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Schwer erschöpft schließt du deine Haustür auf, es regnete und du wolltest dich einfach nur entspannen.

Mit schmerzenden Füßen lässt du dich in dem Sessel vor deinem Fernseher nieder.

Flüchtig siehst du noch mal auf die Funkuhr in dem Regal neben dem Bild deiner längst verstorbenen Tochter. Sie war 7 Jahre alt, als sie von einem Auto überfahren wurde. Du wolltest gerade nach ihr greifen, als der schwer beladene LKW angefahren kam, doch es war zu spät. Ohh, wenn du sie doch nur noch einmal sehen könntest, sie noch einmal in die Arme nehmen könntest.

Niedergeschlagen nimmst die Weinflasche aus dem untersten Regal deiner Schrankwand, in der sich auch der Fernseher und das Foto befinden. Langsam gehst du zur Küche, um ein Glas zu holen.

Das Licht aus deinem Wohnzimmer ist nicht stark genug um bis zur Küche zu reichen, es schimmert nur leicht, du tastest nach dem Lichtschalter. Endlich, hast du ihn gefunden, doch das Licht geht nicht an.

Du drehst dich verwundert um und willst zurück zum Wohnzimmer gehen, als du einen Schatten schnell und unscheinbar in eine dunkle Ecke flüchten siehst. Irritiert gehst du weiter. Das war nur ein Streich deiner Fantasie. Wieder lässt du dich in deinen Sessel sinken.

Nach einigen Stunden war die Flasche leer und du gehst die Treppe zu deinem Schlafzimmer hoch.

Normalerweise würdest du jetzt an dem Zimmer deiner Tochter vorbei kommen, aber du bist nach ihrem Tod in ein anderes Haus umgezogen, um nicht jeden Tag mit ihren Tod konfrontiert zu werden.

Doch du musst laufend an sie denken. Als du oben ankommst, öffnest du vorsichtig die Tür um kein Geräusch zu machen, eine alte Angewohnheit von damals, du wolltest deine Tochter nicht wecken.

Und da sahst du ihn wieder, am Fenster gegen über von dir, den Schatten. Du gehst hin, öffnest das Fenster und siehst hinaus! Doch da war nichts, nur ein Vogel auf dem nassen Vordach deines Hauses.

War es wieder nur deine Fantasie? Nein, so häufig kann sowas nicht vorkommen.

Du drehst dich langsam um, das Fenster lässt du offen, damit du besser schlafen kannst.
Auf halben Weg zum Bett hörst du plötzlich etwas. Daddy. Du drehst dich um und gehst wieder zum Fenster. Und da siehst du sie auf dem Vordach.

Deine Tochter stand da, mit den Gesicht zu dir gewandt sah sie dich glücklich an.

Vor Freude kamen dir die Tränen. Es war deine Tochter. Du konntest es nicht glauben, es war viel zu schön um wahr zu sein. War es vieleicht doch nur deine Fantasie? Nein! Das konnte nicht sein.
Glücklich wie nie zuvor kletterst du durchs Fenster und läufst auf sie zu.

Doch gerade als du sie umarmen wolltest, rutschst du aus und fällst vom Dach.

Tot liegst du im nassen Gras deines Gartens. Deine Tochter sieht dich von oben herab an und sagt lächelnd: Endlich sind wir wieder vereint.

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