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Nun stehe ich hier, auf der hohen  Klippe ... Und sehe in den düsteren Abgrund. Mein ganzes verdammtes Leben wurde ich zu etwas gezwungen...

Und wenn ich jetzt noch einen Schritt wage... bin ich frei. Für immer. Ich breite meine Arme aus und sehe in die weite Ferne. Ich sehe Berge, wunderschöne Orte und bald werde ich dort sein. Sehr bald. Mein Hals ist geschwollen, ich habe einen Klos darin. All diese Schmerzen in meiner Seele... Bald werden sie vom Winde verweht sein... Sehr bald. Mit den ausgebreiteten Armen stehe ich nun am Abgrund, bereit den letzten Schritt zu machen.

Der Wind weht mir meine schwarz gefärbten Haare ins Gesicht und ehe ich sie zur Seite streichen konnte, falle ich von der großen Klippe, in das Unbekannte. Der Zugwind erfüllte noch meine letzte geplante  Tätigkeit und blies mir mit voller Wucht meine schwarzen Haare aus dem Gesicht. Und jetzt frage ich mich... Was kommt danach? Werde ich erlöst sein? Werde ich einfach irgendwann nur noch ein Haufen Knochen sein, der unter der Erde verrottet, oder ist da mehr? Kann ich endlich der sein der ich schon immer sein wollte?

Ich nähere mich dem Abgrund... Ich komme immer Näher und das Letzte, was ich sage, ist: World Peace. Endlich bin ich angekommen, mein Körper ist zu einer komischen Postion gedreht. Ich habe kein Gefühl mehr in meinem Körper. Es wird warm. Es ist so unglaublich schön. Meine Augen zum Himmel gerichtet. Der Himmel hat sich zu einem violett, leicht rötlichem Abendrot gefärbt. Der kalte Wind bläst über meinen leblosen Körper.

Es ist so unglaublich schön, ich kann es nicht beschreiben, es kommt nicht von dieser Welt. Ich spüre keine Schmerzen, aber den Wind kann ich deutlich auf meiner Haut spüren. Vor meinen geöffneten Augen sehe ich nun mein Leben im Schnelldurchlauf. Als ich von meiner Mutter in dem Arm gehalten wurde, als ich Kind meine Katze bekommen habe, all diese schönen Dinge. Ich sah Berge, ich sah Flüsse und sah Orte die mir eine Gänsehaut gaben, aber sie hatten alle eines gemeinsam. Sie waren wundervoll.


Langsam verblasst die Welt um mich... meine Sicht wird immer unkenntlicher. Ich schließe meine Augen. Nach einer Weile öffne ich sie wieder. Ohne jegliche Anstrengung gleite ich durch einen dunklen Tunnel. Ein tiefes Geräusch von rollenden Steinen begleitet mich. Ich glaube, ich weiß was dieses Geräusch bedeutet... Es sind meine Sorgen, die einfach davon rollen. Denn da wo ich hinkomme gibt es keine Sorgen.

Ich werde einfach durch den dunklen Tunnel geführt, ich brauche mich nicht anstrengen. Schwach kann ich am Ende des Tunnels ein grelles Licht sehen. Ich komme immer näher... Aber es blendet mich keineswegs. Langsam komme ich am Ende an. Ich werde immer glücklicher und befreiter und ich werde langsam in das Licht geführt.

Das Allerletzte was ich denke bevor ich ankomme ist... World Peace. Nun werde ich die Erde verlassen, hoffentlich herrscht wenn ich weg bin Frieden.. hoffentlich... Nun bin ich im Himmel. Mein Wunsch auf Freiheit wird erfüllt und als ich das Licht betrat wurde ich von einer angenehmen Wärme eingehüllt.

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Eine Nacht zuvor:

Angetrunken sitzt John auf seinem Bett. Er sieht sich gerade einen Horrorfilm an und trinkt nebenher Whisky. Er ist gebrochen. Seine große Liebe Jennifer flirtet mit einem anderen Jungen. Er hat es erfahren, indem er ihre Nachrichten im Handy durchschaute. Normal macht man so was nicht. Das war John schon klar.

Aber er ist von Natur aus ein sehr eifersüchtiger Mensch. Er konnte nie mit der Ungewissheit leben ob seine Jennifer fremd geht oder nicht. Denn er hatte da so seine Zweifel. Aber er versuchte es sich nicht anmerken zu lassen. Was er dann auf ihrem  Handy fand, schockte ihn zutiefst. Sie flirtete mit einem anderen Jungen. Um genauer zu sein mit einem Jungen namens Marcus.

Sie schrieb wie toll er aussehen würde und dass sie ihn von ganzem Herzen liebt. Da war für John eine Welt zerbrochen. Für Andere ist es unverständlich, aber für John war es sein Todesurteil. Er war zutiefst verletzt, so dass er einfach nicht mehr weiter leben wollte. Am Abend zuvor  betrank er sich um seinen Schmerz zu lindern. Als der Morgen einbrach lief er zu einer Felsenklippe die sich über einer sehr tiefen Schlucht befindet. Früher war er immer an der besagten Felsenklippe um eine wichtige Entscheidung zu treffen oder wenn er einfach nur nachdenken wollte. Er fühlte sich von der Klippe angezogen.

Dort wollte er seinem Leben ein Ende setzen. Den ganzen Tag stand er dort und machte sich Gedanken was nach dem Tod kommen wird. Die ganze Zeit suchte man nach ihm, aber John bekam davon nichts mit, er stand wie gelähmt am Abgrund. Ungefähr drei mal war er nur noch ein Bruchteil einer Sekunde davor entfernt es zu tun, aber irgendwas hielt ihn immer davon ab.

Nach einer Weile taten ihm die Beine vor lauter Stehen weh, aber er ignorierte den Schmerz. Seine Seele war gebrochen und der Schmerz seiner Füße war dazu gerade ein Klacks. Langsam ging die Sonne unter und er stand schon den ganzen Tag dort. Wisst ihr, so eine Entscheidung trifft man nur einmal im Leben, kein zweites Mal. Am Ende entschied er sich zu springen... Er wollte erlöst sein.

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Der verkrümmte Körper von John liegt nach wie vor unten am Abgrund. Es fängt nun langsam an zu dämmern und eine Brise Wind weht über seinen leblosen Körper.

Seine Augen waren geschlossen und eine schwarze Strähne lag in seinem Gesicht. Plötzlich ertönte sein Handy... Er hatte eine von vielen Nachrichten bekommen. Aber es gab einen  Unterschied, es war keine besorgte Nachricht von seinen Verwandten und Freunden, nein es war eine Mitteilung von seiner Freundin Jennifer. Sie bekam natürlich nichts von dem Drama mit.

Jennifer 21:03:

Haha, mir ist gerade was voll witziges aufgefallen. Du wunderst dich vielleicht warum du zur Zeit keine Nachrichten von mir bekommst.
Heute ist mir dann aufgefallen das ich dich versehentlich als ''Marcus'' eingespeichert habe.
Und meinen ehemaligen Schulkamerad ''Marcus'' habe ich die ganze Zeit  unter deinem Namen eingespeichert. der muss wohl ziemlich verwirrt gewesen sein, als der ständig meine Mitteilungen bekommen hat, die ich eigentlich an dich geschrieben habe. Manno man, Fehler passieren :D
Bis bald
100 Küsse, deine Jenni <3.''

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Und du da vor dem Computer, was lernen wir daraus?

Schaue nie in das Handy deines Partners, dass geht dich nichts an!!!

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