. Wie ein kleines Kind hüpfte ich umher und zeigte dir alles.

„Dort habe ich ein Rehkitz gesehen.“, sagte ich und zeigte auf eine Futterkrippe.

„Und dort habe ich meine eigene Buche gepflanzt!“

Du wolltest etwas sagen, aber ich war vollkommen vertieft.

„D-Dort, dort habe ich mein erstes Wildschwein geschossen.“ sagte ich zögernd.

Du hattest die Augen aufgerissen.

„Das hast du mir nie erzählt! Du hast mir nie erzählt, dass du auch zu den Spinnern gehörst!“ In deiner Stimme schwang Verachtung. Da machte es bei mir Zusch. „Aha, du meinst die Jäger? Ja ich gehöre zu diesen Spinnern!“ Hatte ich verächtlich gesagt.

Dein Gesicht ist bleich. Das Blut glitzert auf deiner Stirn, als ich über dir stehe. Langsam fahre ich an der Kante der Axt entlang, und eine kleine Wunde zieht sich über meine Handfläche.

Ich lächele. Ja, vor kurzem waren wir hier spazieren. Vor kurzem haben wir uns hier zum ersten Mal geküsst. Aber das war ein Mal. Mit voller Wucht lasse ich die Axt hinuntersausen. Ein sattes Knirschen. Yeah. Langsam gleitet der Schaft durch deinen Körper hindurch. Und nochmal, der Schlag ist präzise. Im Schatten der Buchen sehe ich auf dich hinab. Ich kniee mich nieder und fahre langsam mit der Axt über deine Stirn. Ein Striemen zieht sich nun dort rüber.

„Oh, wie süß du sein kannst“, sage ich lächelnd.

Du regst dich schon seit einer Minute nicht mehr. Ich stehe wieder auf und betrachte deinen leblosen Körper. Die kühle Nachtluft streicht mir durch die Haare, und Genugtuung durchströmt mich.

Ich hebe den Schaft noch ein einziges Mal, und lasse ihn herunter sausen. Der Schlag passt. Der Schlag ist präzise. Der Schlag ist perfekt, und durchgleitet deinen Körper erneut. Aus deinem Mundwinkel läuft eine Mischung aus Spucke und deinem Blut, und deine weiße Jacke ist mit Blut beschmiert. Genau wie mein neues weißes Tanktop.

„So gefällst du mir besser.“, flüstere ich.

Ich stupse dich mit meiner Schuhspitze an und etwas enttäuscht sage ich:"Oh, ist das Spiel schon vorbei?“

Ich fange an dich zu treten, wobei ich einen erneuten Blutfluss auslöse. Ich dachte, das war schon das ganze Blut. Ich lache. Ich drehe die Axt in meinen Händen und beobachte, wie das letzte bisschen Blut aus deinem Körper weicht.

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