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Ich wache auf und öffne meine Augen. Zumindest glaube ich, dass ich sie geöffnet habe.

Es ist komplett finster. Kein Lichtstrahl dringt in den Raum, falls es denn ein einfacher Raum ist, in dem ich mich befinde, ein.

Ich versuche mich aufzurichten, doch es geht nicht. Auch sonst kann ich mich nicht bewegen. Mein ganzer Körper ist an das, ich hoffe mal, Bett gefesselt. Das Einzige, das ich bewegen kann, ist mein Kopf.

Ich will nach Hilfe rufen, doch die Angst schnürt mir die Kehle zu. Wahrscheinlich ist es auch besser so. Wer weiß, wen oder was ich mit meinen Schreien sonst vielleicht auf mich aufmerksam gemacht hätte.

Ich versuche mich zu beruhigen. Panik hilft mir jetzt nicht weiter, und viel ändern kann ich an meiner aktuellen Situation wahrscheinlich auch nicht mehr.

Ein leichtes Gefühl von Akzeptanz, gegenüber meiner Lage und der Tatsache, dass ich vielleicht ziemlich bald sterben werde, überkommt mich. Ich versuche meine Finger zu bewegen. Doch auch diese sind an das Bett gefesselt.

Ich probiere jeden Körperteil einzeln zu bewegen, doch meine Befürchtung wird wahr. Ich kann tatsächlich nur meinen Kopf bewegen. Doch mit dem komme ich an nichts ran, was vielleicht in meiner Umgebung sein könnte.


In dem Wissen, dass es so schnell keine Möglichkeit für mich gibt, von hier zu fliehen, versuche ich, mich auf die Geräusche meiner Umgebung zu konzentrieren.

In meinem Raum, vermutlich nur ein paar Meter von mir entfernt, höre ich ein leise Surren. Doch das könnte alles sein. In einiger Entfernung, vermutlich in einem anderen Raum, höre ich ein leises, aber sehr hohes Piepsen.

Immer im gleichen Abstand von ca. zehn Sekunden. Doch auch das bringt mir leider nicht viel. Also schweife ich mit meinen Gedanken wieder ein wenig ab und überlege, wo ich hier sein könnte.


Das Letzte, woran ich mich erinnern kann, ist, dass ich meine kleine Schwester ins Bett gebracht habe, bevor ich selber zu Bett ging. Ich hatte mir auf meinem Tablet noch ein paar Sachen im Internet durchgelesen. Nichts besonderes, ein paar Beiträge in einem Gamingforum, ein paar Witze und zum Schluss noch einen Bericht über einen Hund, der ein Kind davor gerettet hatte, von einem Auto überfahren zu werden, dabei jedoch selbst getötet wurde.

Danach ging ich schlafen und als nächstes bin ich hier aufgewacht. Könnte ich denn vielleicht noch immer in meinem Schlafzimmer sein? Aber warum bin ich dann gefesselt? Außerdem müsste Licht von draußen durch mein Fenster scheinen. Also bin ich doch nicht mehr zu Hause.

Und ich liege auch eindeutig nicht in meinem Bett, für das ich mir erst kürzlich eine neue weiche Matratze gegönnt habe. Die hier fühlt sich an, als wären schon unzählbar viele Leute auf ihr gelegen, die alle genau so wie ich keine Möglichkeit hatten aufzustehen. Außerdem ist sie feucht und kalt.

Ich hoffe, dass ich nicht in meinem eigenen Blut liege. Aber ich habe keine Schmerzen , also bin ich mal optimistisch. 


Plötzlich werde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ein lauter, fast schon unmenschlicher Schrei dringt zu mir. Er klingt zwar, als wäre er sehr weit weg, aber dennoch ist er unerträglich laut.

Es klingt, als hätte die Person, falls es denn ein Mensch sein sollte, unbeschreibliche Schmerzen. Ich bekomme noch mehr Angst und bin wieder kurz davor, in Panik zu verfallen.

Ich bete, dass es aufhört, doch der Schrei geht immer weiter und weiter. Und er wird lauter. Ich hoffe, dass ich es mir nur einbilde, aber ich habe das Gefühl, dass er näher kommt. Ich versuche mich zusammenzureißen und konzentriere mich darauf ruhig zu bleiben.

Und tatsächlich, er oder es kommt immer näher. Und das nicht gerade langsam. Doch auf einmal erklingt ein dumpfer Schlag, gefolgt von dem Geräusch eines Körpers, der unkontrolliert zu Boden geht. Kurz darauf hört auch der immer leiser gewordene Schrei auf.

Ein gewisses Gefühl von Erleichterung überkommt mich. Doch ich höre, wie jemand die Tür zu meinem Raum öffnet. Vermutlich derjenige, der gerade das schreiende Ding zum schweigen gebracht hat.


Langsam öffnet sich die Tür. Ein riesiges, menschenähnliches Ding öffnet die Tür.

Menschenähnlich, da es zwar wie ein Mensch aussieht, allerdings extrem entstellt, ca. 3 Meter groß und breit wie ein Schrank ist. Sein Gesicht ist mit Narben überseht, sein linkes Auge fehlt und seine Nase ist verdammt schief.

Ich schaue an ihm vorbei und sehe einen Gang mit einigen Türen, nichts was mir weiterhelfen könnte. Ich nutze auch die Gelegenheit, um mich in meinem Raum ein wenig umzusehen. Doch hier ist nicht viel.

Links von mir ist die Tür und rechts von mir steht ein Kühlschrank, von dem das Surren ausgeht. Was da wohl drinnen sein mag? Der riesige Typ, der wie ein wütendes Tier schnauft, kommt auf mich zu.

Es klingt vielleicht komisch, aber ich kann mich nicht entscheiden, ob ich Angst haben sollte, oder ob ich mich einfach damit abfinden soll, dass mein Leben gleich vorbei sein wird. Er steht jetzt neben mir.

Langsam bewegt sich seine riesige Hand in Richtung meines Kopfes.

Mein letzter Gedanke gilt meiner kleinen Schwester. Seitdem unsere Eltern ermordet wurden, hat sie außer mir niemanden. Ich weiß nicht was aus ihr werden soll, wenn ich nicht mehr da bin. 

Mein ganzer Kopf passt in seine Hand. Er wartet kurz und drückt dann schnell und kräftig zu. Kurz spüre ich noch, wie mein Schädel unter der Kraft seiner Hand zersplittert.


Wow, anscheinend war das alles nur ein Traum. Jedoch hat er sich sehr real angefühlt. Ich werde aufstehen und erstmal ein Glas Wasser trinken.

Doch es geht nicht, ich bin am ganzen Körper, bis auf den Kopf gefesselt.

War das vielleicht doch kein Traum? Oder Träume ich immer noch? Rechts von mir surrt wieder der Kühlschrank und das Piepsen aus einem anderen Raum höre ich auch.

Etwas nähert sich meinem Zimmer. Vielleicht wieder dieses, ich nenne es mal Monster, denn ein Mensch war das bestimmt nicht. Wieder öffnet sich meine Tür und wieder betritt dieses Ding das Zimmer.

Doch es schleift etwas hinter sich her. Ich sehe genauer hin und versuche etwas zu erkennen. Doch das was ich sehe lässt mich schon fast an einem Herzinfarkt sterben.

Es zieht meinen Toten Körper mit dem Zerquetschten Schädel hinter sich her. Ich muss meinen Blick abwenden, dieser Anblick hat mir den letzten Rest gegeben.

Ich schaue nach rechts und mir fällt auf, dass der Kühlschrank eigentlich verdammt groß ist.

Das Ding geht diesmal jedoch an meinem Bett vorbei und auf den Kühlschrank zu. Es öffnet ihn und Stopft meinen toten Körper hinein.

Es geht wieder auf meine Linke Seite, und durch das Licht, dass durch die offene Tür aus dem Gang in mein Zimmer fällt kann ich nochmal einen Blick auf diesen Koloss werfen.

Erst jetzt erkenne ich, dass es anscheinend aus mehrmals dem selben Körper zusammengeflickt wurde.

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