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Der Tag begann, wie jeder andere auch. Ich bin morgens um 6:45 Uhr aufgestanden und machte mich für die Schule fertig. Wie immer ging ich mit meinem besten Freund zusammen zur Schule. Wir machten, wie üblich, einen Termin für den Nachmittag aus. Da wir nicht in die gleiche Klasse gingen, hatte ich einen anderen Stundenplan und somit eine Stunde länger Unterricht.

Nachdem ich sieben lange Schulstunden hinter mich gebracht hatte, rannte ich so schnell wie möglich nach Hause. Schließlich wollte ich schnell mit den Hausaufgaben fertig sein, um mit meinem Freund etwas zu unternehmen. Er wohnte nur zehn Minuten, zu Fuß entfernt. Er wartete schon ungeduldig auf mich.

Fast immer, wenn wir uns trafen, gingen wir in den nahegelegenden Wald. Doch diesmal war es nicht wie sonst. Wir hörten schon nach kurzer Zeit einen sehr seltsamen Schrei. Wir hatten etwas derartiges bis jetzt nur in Horrorfilmen gehört. Die Neugier war in diesem Moment größer als die Furcht und ich überredete meinen Freund der Sache auf den Grund zu gehen.

Egal was es war, es stieß alle paar Sekunden wieder einen Schrei aus. Es war schon fast rhythmisch. Es war kein großes Problem für uns, sich im Wald zurechtzufinden. Schließlich waren wir seit Jahren jeden Tag dort. Plötzlich hörten die Schreie auf. Wir blieben stehen. Es wurde still. Wir hörten keine Vögel mehr. Wie ausgestorben. Diese unerträgliche Stille wurde dann aber von meinem Freund unterbrochen, der mich anflehte mit ihm aus dem Wald, in sein Haus zu kommen.

Aber ich wollte unbedingt einen kurzen Blick auf die Lichtung werfen, die vor uns lag und von der allem Anschein nach die Laute kamen. Ich spickte durch einen Busch, aber da war nichts. Ohne jede Vorwarnung hörten wir wieder einen dieser Schreie. Aber diesmal war er extrem hoch und extrem laut. Es schien als ob jemand oder etwas genau neben uns stünde und uns in unsere Ohren schrie.

Für mich kamen fünf Sekunden wie fünf Stunden vor. Dann hörte es endlich auf. Einige Sekunden konnte ich nichts hören, aber dann hörte ich wieder das liebliche Vogelgezwitscher. Aber mein Freund. Etwas stimmte nicht mit ihm. Er stand da, die Augen weit aufgerissen. Er verzog keine Miene. Ich sprach ihn an. Er antwortete nicht. Es war so, als wäre er in einem Tagtraum vertieft. Ich sprach ihn nochmal an. Wieder reagierte er nicht. Dann packte ich ihn bei den Schultern und schüttelte ihn. Endlich kam er wieder zu sich. Aber etwas stimmte nicht. Er sprach Bruchstückhaft und unverständlich. Er rannte nach seinen gestammelten Worten heim.

Ich entschied ihn in Ruhe zu lassen, da das, was wir gerade erlebt hatten, nicht normal gewesen sein konnte. Die Erinnerungen an das Geschehene wollte ich nicht mehr durchlassen. Einfach nicht mehr daran denken. Das war mein Ziel.

Am nächsten Morgen ging ich allein zur Schule. Vor der Schule und in den Pausen sah ich meinen besten Freund nicht. Wahrscheinlich stand er noch ein wenig unter schock. Ich habe das Geschehene seltsamerweise einfach weggesteckt.

Nach der Schule wollte ich ihm die Hausaufgaben bringen. Als seine Mutter die Tür öffnete, wirkte sie müde, panisch, fast wahnsinnig. Sie riss mir die Arbeitsblätter aus der Hand, bedankte sich und schlug die Tür zu. Verwundert ging ich heim. 

Am Nachmittag wurde mir langweilig und ich beschloss, wieder in den Wald zu gehen. Es faszinierte mich einfach, was am vorherigem Tag geschah. Ich kannte viele Stellen im Wald, an denen man einfach nur entspannen und dem Wald lauschen konnte. Aber auf dem Weg zu solch einer Stelle hörte ich etwas seltsames. Es war kein Schrei. Es klang eher so, als ob ein Tier ein erlegtes frisst. Aber das konnte nicht sein. Bei uns gab es keinen Raubtiere. Naja....von da an schon.....

Ich schlich mich langsam an, während die Geräusche immer lauter wurden. In diesem Moment bekam ich den größten Schock meines Lebens. Ich sah meinen Freund. Er fraß die Innereien, eines Rehes. Er sah mich kurz an. Entweder schien ihn meine Anwesenheit nicht zu stören oder er konnte mich gar nicht erst sehen. Ich denke, es war letzteres. Er hatte keine Augenlider mehr. Seine Pupillen waren extrem klein. Er hatte sehr lange Zähne, die Blutrot gefärbt waren. Genau wie seine Krallen, die nun seine Hände ersetzten.

Ich rannte. Er folgte mir nicht. Ich rannte aus dem Wald auf die Straße. Als ich wieder an diesen widerwärtigen Anblick dachte, musste ich mich mehrmals übergeben. Ich kam am Haus meines Freun.....NEIN!.....dieses Dings vorbei. Um das Haus herum standen Kranken- und Polizeiwagen. Ich sah wie erstarrt zu wie die Beamten zwei Leichen herausholten. Ich konnte sie zwar nicht sehen, da sie von einem Tuch bedeckt waren, aber ich konnte mir vorstellen, wie sie aussahen. Ich hörte einen der Beamten sagen, dass sie anscheinend ein wildes Tier im Keller gehalten hätten, welches dann ausbrach.

Der Schrei hat irgendetwas mit meinem Freund gemacht, aber nicht mit mir. Zum Glück bin ich nicht so geworden. Ich rannte nach Hause. Meinen Eltern erzählte ich nichts. In den folgenden Wochen wurden viele Rehkadaver im Wald gefunden. Anscheinend verschwand mein ehemaliger Freund. Seit diesen Ereignissen traue ich mich nicht mehr allein in Wälder, da ich weiß, dass er oder besser gesagt ES, irgendwo da draußen ist und auf die nächste Beute wartet.


Ich hoffe euch hat meine erste Creepypasta gefallen.
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