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Der Gedanke hallt hastig durch meine Nervenbahnen; unaufhaltsam. Lauter als meine eigene Stimme, die sich wimmernd und wehklagend an die Götter meiner persönlichen Hölle richtet. Dennoch hört mir niemand zu, und niemand wird mich hören. Weil niemand hören kann. Hier, inmitten des Todes und der Angst. Inmitten der Schuld. Inmitten meiner Schuld.
Die ganze Welt scheint sich ein wenig langsamer zu drehen, während ich mich winde und feststelle, dass es mir ironischerweise – zumindest körperlich - blendend geht. Keine Frakturen, keine Fleischwunden. Ich hatte mir nicht einmal eine Hautirritation zugezogen.

Wa-s bringt uns zum Morden?

Die Worte bohren sich wie lange Nägel tief unter meine Haut und lassen unsichtbare Wunden zurück, die nie wieder heilen werden. Es ist psychischer Schmerz, der in mir den Wunsch aufkeimen lässt, den Kopf oft und schnell gegen eine Wand zu rammen, um zu vergessen. Um diese Gedanken in dem Matsch, der sich Gehirn nennt, verblassen zu lassen.
Bei Manchen ist es nur ein Dolch in der Hand und eine Brust voller Wut, die in einer besonders heftigen Sekunde der Rage einfach überläuft. Bei Anderen ist es eine falsch platzierte Pille, die in ein Getränk fällt, und sich dort langsam auflöst, um dem Trinker das Verderben zu bringen. Für die Fortgeschrittenen ist es nur ein Haufen bunter Scheine. Für die weniger Talentierten nur eine Waffe und eine Kugel. Es kann sogar nur eine einzige Nadel zu viel, oder eine einzige Tablette zu wenig sein, die einen dazu verleitet, ein Leben beabsichtigt oder unbeabsichtigt zu beenden. Ich habe aus Versehen jemanden umgebracht. Pff.

Wa-s brin-gt uns zum Morden?

Ich sehe mich um und betrachte die aufgerissenen Leichen meiner Liebsten. Zerquetscht. Deformiert. Unreal. Tränen steigen mir langsam in die Augen, während mich das funkelnde Metall blendet, welches diese einst lebendigen Leute getötet, und mir im Bruchteil einer Sekunde alles geraubt hat, was mir etwas bedeutet hat.
Ich erblicke aus dem Augenwinkel die wunderschönen Flammen des Feuers, welche liebkosend über die Straße lecken. Irgendwoher kann ich das entfernte Geräusch von Sirenen vernehmen, die nur noch einen dumpfen Widerhall in meinen Ohren verursachen.
Ein Teil von mir möchte wissen, warum ich es mir so verdammt schwer mache. Warum ich mir diese Frage immer und immer wieder stelle, und die Situation nicht einfach verdränge. Warum ich so verzweifelt versuche, meinen Verstand in einem Stück zu behalten, und nicht zurücktrete und dabei zusehe, wie alles in winzige Scherben zerspringt. Es wäre einfacher. Nicht so schmerzvoll. Erträglich. Verlockend?
Und dennoch verspottet mich eine Ansammlung von Buchstaben aufs Tiefste:

Wa-s brin-gt u-ns zum Morden?

Wa-s brin-gt u-ns zum- Morden?

Was bringt uns z…
Ich stocke.

Was hat mich zum Morden gebracht?
Ich seufze.

Ein stechender Schmerz im Bereich der Rippen belohnt mich, und ich sacke zischend ein wenig nach vorne, obwohl so gut wie kein Platz übrig ist. Der Gestank umfängt mich. Benebelt meine Sinne. Langsam gehen alle Lichter in meinem Kopf aus, und die Ohnmacht kommt unaufhaltsam auf mich zu, wie eine Lawine aus Dunkelheit. Meine ganze Familie. Tot. Und dazu habe ich gerade einmal drei Flaschen Bier benötigt.

Wa-s brin-gt u-ns zum- Mor-den?
Ja – was bringt uns zum Morden?

Drei Flaschen Bier…
Und meine Autoschlüssel.


Dunkelheit.


Die Dunkelheit liebt das Licht. Es folgt ihm überall hin, und bedeckt die Orte, welchem dem Licht am nächsten sind. An einigen Stellen überschneiden sich Dunkelheit und Licht, und das was daraus entsteht ist nicht weniger als Perfektion. Trügerische Wahrheit. Wunderschöne Liebe. Sie löschen einander gegenseitig aus, aber ergänzen sich auch. Zeit vergeht. Viel Zeit vergeht.


Licht.


4 Monate. Es sind bereits 4 Monate, 15 Tage, 11 Stunden, 29 Minuten und 6 Sekunden vergangen - um genau zu sein.
Ich zähle schon so lange, dass ich gelernt habe, beim Zählen an etwas Anderes zu denken. Ich dachte, es würde nicht lange dauern. Ich hoffte, sie würden mich von meiner Bürde befreien. Doch nun sitze ich hier in diesem blendend weißen Raum, ganz alleine, ohne Geräusche oder Ähnliches. Nur ich. Nur ich und meine Gedanken. Nur ich und die Erinnerung an diese Nacht, nach welcher ich hier aufgewacht bin.

Wa-S brin-gt u-ns zum- Mor-den?

Die Schuld ist wie ein glühender Speer, der sich immer tiefer in meine Brust drückt. Er raubt mir den Atem und bald auch den Verstand. Ich sehe ihre Gesichter immer und immer wieder vor mir. Die Schreie kommen aus allen Richtungen; lassen mich nicht gehen. Oh wie sehr ich mir die süße Dunkelheit wünsche.
Die Bilder werden auf alle Wände projiziert. Auch auf Boden und Decke. Ich kann den Schreien nicht entkommen, wenn ich die Augen schließe, da meine Hände und mein Kopf auf diesem Barren festgebunden sind.

Wa-S brIn-gt u-ns zum- Mor-den?

4 Monate, 15 Tage, 11 Stunden 30 Minuten und 47 Sekunden.
Ja. Das ist eine lange Zeit, die man zählen kann. Ich will nur noch sterben.
4 Monate, 15 Tage, 11 Stunden 31 Minuten und 2 Sekunden.
Seit ich mich das letzte Mal verzählt habe.


Dunkelheit?


Die Dunkelheit liebt das Licht. Es folgt ihm überall hin, und bedeckt die Orte, welchem dem Licht am nächsten sind. An einigen Stellen überschneiden sich Dunkelheit und Licht, und das was daraus entsteht ist nicht weniger als Perfektion. Trügerische Wahrheit. Wunderschöne Liebe. Sie löschen einander gegenseitig aus, aber ergänzen sich auch. Zeit vergeht. Viel Zeit vergeht.


Licht!


tseT ein tset siE leegn mir eNien tseeeeeeeeeeeeet vOr ich mag tseeeEeeeeeets ich mag Rihctige Antowrteeeeeeeeeeeen ich mAg MEISTERS belnOhungen ich maaaaaaaaaag niHct schludig sien iCh mag MEISTER glAbuen er sgat Ich knene sie nihcT MEISTER sgat Sie haebn sappppppppppppppppppppppß MEISTER verpsricht ich dRaf acuh miiiiiiiiiiiiiiiitsipelen wNen ich beerit bIiiiiiiiiiiin und rot siEn obowhl rot eiNe vebrotene frabe iSt ich fruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuee mCih auf den Schemrz der schemrz isT gut er reeeeeEeeeeeeeeeeeeeeinigt mcih MEISTER besHcützt mcih ich mSus MEISTER auf eiWg danbkar sein Er ist pefrektdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnichtichdasbinnicht
ICH.

...

..

.

Hallo. Wie geht es Ihnen heute? Mir geht es exzellent.
Die Höflichkeiten sind nun beendet. 
Ich bin Richter. Ich bin hier, um die Qualität des 
Programms zu testen, und zu erhalten. 
Qualität ist wichtig. Qualität halt uns am Leben. 
Qualität hilft uns beim Aussortieren der Fehler. Der Test beginnt.


Frage 2: Wie lautet Ihr Name?

Frage 3: Angst oder Furcht? Schmerz oder Tortur? Niemals oder nie wieder? Einsam oder allein?

Frage 4: FiNden Sie allesieben Fehle`r in, diesem diesem Satz.

Frage 5: Was denken Sie vom Denken?

Frage 6: Stelle dir deine Lieblingsfarbe vor dem Fortfahren vor. Nun, nachdem Sie dieses Bild erstellt hast, was haben Sie damit in Verbindung gebracht?

Frage 7: Es gibt in diesem Test eine Frage, die Sie nicht beantworten sollten. Welche?

Frage 8. Frage 8. Frage 8. Frage 8.

Frage 9. Es ist nie akzeptabel zu lügen. Wahr oder wahr?

Frage 10. Füllen Sie das fehlende Wort in die Lücke. “________ beobachtet mich schon seit Beginn des Tests.”

Frage 11. Ignorieren Sie die nächste Frage. Es ist eine Falle.

Frage 12. Bitte beantworten Sie die vorherige Frage nicht. Es ist ein Trick.

Frage 13. WARUM STIRBST DU WERTLOSES STÜCK SCHEIßE NICHT EINFACH.

Frage 14. Gibt es eine nennenswerte Differenzierung zwischen Realität und Fantasie?

Frage 14. Gibt es eine nennenswerte Differenzierung zwischen Fantasie und Realität?

Frage 15. Gibt es eine nennenswerte Differenzierung zwischen Frage 14 und Frage 14? Frage 17. Ist dieser Test beunruhigend für Sie?

Frage 18. Warum beantworten Sie Frage 16 nicht?

Frage 19. Haben Sie das Bedürfnis zu blinzeln?

Frage 20. Können Sie sich nun Atmen hören?

Frage 21. Liegt ihre Zunge in einer ungünstigen Position in Ihrem Mund?

Frage 22. Hören Sie SIE?

Frage 0. Sind Sie und SIE wahnsinnig?

Frage 1. Fühlen Sie meine und IHRE Präsenz?

Frage 2. Wie lautet IHR Name


Danke für das Bearbeiten dieses Tests. 
Haben Sie noch einen wundervollen Tag.



Dunkelheit.



Die Behandlung schlägt sehr effektiv an.

Heute wird endlich sein Durchbruch stattfinden. 30 Jahre lang hat er den Wahnsinn studiert, und nun ist die letzte Sitzung gekommen, um sicherzustellen, dass Sam vollkommen rehabilitiert und zur Eingliederung in die Gesellschaft bereit ist. Er hat hart an Sam gearbeitet. Nun ist er nur noch glücklich, dass die Polizei ihn nicht vor ihm selbst in die Finger bekommen hat. Sonst hätten sie seinen armen, fragilen Verstand vollkommen zerstört, sodass er ihm nicht mehr hätte helfen können. Somit wäre auch das Experiment, an dem er schon so lange gearbeitet hat, vollkommen für die Katz.
Dr. Schneider betritt die Zelle. Obwohl die Behandlung exzellent verläuft, hat man den Mann an Hals, Handgelenken und Fußgelenken festgeschnürt. Es ist unmöglich für einen Menschen diese Ketten zu durchbrechen. Der Doktor kontrolliert die Standhaftigkeit seiner Fesseln dennoch vor jedem neuen Patienten. Auch wenn es nur eine leicht paranoide Vorsichtsmaßnahme ist. Nun muss er nur die Routinebefragung hinter sich bringen. Nichts allzu Bahnbrechendes. Aber er muss vorsichtig sein. Schließlich hat der Typ den Autounfall nie verkraftet.


“Bist du Samuel Cox?”

“Ja.” Seine Stimme ist kratzig ausgelaugt.

„Wirst du jemals wieder zu deinem Vergnügen töten?“ Kurz nachdem die Frage gestellt ist, schüttelt der Mann seinen Kopf schon panisch, und man sieht Tränen in seinen hohlen Augenhöhlen aufkeimen. Der Doktor schreibt dieses Verhalten nieder.

„Wirst du irgendwelche Fremde jemals wieder zu deiner Freude verletzen?“ Noch energischeres Kopfschütteln. Er erstickt sich beinahe selbst an den Ketten, die weiterhin fest um seinen Hals herum liegen. Die Tränen beginnen nun endlich zu fließen.

„Wirst du wieder töten?“ Der Mann hält inne. Er beginnt zu nicken. Er lächelt, die Tränen versiegen. Der Doktor stockt und unterdrückte ein Geräusch.

„Wann wirst du töten?“ Will er wissen, während er seinen Patienten über die Nickelbrille hinweg betrachtet. Dieser antwortet: "Wann immer es der Meister verlangt." Der Doktor schreibt die letzten Zeilen nieder.

Behandlung erfolgreich.
Subjekt kann in Gesellschaft eingegliedert werden.


Licht...


MEISTER ist sotlz auf mcih er wieß wie er mir helfen knan er ist gut für mcih ich bin ihm so veil schudlig ich bin schlud neimals wrede ich wiedesrprechen ich bin nihcts er ist alels bittetötemichbittetötemichbittetötemichbittetötemichbitte...

Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen.

Ich fahre mir mit zittrigen Fingern durch die Haare, und stelle sicher, dass meine Frisur perfekt sitzt - genau wie es mein MEISTER wollen würde. Schließlich hängt mein Ruf an diesem einzigen Foto, welches mich für immer verewigen wird. Noch dazu bin ich die Nacht zuvor wach gewesen, und habe die Details abgeklärt. Würde ein klassisches Lächeln, oder doch ein ernster, nachdenklicher Blick mich besser repräsentieren? Vielleicht soll ich etwas vollkommen Ungewöhnliches tun, dass einem für immer im Gedächtnis bleibt? Etwas Bahnbrechendes?
Bevor ich mich entscheiden kann, werde ich von einem hellen Lichtblitz geblendet. Ich blinzele ein paar mal enttäuscht. Es ist niemals so geworden, wie ich es mir erhofft hatte.

„Entschuldigung?“, sage ich höflich zum Photographen. „Kann ich noch einen Versuch haben?“
Der Polizist antwortet nicht. Er kann mir nicht einmal mehr in die Augen sehen, nachdem ich meinen Lebenszweck erfüllt und meinem MEISTER gedient habe.
MEISTER. Bist du stolz?

Wa-SbrIn-gTu-nsZum-Mor-Den?

Der Wahnsinn?
Ich beginne zu lachen. Laut und irre, als mir einige Polizisten die Hände auf den Rücken drehen, und mich in gebührendem Abstand abführen. Ich lache so unendlich heftig.
Die Luft bleibt mir beinahe aus.



Menschlichkeit.

Das bringt uns zum Morden.

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