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XoRax

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Meine Eltern waren die ersten, die schwer an der Krankheit, die wir nun als XoRax kennen, erkrankten. Ich kann mich noch lebhaft an meinen Vater erinnern, wie er im Bett lag, mit zuckenden Muskeln, und an seiner Kotze erstickte. Ich stand still an seiner Seite und weigerte mich zu gehen, während ich mein Schluchzen zurückhielt und seine Pupillen sich weiteten, bis seine Augen nur noch eine tintige Schwärze waren. Er drehte seinen Kopf zu mir und versuchte zu sprechen, aber als er seinen Mund öffnete, brachte er nur eine weitere Ladung Kotze hervor. Ich erinnere mich daran, etwas gesagt zu haben, aber was genau, weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich auch daran, wie ich in seine glasigen Augen starrte, während sein Schütteln schwächer wurde und er plötzlich sehr still war. Ich rannte weinend in mein Zimmer, unvorbereitet und unwillig, der Wahrheit ins Auge zu blicken. Meine Mutter war die erste die starb, dann mein großer Bruder, der gerade 17 geworden war und schließlich mein Vater. Ich hatte nie in Erwägung gezogen, dass ich mir selbst die Krankheit eingefangen haben könnte - wenn sie überhaupt ansteckend war. Ich hatte Glück gehabt, wenn auch Glück im Unglück.

Ich schlief in der Ecke ein, kuschelte mich in die Decke, die früher meine Mutter warmgehalten hatte. Ihr Parfüm machte den fauligen Geruch irgendwie erträglich, vielleicht gerade genug, damit ich einschlafen konnte. Als nächstes erinnere ich mich an ein anhaltendes Klopfen, eine Reihe gedämpfter Fragen von der anderen Seite meiner abgeschlossenen Tür. Sie riefen nach Überlebenden, suchten inbrünstig nach irgendjemandem, der trotz des Ausbruchs, noch am Leben war. Ich rannte zur Tür und schloss sie auf, um dem zu begegnen, das ich später als die Tagescrew kennenlernen würde. Ihre Gesichter waren durch große Gasmasken, mit einer Art Kapsel auf jeder Wange, verfremdet. Ihre Atemzüge waren langsam und kontrolliert, ihre Stimmen waren durch das mechanische Keuchen kaum zu hören. Sie steckten von Kopf bis Fuß in schwarzen Schutzanzügen auf deren Rücken in orangen Lettern „TAGESCREW“ stand. Sie beorderten mich raus in die Haupthalle, in der ich vierzehn andere Kinder in meinem Alter erblickte, denen gesagt wurde wo sie hinmüssten und die sich in einer Reihe aufstellten. Nachdem die ganze Gruppe untersucht worden war, begannen wir unseren Marsch in die Straßen, welche einen Anblick von Chaos und Zerstörung boten. Wir hatten die Geräusche der Verzweiflung und Plünderung von unseren Häusern aus gehört, aber wir hatten uns seit Wochen nicht rausgewagt, aus Angst, uns die Krankheit einzufangen.

Dort waren noch mehr von der Tagescrew und verbrannten die Leichen, die auf die Straßen gefallen waren, versuchten die Erde zu säubern, während sie Abstand von dem dadurch entstehenden Qualm hielten. Wir wurden still auf die Ladefläche eines grossen LKWs geführt, der uns gen Süden brachte, weg von den Städten und Vororten und in den dichten Wald.

Als der Laster quietschend zum Stehen kam flogen die Türen auf, um mehr Tagescrew freizugeben, die uns auf eine Lichtung führte. Wir wurden verhört, ob wir mit einem XoRax-Infizierten in Kontakt gekommen waren oder ob wir Symptome wie Übelkeit oder Schwindel spürten. Obwohl wir alle Zeugen geworden waren, wie unsere Familienmitglieder krank wurden, und vergebens versucht hatten sie zu heilen, ging es uns allen gut, zumindest körperlich. Anfänglich wunderte sich die Tagescrew über unsere Immunität gegenüber der Krankheit, da jeder, der mit ihr in Kontakt kam, in jedem Fall nur Wochen später selbst krank wurde, also war es ein Schock, zu hören, dass einige von uns wochenlang in diesem Alptraum gelebt hatten. Nachdem sie ein paar Tests durchgeführt und mehr Fragen gestellt hatten, wurde uns gesagt, dass die Immunität mit einem Hormon zu tun hatte, welches die Krankheit nutzte um das Immunsystem zu beeinträchtigen, und weil wir alle noch zu jung waren, um es richtig entwickelt zu haben, konnte die Krankheit uns nichts anhaben.

Uns wurde gesagt, dass die Tagescrew uns untersuchen wollte und dass wir im Schutz des Waldes unter Quarantäne leben würden. Sie hofften, uns ein Gegenmittel entnehmen zu können, um damit die Welt zu heilen und von der XoRax-Krankheit zu befreien. Sie versuchten optimistisch zu klingen, aber es war klar, dass sogar sie an ihrem Erfolg zweifelten, und dass es unsicher war ob einer ihrer Test sich durchsetzen würde.

Trotzdem hielten sie eine positive Stimmung aufrecht und versprachen uns, dass durch unsere Mühen unzählige Leben gerettet werden würden. Sie bauten ein abgeschiedenes Dorf im Wald und schenkten jedem von uns ein, in die umstehenden Baumstämme geschnitztes, provisorisches Haus. Ich wurde zu einem einfachen Baumhaus geführt, das ein einzelnes Bett am Ende und einen Tisch in der Mitte hatte. Uns wurde gesagt gesagt, dass sie uns morgen als erstes Blut abnehmen würden, also durften wir bis dahin nichts essen. Ich hatte damit kein Problem, ich war schon seit Tagen nicht mehr hungrig gewesen, stattdessen zogen die Bilder von meinem Vater, Mutter und Bruder meine Gedanken auf sich. Ich bekam in dieser Nacht nicht viel Schlaf, der Wald war voller zirpender Grillen und die gedämpfte Unterhaltung der Nachtcrew hielt mich bis in die Morgenstunden wach.

Am nächsten Tag wurden wir aufgeweckt und in eine Schlange eingereiht um uns unser Blut entnehmen zu lassen. Während die Nadeln für uns präpariert wurden, wurde uns gesagt, dass wir eine Impfung erhalten müssten, die verhindern würde, dass wir die Pubertät durchliefen um das Hormon zu bewahren welches zu einer Heilung führen könnte. Wir wurden nie darüber informiert, dass wir niemals aufwachsen oder Kinder kriegen könnten, aber es war ohnehin unwahrscheinlich das jemand die ersten Stunden einer Infektion überleben würden, geschweige denn die nächsten Jahre, also wurde dies als nötiges Opfer angesehen.

So ging es ein paar Wochen weiter, wir erhielten weitere Impfungen und uns wurde versichert, dass bald ein Heilmittel hergestellt sein würde, aber die Zeit wurde knapp. Ich gewöhnte es mir an den Gesprächen der Nachtcrew zuzuhören und es wurde mit der Zeit leichter zu entziffern was sie sagten, während sie an meinem Schlafzimmerfenster neben einem knisternden Lagerfeuer saßen.

Ich fand heraus das unser Lager nur eines von vielen in der Umgebung war und sie vermuteten, dass XoRax ursprünglich vom Meer im Westen gekommen war. Sie erzählten sich gegenseitig Gruselgeschichten über die Leute, die am Strand lebten und am schlimmsten getroffen worden waren, dass sie bleich geworden waren und Tumore aus ihren Ellenbögen, Hüften und Zehen gewachsen sind. Sie mussten andauernd befeuchtet werden sonst platzte ihre Haut auf und löste sich. Ihre Pupillen hatten sich geweitet bis ihre Augen komplett schwarz gefärbt waren. In diesem Moment begann damit, an meinen Vater zu denken, auf der Couch sitzend, der sich vor Schmerzen krümmte.

Der eine versicherte dem anderen, dass es in den Bergen Essen gäbe, dass sie es zu Haufen stapeln würden, vielleicht um es vor dem verderben zu bewahren. Ein anderer erhob seine Stimme und sagte, dass sie es bewerkstelligt hätten, schwangere, nicht infizierte Frauen zu finden und sie in die Berge zu bringen damit sie ihre Kinder weit von der Krankheit entfernt gebären könnten. Das Gespräch kam wieder auf ihre momentane Situation zurück und sie begannen über unser Lager zu reden, darüber dass an unseren Ergebnissen – obwohl vielversprechend – nicht schnell genug gearbeitet wurde. Es wurden Anschuldigungen lautgemacht und mit Fingern auf andere gezeigt, aber schliesslich einigten sie sich darauf ihre Stimmung positiv zu halten, dass sich irgendetwas ergeben würde, dass wir nur noch ein bisschen mehr Zeit bräuchten.

Das nächste Gesprächsthema waren wieder die Gruselgeschichten von der Westküste, was eindeutig auf ein krankes Interesse in der Gruppe stieß, während sie über Leichen redeten die im Wasser und am Land lagen, alle mit tiefschwarzen Augen.

Ich drehte mich im Bett um, unfähig noch mehr Geschichten zu hören ohne Bilder meiner Familie im Kopf zu haben. Ich starrte gegen die Decke, betete dafür, dass wir bald eine Heilung finden würden und ich keine Geschichten mehr über die Leute im Westen hören müsste.

Die Tests liefen fast einen Monat als etwas schief ging – ein paar Stunden nach unserer letzten Impfung klagten einige Kinder über verzerrte Sicht. Sie könnten Lichtpunkte in der Luft sehen die sich einen Weg durch die Ebenen bahnen würden. Obwohl ihre Gesichter mit Masken bedeckt waren, konnte ich den Ausdruck der Sorge in ihren Gesichtern spüren.

Uns wurde gesagt, dass diese nur Halluzinationen wären, und dass sie nach ein paar Stunden nachlassen würden. Als ich am nächsten Morgen aufwachte und einen Blick nach draußen warf, konnte ich die Lichter auch sehen. Sie verboten uns, weiter über die Lichter zu reden obwohl es klar war das sie jeder sehen konnte. Als wir uns in eine Reihe stellten um unser Blut abgenommen zu kriegen, wurde einem der Tagescrew schlecht und er begann seine Gasmaske vollzukotzen. In einer wahnsinnigen Panik beorderten sie uns zurück in unsere Häuser zu gehen während sie den Kranken in den Wald brachten. Sie sagten uns, wir sollen rauskommen und eine Schlange formen um dekontaminiert zu werden. Nachdem sie uns mit einer kreideartigen Substanz bedeckten, rieben sie uns mit einer übel riechenden Flüssigkeit ein bis sie glaubten dass es sicher war, sich noch einmal mit uns zu befassen. Diese exzessive Prozedur wurde Teil unserer täglichen Routine und so kam es dass wir sie statt ihren offiziellen Namen nur noch die Schrubber nannten(Notiz des Übersetzers: das war leider unübersetzbar). Wir waren desillusioniert und es war klar dass sie es auch waren.

Die Halluzinationen wurden schlimmer, obwohl wir schon lange keine Impfungen mehr bekommen hatten. Einige Kinder fingen an, sich mit imaginären Kreaturen anzufreunden, redeten zu den Lichtpunkten. Ich hatte Angst, dass ich vielleicht auch meine geistige Gesundheit verlieren könnte.

Ich wollte den Besprechungen am Lagerfeuer nicht mehr lauschen, die mit jeder neuen Woche schlimmer wurden. Mit einer schleppenden Verzweiflung in in ihren Stimmen begann die Nachtcrew Informationen über die anderen Gebiete auszutauschen. Das Essen in den Bergen war kontaminiert geworden und das Gerücht wurde laut dass alle Geburten in Geburtsfehlern resultierten, jedes Baby weit über gesundem Geburtsgewicht und die Augen weit voneinander abstehend. Sie würden wahrscheinlich auch der Krankheit unterliegen und sterben, einigten sie sich. Das Heilmittel, das bei XoRax-Infizierten getestet worden war, zeigte keine Zeichen der Heilung, stattdessen verlangsamte es die Krankheit, so dass sie das Leben über Tage nahm statt über Stunden.

Obwohl dies eine gute Nachricht war konzentrierte sich das Gespräch darauf wie wenig während so einer großen Zeitspanne erreicht worden war und das sie die Infizierten nicht mehr zappeln lassen wollten sondern zerstört, damit sie keinen anderen anstecken könnten. Es lag eine Kälte in ihren Stimmen. Ich drehte mich im Bett um damit ich die Lichter sehen könnte, die in meinem Sichtfeld herumspielten, vor meinen Augen rumtanzten bis ich einschlief.

Am nächsten Tag waren die Schrubber (Notiz des Übersetzers:immer noch unübersetzbar) weg, ließen uns als ihr fehlgeschlagenes Experiment zurück. Den anderen schien dies nicht bewusst zu sein und sie fuhren damit fort, sich mit eingebildeten Gestalten anzufreunden. Depressiv sank ich ins Bett nur um brutale Zuckungen und Zittern zu bekommen. Ich fuhr dauernd in und aus dem Schlaf und hatte einen, sich wiederholenden Alptraum nach dem anderen. Als ich aufwachte, hörte ich etwas durch meine Tür kommen, etwas das unmöglich da sein konnte. Ich drehte mich um und sah unwillig in die Luft um einem Ball aus Licht dabei zuzusehen wie er durchs Haus flog um danach in Richtung meines Bettes abzusinken. „Hallo Link! Wach auf! Der Deku-Baum hat Dich zu sich gerufen!“

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