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Vor vier Tagen bekam ich eine E-mail von meinem Freund. In dieser E-mail beschrieb er mir unter anderen auch eines seiner Spiele, welches er sich erst kürzlich gekauft hatte. Es ist ein Sandbox Spiel namens Minecraft in dem man 1x1x1 Meter große Blöcke platzieren und entfernen kann und somit Gebilde wie zum Beispiel Häuser bauen kann, um sich vor Monstern zu schützen, die in der Nacht erscheinen. Es gib Zombies, Skelette, riesige Spinnen, Hexen und explodierende Wesen namens Creeper.

Aber das Monster von welchem er mir am meisten erzählt hatte, ist der Enderman. Ein, laut ihm, schlankes, fast drei Meter großes, nachtschwarzes Wesen welches solange neutral bleibt, bis man ihm direkt in die lilanen Augen sieht. Laut meinem Freund ist der Enderman das gruseligste Wesen in Minecraft, welches die Gabe hat, Blöcke zu entfernen und später wieder zu setzten, wie du und sich auch teleportieren kann. Er hasst aber das Wasser da dieses ihm Schmerzen zufügt und ihn zuviel davon töten kann.

Ich selbst habe noch keinen Enderman gesehen.

Bis heute Abend.

Es ist Sonntag Abend um zehn Uhr, meine Eltern sind noch nicht zu Hause und ich spiele noch ein bisschen Minecraft, welches ich mir nach der Beschreibung meines Freundes auch gekauft hatte. Recht viel habe ich noch nicht: Eine komplette Eisenrüstung mit Werkzeugen und ein einfaches Haus. Heute habe ich meine ersten drei Diamanten gefunden, doch gerade als ich eine Spitzhacke daraus machen will, fällt mein Blick nach Draußen. In der Spielwelt ist es gerade Nacht und auf einem eckigen Hügel sehe ich eine schlanke schwarze Gestalt stehen. "Ein Enderman", denke ich, "mit dem müsste ich es aufnehmen können"

Also verlasse ich mein Haus und sehe dem Enderman direkt in die Augen. Er beginnt zu zittern, öffnet seinen Mund und starrt zurück. "So weit, so gut", denke ich und drehe mich um, damit er sich zu mir teleportiert. Doch es passiert nichts. Nach ein paar Sekunden schaue ich zurück und sehe, dass der Enderman verschwunden ist. Dies ist zwar seltsam, aber ich mache mir keine weitere Gedanken darüber, sondern spielte noch eine viertel Stunde und gehe dann zu Bett.

Mitten in der Nacht wache ich auf. Mein Hals fühlt sich trocken an, weshalb ich in die Küche wanke und mir ein Glas Wasser nehme. Ich hab gerade fertig getrunken, als mein Blick nach draußen fällt. Es ist eine dunkle Nacht und der Mond wird von Wolken bedeckt. Ich meine draußen etwas zu sehen. Etwas das schwärzer als die Nacht ist. Plötzlich leuchten zwei lilane Punkte auf, aber nachdem ich einmal blinzle sind sie verschwunden. Verwirrt laufe ich zurück zu meinem Zimmer. Doch als ich dort ankomme finde ich statt meinem Bett nur einige lilane, fliegende Hieroglyphen, welche schnell verblassen und nur den nackten Boden zurücklassen. Ich gehe drei Schritte zurück und blinzle zwei Mal kräftig, doch mein Bett bleibt verschwunden. Nun bin ich hellwach. Verwirrt und verängstigt renne ich zum Schlafzimmer meiner Eltern, doch deren Bett ist leer. Dabei sollten sie eigentlich schon zurück sein. Ich höre etwas und mein Blick gleitet automatisch zum Fenster.

Draußen liegt mein Bett. Umgedreht, mit den Füßen nach oben, als hätte man es dort einfach hingeworfen. Um es herum fliegen wieder diese Hieroglyphen. Meine Gedanken rasen. Das alles kann unmöglich real sein. Wie hätte man mein Bett so schnell und so leise dorthin bringen sollen? Und was sind diese Hieroglyphen? In der Küche rumpelt und kracht es, als wären alle Gegenstände gleichzeitig aus den Schränken gefallen. "Irgendwas ist hier, und es ist nicht freundlich", denke ich und schaue mich nach einer möglichen Waffe um, doch in einem Schlafzimmer sind für gewöhnlich keine Waffen. Die einzigen tauglichen Waffen waren die großen Küchenmesser in der Küche.

Aber da war dieses etwas.

Hinter mir ertönt ein übernatürlicher, verzerrter Schrei. Es läuft mir eiskalt den Rücken runter und ich renne blindlings los. Aus dem Schlafzimmer, durchs Wohnzimmer zur Küche. "Der Schrei" geht es mir durch den Kopf "das war der Schrei eines Endermans". Zu wissen was mich jagt macht die Sache nicht viel besser aber nun hatte ich vielleicht noch eine Hoffnung. In der Küche sind die Schränke geöffnet und alles was vorher darin war, liegt nun auf dem Boden verstreut. Ich nehme mir das größte Küchenmesser in meiner Reichweite und drehe mich um. Hinter mir ist nichts. Kalter Schweiß läuft mir den Rücken hinunter und ein Tropfen läuft in mein Auge. Ich blinzle ihn weg. Das Wesen hatte sich sicher teleportiert oder war mir gar nicht gefolgt. "Er spielt ein Spiel mit mir aber den Spieß kann und werde ich umdrehen."

"Endermen hassen Wasser" erinnere ich mich, renne zum Wasserhahn, verschließe den Abfluss und und schalte das Wasser an "Selbst wenn ich das gesamte Haus dafür überfluten muss, ich werde den Enderman vertreiben und wenn er sich nicht vertreiben lässt soll er im Wasser sterben."

Doch plötzlich höre ich ein Knacken, Brechen und Stöhnen, wie von Holz, Metall und Stein bei schwerer Belastung, unter meinen Füßen welches mit einem hässlichen Rumpeln und metallischen Kreischen endet. Genauso wie der bis dahin stetige Wasserstrahl welcher mit einem Gurgeln und Spotzen erstirbt. Ich brauche ein paar Sekunden bis ich das gerade Geschehene verstehe: Der Enderman hatte eines der Wasserrohre aus der Kellerwand gerissen. "Verdammt, mit dem wenig Wasser kann ich ihn höchstens wütender machen."

Mir wird bewusst, dass ich dieses "Spiel" wahrscheinlich nicht überleben werde und dass man sich vor so einem Wesen nicht verstecken kann. Doch mir wird auch bewusst, dass Panik nicht hilft. Also suche ich in dem Haufen von Gegenständen nach dem größten Messer. Als ich es gefunden habe, stelle ich mich so hin, dass ich auf das leiseste Geräusch sofort reagieren kann. Ich höre einen Schrei von links, dann das typische Grunzen eines Endermans von rechts und das klirrende Geräusch von brechenden Glas im Wohnzimmer. In jedem Schatten sehe ich Wesen, Kreaturen und Monster die mich anstarren.

Hinter mir höre ich ein Scheppern, als würde jemand auf die verstreuten Gegenstände steigen. Ich wirble herum und werfe das Messer. Es fliegt durch eine Wolke von Hieroglyphen und bleibt in einem Schrank stecken. Sofort darauf werde ich von hinten gepackt und hochgehoben. Die Panik gewinnt nun doch die Oberhand und ich strample, schreie, kratze, trete und schlage um mich. Doch es hilft nicht. Ich werde weiter hochgehoben und umgedreht, bis ich dem Enderman direkt in die Augen schaue. Er stößt fast an die Decke und schaut mich mit seinen lila Augen an, in denen soetwas wie Verachtung aufblitzt. Er öffnet seinen Mund. "Das Spiel ist nun wohl zu Ende" war das Letzte was mir durch den Kopf geht bevor er seinen Mund um ebendiesen schließt.

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Ich wache schweißüberströmt auf. Ich muss auf die Toilette und mein Hals schreit nach Wasser. Aber alles ist wieder normal. Ich schleiche in die Küche. Dort sind keine Kampfspuren. Ich gehe zum Schlafzimmer meiner Eltern. Sie liegen in ihren Bett und schlafen. Ja, alles ist wieder normal. Es ist als würde ein Klumpen Eis, der sich während des gejagt werdens in meinem Brustkorb gebildet hat, schmelzen und ich seufze. "Gott sei dank" denke ich erleichtert "es war nur ein Traum". Nachdem ich in der Küche ein Glas Wasser getrunken hatte und auf die Toilette gegangen war, laufe ich zurück zu meinem Zimmer. Mein Bett ist noch da und es schweben auch keine Hieroglyphen im Raum herum. Erleichtert lege ich mich ins Bett und schlafe fast sofort ein.

Enderman eye by cooljim15-d6m1n8h

Und von draußen.

Ganz rechts hinten im Schatten.

Beobachten mich,

2 lila Augen.

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