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Ich wollte schon immer eine kleine Schwester. Ich bettelte meine Eltern an: " Bitte? Biiiiiittttteeee?" und sie rollten mit den Augen und sagten mir, dass es nicht so einfach geht, wie ich dachte. Das hat mich nicht davon abgehalten, darüber zu sprechen, ich nutzte jede Chance.


Als sie Sarah nach Hause brachten, war dies der glücklichste Tag meines Lebens. Sie war so süß! Ich konnte es nicht erwarten, mein Spielzeug mit ihr zu teilen. Ich fing an, zu entscheiden, welche davon ihre waren und welche meine. Ich lieh mir den Etikettendrucker meines Papas und begann, machte unsere Namen auf jedes Teil, damit wir nicht durcheinander kommen.


Am Anfang weinte sie eine Menge. Ich fragte meine Eltern, warum sie so sehr weinte und sie sagten mir, dass es natürlich sei. Sie sagten, dass wenn sie sich an uns und das Haus gewöhnt hat , sich beruhigen wird und nicht die ganze Zeit weinen wird. Manchmal aber war sie so laut, dass Papa sie in den Keller sperrte, weil dieser schalldicht war, sodass die Nachbarn sich nicht beschweren würden.


Sie schlief bei Mama und Papa im Bett für den ersten Monat. Manchmal versuchte ich, zu ihnen zu gehen und mich zu ihnen zu legen, aber sie verriegelten immer die Tür. Mama sagte, das Bett war nicht groß genug für uns alle, um darin zu schlafen. Ich war geduldig. Ich wusste, das neue Bett mit den Gitterstäben in meinem Zimmer muss ihres sein.


Als sie sich sicher waren, dass sie alleine schlafen kann, legten sie sie sie hinein. Sie weinte nicht mehr viel und ich lag in meinem Bett und sah ihr beim schlafen zu. Sie legten sie in ihr eigenes Schlafzimmer und ich lag bei ihr, bis sie eingeschlafen war und ging dann in unser Zimmer. Einige Nächte, nachdem sie verschoben wurde, lag sie nur mit offenen Augen da, starrt an die Decke, also ging ich zu ihr und gab ihr Spielzeug durch die Gitterstäbe. Die meiste Zeit, warf sie das Spielzeug nur, dann fing sie an zu weinen und ich musste mich verstecken, bevor Papa kam, um sie zu beruhigen.


Schließlich begannen sie, Sarah mit mir im Spielzimmer sitzen zu lassen. Mir sagten sie, ich darf ihr keine kleinen oder scharfen Dinge geben, da sie sich verletzen könnte. Ich war soooooo glücklich! Ich saß hinter ihr, kämmte ihre Haare und sagte ihr, sie sei die beste, kleine Schwester der Welt. Ich zeigte ihr das Spielzeug, die ihre waren und welche meine, aber sie schien es nicht zu interessieren. Manchmal saßen wir auf der Fensterbank und sie bemalte das Fenster mit speziellen Buntstiften.


Die Schule fing wieder an und ich ging hin, aber Sarah blieb zu Hause. Mama sagte, sie sei nicht bereit, um zur Schule zu gehen. Ich kam nach Hause und erzählte ihr alles, was ich gelernt hatte. Ich zeichnete Bilder, wie wir zusammen spielen. Als ich Daddy sie ihnen zeigte, sagte er danke und nahm sie mit in sein Büro. Dann kam der wirklich schlimmste Tag. Ich werde es nie vergessen. Ich kam von der Schule und Mama saß gerade rauchend am Tisch. Sie sah wirklich traurig aus. Ich ging, um mit Sarah zu spielen, konnte sie aber nicht finden. Als ich zu Mama ging, um zu fragen, wo sie war, begann sie zu  weinen. Ich fragte, was los sei und sie sagte, dass Sarah weg war. Ich habe es nicht ganz verstanden, begann aber auch an zu weinen und sagte ihr: "Wir müssen sie finden!" Sie schüttelte den Kopf und meinte, sie war irgendwo, wo wir nicht hinkonnten.


Papa nahm ihr Bett auseinander. Er warf alle Zeichnungen mit ihr weg. Er nahm alle Namensschilder von meinem Spielzeug ab. Manchmal fand ich welche, die er übersah und fing an zu weinen. Ich sammelte sie und versteckte sie, aber er fand sie eines Tages durch Zufall und wurde wirklich verrückt. Wir durften nicht über sie reden. Es war, als hätte sie nie existiert. Ich fand das nicht fair. Ich sagte Mama und Papa, es sei gemein, nicht über Sarah sprechen, aber sie sagten, es sei besser so und ich würde es verstehen, wenn ich älter bin.

Ich sah Sarah wieder.


Es war nur eine Zeit lang, aber ich werde es nie vergessen. Ich war mit Mama los, einige Besorgungen zu machen. Wir gingen Lebensmittel einkaufen, dann zu einem Stoffgeschäft in Thorntown, damit Mama sich Material für neue Vorhänge anzuschauen. Sie erinnerte sich, dass sie einen Brief verschicken wollte, also hielten wir bei der Post, um einige Briefmarken zu kaufen. Ich summte vor mich hin und las Poster, während Mama mit der Dame hinter der Theke sprach und dann sah ich Sarah. Sie war so niedlich, wie ich mich an sie erinnerte. Ich ging hinüber und sah auf das Plakat mit ihrem Bild, aber ihr Name war falsch. Jemand hatte den Namen Shannon geschrieben.


Ich eilte zu Mama, zupfte an ihrem Ärmel und sagte ihr, dass Sarah oben an der Wand mit anderen Bildern war, aber sie stand nur nervös da und entschuldigte sich bei der Dame, bevor sie mich aus dem Postamt zerrte. Ich schrie, weil sie immerzu versuchte, mich zu überhören, anstatt zu reden. "Ich sah Sarah! Sie war an der der Wand dadrinnen!"


Schließlich schlug mich Mama und sagte mir, es war nicht Sarah, dass Sarah nicht so aussah, ich falsch lag und wenn ich nicht aufhöre, würde ich Schwierigkeiten mit Papa bekommen, wenn er nach Hause kam. Ich weinte und versprach, artig zu sein, aber obwohl ich es versprochen hatte, durfte ich kein Abendbrot essen und musste in mein Zimmer sitzen diese Nacht. Ich habe gehört, wie Mama und Papa in der Küche sprachen und sie waren laut. Jemand öffnete die Küchenschubladen und dann stapften Papas Füße die Treppe hinauf, aber ich hörte Mama schreien: " Wag es ja nicht!" und er hielt vor meinem Zimmer und ging dann wieder nach unten.

Wir gingen nie wieder in dieses Postamt und ich sah nie wieder Sarah. Dies ist das erste mal, dass ich wieder über Sarah rede, seit diesem Tag.

Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/We_Don%27t_Talk_About_Sarah

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