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Ich stehe vor dem Spiegel und betrachte mich. Das kleine Garagenlicht bringt das Rote in meinen Haaren, die mir bis zur Schulter herunterfallen, zum schimmern. Gerade so deckt es den nackten Bereich rund um meinen Nacken. Es ist kalt. Mir ist es kalt. Der Träger meines dünnen schwarzen Oberteils fällt mir auf die Schulter. Ich will es an seine Stelle zurückstreifen, doch die nötige Kraft dazu fehlt mir. Mit meinen Händen will ich mir um meine zittrigen Oberarme fassen, mich warmhalten, aber meine Hände geben nach. Sie sind müde. Ich bin müde. Meine Blicke wandern auf mein Gesicht. Mein wunderschönes Gesicht. Auf meiner blassen Haut sind die warmen Töne meiner Adern wieder zu erkennen. Sie sind wunderschön. Die Adern ziehen sich bis zu meinen Augenlidern, wo sie dann im exakt gezogenen Lidstrich verschwinden. Der Lidstrich, der exakt gezogen war. Trotzdem ist es wunderschön. Meine Mundwinkel heben sich. Ich muss lächeln. Meine einst feuerroten vollen Lippen sind zu einem großen Nichts verblasst. Meine Wangenknochen sind besonders markant und heben meine Gesichtszüge hervor. So wunderschön. So wunderschön, dass ich nach mir greifen muss, mich berühren und bewundern muss. Meine zittrige Hand hebt sich langsam von der Seite und bahnt sich den Weg zu meinem Spiegelbild. Ich will mich. Ich will es. Ich will es so sehr. Näher begebe ich mich zu mir, denn ich kann nicht noch weiter entfernt zu mir sein.

Mein heisser Atem dampft als ich immer näher an mich herankomme. Meine Stirn ist jetzt eins zu eins in Verbindung mit meinem wunderschönen Spiegelbild. Ich bin da, doch, wieso fühle ich mich nicht? Wieso kann ich nicht mit mir sein? Wieso? Tränen steigen mir in die Augen. Ich zittere. Ich zittere so sehr. Ich will es doch. Ich will mich. Ich will mich. Ich will mich. Eine heisse Flüssigkeit läuft meiner Stirn herunter, als ich immer und immer wieder mit meinem Kopf gegen den Spiegel schlage. Ich schlage so fest zu, dass ich mich jetzt mehrfach sehe. So viele Versionen von mir. Ich will alle. Alle zersplittern in tausend Stücken auf dem Boden. Das klirrende Geräusch ertönt in der ganzen Halle. Aber ich bin da! Mit meiner Hand greife ich nach mir, doch ein tiefer Schnitt ziert das Innere meiner Hand und tropft und tropft. Ich schreie. Ich schreie lauthals und halte mich noch tiefer in meiner Hand. Die Flüssigkeit wird immer stärker und es dringt immer tiefer in meine Haut ein. Mami kann mir helfen. Mami und Papi. Und Schwesterherz.

Ich begebe mich zu ihnen. Sie sind immer für mich da, denn sie sind meine Familie. Familie bedeutet Zusammenhalt und nie, aber nie habe ich es anders erlebt. Sie sitzen friedlich nebeneinander auf der länglichen Couch in unserem riesigen Wohnzimmer. Als ich mit langsamen Schritten zu ihnen gehe, lächelt Mami mich schon an. Mein Herz rast. Ich will ihr in die Arme fallen, doch da ist auch Papi. Ich sehe zwar wie er mich anlächelt, als ich mich ihm nähere, aber ich sehe auch den besorgten, tiefen, traurigen Blick in seinen Augen. Der Blick meiner Mami scheint mich aber nicht zu würdigen. Wieso Mami? Wieso schaust du mich nicht an? Bin ich denn nicht schön genug für dich? Mami, ich habe doch deinen teuren Lippenstift benutzt, als du mir sagtest ich solle aufhören.

Dann weinte ich und sagte dir ich sei nicht schön genug. Du nahmst mich in deine Armen und sagtest mir ich sei das wunderschönste Mädchen der Welt. Doch, Mami, wieso fühlte ich mich nicht schön genug? Wieso sah ich nicht das Strahlen in deinen und Papi's Augen? Weshalb hatte Schwesterherz immer mehr Freunde als ich? Schwesterherz war immer schöner gewesen, Mami, du logst mich an.

Wieso logst du mich an, Mami? Wieso kannst du mir jetzt nicht in die Augen schauen und mir immer noch sagen, dass ich das wunderschönste Mädchen der Welt bin? Mami ich will doch nur, dass du mich ansiehst. Mami, siehst du das? Der teure Lippenstift und die schwarze Farbe haben mich wunderschön gemacht. Dein schwarzes kurzes Nachthemd hat mich sexy gemacht, Mami.

Als Papi mich sah, funkelten seine Augen, Mami. Du wolltest es nicht wahrhaben. Als ich auf seinen Schoss sass und meine Zunge über seinen warmen Hals glitt, warst du doch nur eifersüchtig, Mami. Du wusstest wie sehr er mich wollte. Sein Begehren zu mir war grösser als zu dir als je zuvor. Du hast es bestritten, doch ich fühlte es, Mami. Es war so, aber so hart, Mami. Er wollte mich und nicht dich. Weisst du auch wieso? Ich war wunderschön. So schön.

Wir wollten es beide so sehr, Mami, doch du konntest es einfach nicht ertragen. Deine Eifersucht war so mächtig angewachsen, dass du mich von seinem Schoss runtergezerrt hattest. Ich konnte nicht glauben und auch nicht nachvollziehen, wieso du so etwas Grausames tun konntest. Mein Kopf schlug am Tisch auf und blutete, Mami. Mein wunderschönes helles Haar, färbte sich rot. Weisst du wieso, Mami? Weil du eifersüchtig warst.

Glaube mir ich wollte das nicht tun, wirklich nicht. Aber Mami, so eine Eifersucht bricht doch den Zusammenhalt der Familie. Der Zusammenhalt einer Familie ist so, aber so wichtig, Mami, wieso war dir das egal? Der Bruch einer festen stabilen Familie, ist nicht mehr schön. Gar nicht schön.

Ich musste zum Messer greifen Mami, sonst würdet ihr mich doch hinausschmeissen. Dann könnte ich mich nicht mehr wunderschön machen. Ich wollte es nicht tun. Ich konnte es aber nicht zulassen, dass unsere Familie zusammenbricht. Doch nicht wegen Eifersucht, Mami. Ich musste es tun. So war es schön. Wunderschön.

Euer Gesicht konnte ich nicht ertragen, Mami. Es war so furchteinflössend, so beängstigend. Ihr musstet auch wunderschön werden, so wie ich. Deswegen sorgte ich dafür, dass ihr lächelt. Nie aber nie sollte euer Lächeln erlöschen. Ich habe auch dafür gesorgt, dass das nie geschehen wird, Mami. Ihr werdet für immer lächeln. Ein breites, wunderschönes Grinsen. So schön. Wunderschön.

Ich setze mich nun neben Papi und streichle seinen Handrücken. Sie ist eiskalt. Tränen steigen mir wieder in die Augen, doch ich halte sie zurück. Wunderschöne Mädchen weinen nicht. Papi würde mich so nicht wollen. Ich ruhe meinen Kopf auf seiner muskulösen Schulter, als meine Hand nach oben gleitet. Ich will dich, Papi, denn Mami kam zwischen uns. Jetzt wird uns niemand mehr stören, Papi.

Ich werfe mein Bein wieder um seinen Schoß. Den leeren starren Blick von Mami spüre ich auf uns. Sie haftet wie eine Fliege im Fliegennetz. Voller Hass und gefühlskalt. Doch das Lächeln ist da. Den durchnässten Oberteil von Papi ziehe ich ihm aus und streife die ebenfalls durchnässte Hose hinunter. Papi ist so wunderschön. Mami, siehst du das? Ich und Papi werden endlich zusammen sein, ohne Unterbruch, ohne Eifersucht. Hast du jemals so etwas Schönes gesehen, Mami? Die Träger meines Nachthemdes ziehe ich mir über die Arme. Das Nachthemd ist so klein und so dünn, dass es mir auf der Stelle hinunterfällt. Mami und Papi lächeln mich immer noch an. Ich weiss, dass es euch gefällt, besonders Papi gefällt es. Deswegen schmiege ich mich zu ihm und halte ihn fest.

Ich will ihn wieder fühlen Papi, wieso wird es nicht hart? Meine Hüfte bewegt sich hin und fort, als ich ihn tief in mir spüre. Papi gefällt dir das? Er lächelt mich an. So schön. Wunderschön. Meine Bewegungen werden immer schneller und es fühlt sich so gut an mit Papi zu sein. Wir verschmelzen förmlich zu einer Person. Auch meiner Mami gefällt es, denn sie lächelt. In meinem Körper baut sich die Spannung auf und wird grösser und grösser als ich mich hin und fort auf Papi bewege. Glücksgefühle durchströmen meinen Körper, erfüllen mich mit Euphorie und lassen mich wunderschön sein.

Ich wünschte Schwesterherz könnte diesen Augenblick miterleben. Wir alle würden lächeln. Wir alle wären wunderschön. Schwesterherz, zum ersten Mal wäre ich genau so schön wie du. Aber das werde ich sein, Schwesterherz. Denn du bist nun in mir, wir sind eins geworden Schwesterherz. Ich und du, Schwesterherz. Keine Sorge, ich habe Mami und Papi versichert, ich werde auf dich aufpassen. In mir drinnen bist du sicher, Schwesterherz. Denn nur so, sind wir wunderschön.

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