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DISCLAIMER

Die folgende Geschichte ist die erste Geschichte, die ich in diesem Wiki veröffentliche. Leider bin ich mir nicht sicher, ob diese Geschichte tatsächlich als Creepypasta eingestuft werden kann. Sollte das nicht der Fall sein, könnt ihr sie gerne löschen.

Diese Geschichte beruht nicht auf wahren Begebenheiten und ist reine Fiktion. Ähnlichkeiten zu real existierenden Personen, Organisationen und Ereignissen sind rein zufällig.

Wenn ihr Verbesserungsvorschläge für diese Geschichte habt, ab damit in die Kommentare. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen :)



Vor kurzem wurde über Twitter ein seltsames Audio-Log, das auf das Jahr 2010 datiert ist, in folgendem Tweet geteilt:

„Seid froh, dass der #Privatisierungswahn in eurer Welt noch nicht so weit fortgeschritten ist. Stoppt ihn besser [Link zum Audio-Log]“

Leider war ich der Einzige, der den betreffenden Tweet sehen konnte. Seltsamerweise konnte ich auch nicht direkt darauf antworten. Er wurde von einer Userin namens @ErikaSchröd versendet. Als ich nach dieser Userin gesucht habe, konnte ich sie jedoch nicht mehr finden und ihr deshalb auch keine Direktnachricht senden, um nochmal Kontakt mit ihr aufzunehmen.

Ich habe auch meine restlichen Follower gefragt, ob sie schon mal von dieser Userin gehört haben. Niemand kannte sie. Nachdem ich das Audio-Log auf meinem Computer abgespielt habe, hat es sich auf einmal von selbst gelöscht. Ich wollte das Log nochmal abspielen und wollte daher den Tweet, den ich als Bookmark gespeichert habe, nochmal aufrufen. Leider kam jedoch nur noch eine 404-Meldung. Glücklicherweise konnte ich alles, was im Log gesagt wurde, aufschreiben:


Audio-Log von John Markus

13.09.2010, 00:00 Uhr

„Heute war wieder ein normaler Arbeitstag. P-Corp hat heute mit der Produktion des neuen 'A-Modules 1200' für die Mutterfirma A-ON begonnen. Doch die Produktionsschritte, die erforderlich sind, sind scheinbar die gleichen geblieben. Wahrscheinlich wieder mal nur Marketing in Form einer Produktumbenennung um den Kunden vorzugaukeln, innovativ zu sein. Wie üblich musste ich wieder die gleichen Schrauben an den gleichen Stellen der Exemplare des A-Modules anziehen, die auf einem Fließband an mir vorbeizogen. Zwar mag dieser Job gerade in der heutigen Zeit der Computer und automatischen Maschinen ein reiner Bullshit-Job sein, doch bin ich trotzdem froh, dass ich ihn habe und dadurch ein festes Einkommen. Zwar habe ich ursprünglich VWL studiert, jedoch habe ich in diesem Bereich leider keinen Job gefunden. So bin ich bei diesem Fließbandjob gelandet dank dem ich jedoch immerhin noch ein Einkommen von 2000€ Netto monatlich erzielen kann, wodurch ich mir immerhin, zwar knapp, jedoch immerhin, noch ein Leben in einer kleinen Einzimmerwohnung leisten kann. Damit habe ich, im Gegensatz zu vielen anderen Leuten, immerhin noch ein Dach über dem Kopf. Gut dass bald der 15. ist. Ich habe nämlich nur noch 96€ auf dem Konto. Ich muss diese Tage also wieder einmal sehr sparsam sein.“

14.09.2010, 00:00 Uhr

„Scheisse! Die Firmenleitung hat angekündigt, in nächster Zeit eine totale Automatisierung der Produktion umzusetzen, da diese verdammten Politiker heute beschlossen haben, die Arbeitsplatzsubventionen vollständig zu streichen! Ruhig bleiben Johnny, nur nicht aufregen. Du wirst schon einen neuen Job während der Umstellungszeit finden.“

14.09.2010, 06:00 Uhr

„Verdammt, ich finde keinen neuen Job und habe so eben erfahren, dass die meisten Aufgaben, die VWLler übernehmen konnten, Aufgaben, wie die Analyse von Märkten, auch schon längst automatisiert wurden. Ich dachte nur handwerkliche Tätigkeiten wären betroffen. Deshalb habe ich keinen Job in meinem Bereich gefunden. Ich werde in den nächsten Tagen nach Jobs in der Krankenpflege suchen. Hoffentlich sind diese Jobs, die sehr stark auf zwischenmenschliche Interaktionen setzen, noch nicht automatisiert.“

14.09.2010, 12:00 Uhr

„[Chef von John Markus] Guten Tag, Herr Markus. Setzen Sie sich. Wie Sie wahrscheinlich bereits mitbekommen haben, müssen wir die Produktion in nächster Zeit auf eine vollständig automatische Produktion umstellen, da die Arbeitsplatzsubventionen gestrichen wurden. Daher müssen wir nun einige Stellen streichen.“

„Was?! Sie wollen mich jetzt schon feuern?! Aber ich dachte, Sie bräuchten mich noch für die Produktionsumstellungszeit!“

„[Chef von John Markus] Mit der Umstellung haben wir schon lange vor unserer Ankündigung begonnen, da uns die Streichung der Arbeitsplatzsubventionen am gestrigen Tag schon länger bekannt war. Wir haben die neuen Maschinen lediglich nur noch nicht eingeschaltet und müssen nur noch ein paar Roboterarme einbauen, da die Produktion mit Hilfe von menschlichen Arbeitskräften bis zum gestrigen Tage noch subventioniert wurde und daher noch billiger war, als eine komplett automatische Produktion. Heute werden wir auch allen übrigen Fließbandarbeitern kündigen und die neuen Maschinen in Betrieb nehmen.“

„Warum haben Sie nicht früher Bescheid gesagt?! Dann hätten wir noch neue Jobs suchen können! Warum erst jetzt?!“

„[Chef von John Markus] Damit die Produktivität des Produktionsfaktors Arbeit, während der Umstellungszeit, nicht sinkt. Hätten wir unseren Mitarbeitern schon früher Bescheid gegeben, wären sie verunsichert und daher unproduktiv gewesen. Außerdem hätten einige von ihnen viel zu früh gekündigt.“

„Das ist einfach nur unmenschlich! Wir haben Rechte!!“

„[Chef von John Markus] Diese Rechte wurden bereits letztes Jahr aus dem Grundgesetz mit einer 2/3 Mehrheit durch die Konservativ-Soziale Koalition in Bundestag und Bundesrat gestrichen. Wir bedanken uns bei Ihnen...“

„Nein!! Bitte nicht!! Lassen Sie uns noch Zeit, bis wir neue Jobs gefunden haben!!! BITTE!!!“

„[Chef von John Markus] Das können wir nicht machen, weil wir, die A-ON-Group, sonst nicht mehr im Wettbewerb gegen RWA und AIBW, die nun ebenfalls keine Arbeitsplatzsubventionen mehr erhalten und daher auch auf eine vollautomatische Produktion umgestellt haben, bestehen könnten. Würden wir sie alle weiterhin beschäftigen, würden unsere Gesamtkosten um 50% steigen, was unseren Gewinn und damit auch unsere Existenz gefährden würde.“

„IHRE Existenz?! Was ist mit der Existenz aller Menschen, die hier arbeiten?!“

„[Chef von John Markus] Wir haben keine andere Wahl. Hier geht es zum Ausgang. Wir bedanken und bei Ihnen, dass Sie, zusammen mit den restlichen Mitarbeitern jahrelang den Erfolg der A-ON-Group gesichert haben. Frau Mira, bitte rufen Sie als nächstes Herrn Martin Thomas auf.“

15.09.2010, 00:00 Uhr

„Es geht zu Ende mit mir. Das ist meine letzte Aufzeichnung. Normal würde mein Lohn jetzt innerhalb der nächsten paar Minuten überwiesen werden, doch da mein Job gekündigt wurde, erhalte ich nun keinen Lohn mehr. Wenn ihr dieses Log findet, sagt Erika Schröd, dass ich kchhh... dass ich... kchhhh sie lie.... kchhh.... keine.... Luft....argh!“

„[Computerstimme] Leider haben Sie kein Guthaben mehr auf Ihrem Bankkonto. Daher mussten wir Ihr Air-Module leider deaktivieren. Wir bedanken uns bei Ihnen, dass Sie Ihre Luft bei A-ON gekauft haben. A-ON – Better Air, Better Future“


Das war das gesamte Audio-Log. Bis zum heutigen Tag habe ich nichts mehr von Erika Schröd gehört. Sollte sie sich jemals wieder melden, werde ich mich hier erneut zurückmelden.

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